In einem Wald alle einzelnen Bäume eintragen zu wollen ist natürlich nicht sinnvoll.
Ich habe mal einen Baum, der als Naturdenkmal geschützt ist, als einzelnen Baum in einer Waldfläche eingetragen. So ein sich von den anderen Bäumen qualitativ deutlich abhebenden Baum in eine als Forest eingetragene Fläche einzuzeichnen, halte ich für gerechtfertigt. Aber eben nur so etwas, nicht das allgemeine Einzeichnen von Bäumen, wie in dem hier diskutierten Fall.
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
6
Wenn man sich den User mit hdyc ansieht bekommt man über frühere Usernamen und LinkedIn zu einem Master Geoinformation an der BHT. Entweder hat der zu viel Langeweile oder er missbraucht OSM für etwas, das so nicht gedacht ist.
@dieterdreist
Warum hältst du die Löschung für unbegründet, wie im CS kommentiert? Teilst Du nicht die Ansicht, dass auch Detailverliebtheit eine Grenze haben sollte? landuse=forest und natural=wood sagen aus, dass es eine baumbestandene Fläche ist. Welchen Mehrwert soll da das zusätzliche Mappen einzelner Bäume bringen? Zumal selbst auf den besten Luftbildern eine genaue Positionierung einzelner Bäume in einem Wald unmöglich ist. Und wenn die Bäume so weit auseinanderstehen, dass man einzelne Exemplare auf einer größeren Fläche klar voneinander unterscheiden kann, ist es eigentlich kein Wald mehr, sondern z.B. eine Wiese mit Bäumen, die dann auch separat erfasst werden können (aber nicht müssen!).
Und warum begegnen wir einem neuen User mal wieder mit Ablehnung und Vorwürfen statt ihn Willkommen zu heißen, konstruktiv auf unsere Konventionen hinzuweisen und vielleicht Alternativen vorzuschlagen? Einzelbaumdetektion ist gerade ein virulentes (und total legitimes) Thema, und für einen neuen User ist es nicht gerade intuitiv, dass OSM nicht der richtige Ort dafür ist, entsprechende Ergebnisse zu veröffentlichen.
Angepasster Crosspost meines CS-Kommentars, da es hier auch gut zum Thema/Threadtitel passt:
Hallo @Johannes_Gy, herzlich Willkommen bei OSM! In OSM vermeiden wir die Erfassung von Einzelbäumen in Wäldern, da es in der Natur der Sache liegt, dass es sehr viele davon gibt und sie sich regelmäßig verändern. Eine nachhaltige Pflege dieser Daten ist daher kaum möglich. Zudem ist die Erfassung der einzelnen Standorte nicht zuverlässig/genau genug möglich.
Ich könnte mir vorstellen, dass du (testweise?) mit Verfahren für Objekterkennung oder DGM-DOM-Differenzen gearbeitet hast? Das ist sehr spannend, aber OSM ist vermutlich nicht der beste Ort um die Ergebnisse zu hinterlegen (Seiten wie uMap könnten dafür besser sein, ohne die Ergebnisse direkt in die globale OSM-Datenbank zu laden).
Erzähl gern mehr zu deinem Ansatz oder Beweggründen, wenn du magst. Dann findet sich bestimmt eine gute Lösung, die auch ohne Upload in die OSM-Datenbank funktioniert.
ich denke zumindest dass es keine ausreichende Begründung ist zu schreiben deine Kartierung ist Quatsch weil ich den Sinn nicht erkenne. Die Kriterien die für die Mapbarkeit in OpenStreetMap festgelegt sind, stehen im Wiki dokumentiert. Welche Regel hältst du für gebrochen?
Ich mappe selber keine einzelnen Bäume im Wald, genauso wie die allermeisten anderen auch, das heißt aber nicht, dass es nicht sehr oft auch gemacht wird (nicht in osm, von Förstern). Wenn jemand im Millimeterbereich einzelne Steinchen oder Grashalme mappen würde, zöge ich auch die Augenbrauen hoch, aber Bäume? Die stehen viel länger als die meisten Läden, sind viele Meter hoch und breit.
Deine Argumentation ist ein bisschen so als sagte man: Die Stadt ist schon gemappt, wer braucht da noch die ganzen Gebäude, sind sowieso privat. Das sind unterschiedliche Ebenen, nur wenn die einzelnen Bäume gemappt sind kannst du sie auch weiter beschreiben. Klar, unsere manpower reicht bei weitem nicht aus, flächendeckend alle Bäume zu mappen, weltweit nicht aber auch nur in Deutschland nicht, mit seiner aktiven und relativ starken Community. Das war in OpenStreetMap aber schon immer so, dass in einem Ort schon die Straßenlaternen gezeichnet wurden während im Nachbarort noch die Gebäude gefehlt haben. Wenn punktuell in ein paar Wäldern die einzelnen Bäume gemappt sind, wo ist da der Schaden? Solange es stimmt.
Ich bin für Toleranz, wenn jemand in “seinem” Gebiet etwas ungewöhnliches entdeckt erstmal alles rauszulöschen und dem Ersteller an den Kopf zu werfen das sei alles Quatsch gewesen, das halte ich für schädlich. Erst schießen und dann fragen.
Das Problem ist, dass es eben im Normalfall nicht stimmt und auch vor Ort nicht verifizierbar ist. Versuch doch selber mal, in einem beliebigen Waldstück die einzelnen Bäume passgenau nach Luftbild zu mappen und dann vor Ort zu verifizieren.
No way! Selbst da, wo man glaubt, einzelne Baumkronen ausmachen zu können, stehen oft 2 oder 3 Bäume, deren Kronen ineinander verwachsen sind. Und kein handelsübliches GPS ist in der Lage, einen der so gemappten Bäume im dichten Wald präzise zu lokalisieren. Oder umgekehrt einzelne Bäume so genau als Wegpunkt aufzuzeichnen, dass man sie danach mappen könnte.
Es wird also lediglich eine Genauigkeit vorgetäuscht, die überhaupt nicht gegeben ist und die Realität nicht abbildet.
Da stimme ich Dir durchaus zu, der Ton macht die Musik, wie ja auch @Supaplex030 geschrieben hat.
das ist mir klar, dass es mit einem Luftbild nicht geht (zumindest nicht mit einem Sommerbild, mit einem guten Winterbild geht es im Laubwald sicherlich). Aber es geht natürlich, dass man die Lage einzelner Bäume vermisst. Und auch das Aufmaß von jemand anderem vor Ort zu verifizieren ist natürlich möglich. Es macht allerdings eine Menge Mühe, das gebe ich zu. GPS braucht man dafür nicht zwingend, es reichen ein paar Schnüre und ein Maßband ;-)
Wenn die Mapper am Anfang die hier anscheinend mittlerweile vorherrschende Einstellung gehabt hätten, dann gäbe es OpenStreetMap heute überhaupt nicht in dieser Form. Als die ersten Bäume in der Stadt gemappt wurden, haben das auch viele mit Fragezeichen versehen, heute ist es weitgehend unbestritten (?) dass das nicht nur möglich ist, sondern auch einen Mehrwert bietet.
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
13
Nachdenken und erst dann schreiben! Überlege mal… was wäre die Alternative?
Wäre es dann deiner Meinung nach besser, landuse=forest und natural=wood als deprecated zu setzen und baumbestandende Flächen ausschließlich nur noch mit natural=tree zu erfassen? Viel Spaß dabei aber nicht mit mir!
Nun, ich hatte so ein Gefühl… @Mammi71 zeigte danach in die richtige Richtung.
laut How did you contribute to OpenStreetMap? ist stand jetzt 1 (!!) highway-Segment angefasst/bearbeitet/erstellt worden und 1859 natural-Objekte… Auch seinen CS-Kommentaren nach sonst ausschließlich nur natural=tree… Nachtigal, ich hör dir trapsen… Da ist was faul im Staate…
Nach meinem CS-Kommentar schrieb mir der User hingegen leider nur per PN bereits am Dienstag, daß ich mit meinem Kommentar recht habe und er dieser Edits entfernen würde… Nach einer Karenzzeit bin ich dann selbst aktiv geworden.
Ist das tatsächlich eine Regel, die ein Löschen begründet? Der eine findet lit=yes KISS und löscht dann alle Straßenlaternen. Ein landuse=residential ist auch mehr KISS als alle Gebäude inkl. dem ganzen 3D-Schnickschnack. Usw. usf.
(Ich persönlich mappe nur spezielle Bäume im Wald als natural=tree.)
Übrigens: Ein landuse=forest bedeutet nicht zwingend, dass dort Bäume stehen.
Was soll dieser Ton hier? Das ist doch kein Umgang. Ich wünsche mit einen respektvollen Umgang, bei dem man die Äußerungen und Gedanken des anderen ernst nimmt. Ich vermute, dass Du nicht mit @dieterdreist so reden würdest, würden wir persönlich am Tisch bei einem Mappertreffen sitzen.
Wir löschen nicht etwas, weil es “im Normall nicht simmt”, sondern erst nachdem wir uns davon überzeugt haben, dass etwas tatsächlich nicht stimmt. Und selbst dann gilt zunächst der Grundsatz: Verbessern, statt zu Löschen.
Angenommen die Position der Bäume stimmt nicht (was auch bei vielen anderen Objekten in OSM der Fall ist), aber die Anzahl. Oder die Dichte? Das wären dann schon Daten, die man dann zumindest an die Fläche übertragen könnte.
Jedenfalls gebe ich @dieterdreist insofern recht, dass die natural=tree-Objekte jetzt auch nicht wirklich stören und etwas mehr Toleranz gut wäre.
Ich frage nochmal: Mit was kann sich ein Sinn ergeben, mitten in einer Fläche, die als landuse=forest erfasst ist, zusätzlich eine große Zahl an Punkten mit natural=tree zu erfassen? Was?
Ich habe bereits erläutert, daß der Erfasser mir per PN meiner Meinung zugestimmt hat… Wo ist nun für Euch noch das Problem…