Eine weitere Frequenz erhöht nicht die Genauigkeit des GPS Systems, sondern es bietet eine weitere Größe zur Bestimmung von Laufzeitfehlern in der Atmosphäre. Damit kann also nur die Zuverlässigkeit der Postionsbestimmung verbessert werden.

Man braucht es noch nicht einmal selber zu machen, wobei die eigene Anschauung immer noch die beste Methode ist sich zu überzeugen.
http://www.kowoma.de/gps/gpsmonitor/gpsmonitor.php
(Verlauf der Position im Vergleich zum Mittelwert für Breitengrad, Längengrad und Höhe in den letzten 24 Stunden)
Und hier wird nur die Abweichung zum Mittelwert betrachtet und nicht zum Erwartungswert (=vorgegebene Position).

Hier ein kleiner Exkurs zu den Begriffen Genauigkeit und Zuverlässigkeit:
Bei GPS handelt es sich nicht um eine absolute Messung sondern nur um eine möglichst genaue Schätzung des aktuellen Standpunktes aus mehrern abgeleiteten Messgrößen (Pseudoentfernungen).
Unsere Empfänger werten dabei nur das L1 Signal aus. Empfänger die mehrer Signale (2 Frequenzen und noch die Phasenlage des Signals von einem Satelliten) gleichzeitig auswerten werden fast nur im Vermessungsbereich eingesetzt.

Man stelle sich nun vor, man messe eine Strecke zwischen zwei Punkten mit einem kalibrierten 30m Messband (in einem Stück) und erhalte einen Wert von 10 Metern. Dann sage ich mir, OK - die Punkte liegen 10 Meter auseinander.
Anschließend nehme ich das 20cm Lineal aus der Schublade und messe die Strecke erneut. Und plötzlich komme ich auf 10,02 m, da ich an mir zweifele (nicht sorgfältig genug gearbeitet) messe ich nochmal: 9,98m und nochmal 10,05m und nochmal 9,97 - verflixt!
Wenn ich jetzt oft genug messe, so vielleicht 50 mal, werde ich sehen, dass alle Werte um 10m pendeln.

D.h. jede einzelne Messung für sich ist recht ungenau (Genauigkeit) und mit Fehlern behaftet, im Mittel passt es dann aber recht gut (Zuverlässigkeit).
Näher möchte ich nicht auf Statistik eingehen - es soll ja anschaulich bleiben, schließlich ist Sonntag!

Und genau so ist es bei unseren Tracks. Erst wenn genügend beisammen sind, kann man recht zuverlässig die Lage eines Objektes eintragen.
Und dann sind wir bei den 3-5 Metern (die ich immer noch für zu optimistisch halte) von denen immer gern geredet wird, wenns um “Genauigkeit” geht.

Messen kommt von Mist - ich messe Du mißt!