Galbinus
(Galbinus)
17
Es ist meines Erachtens auch nicht sinnvoll, ständig iD-Nutzern vorzuhalten, sie seien quasi unbelehrbar, wenn sie nicht aus JOSM umstiegen. Während sich nun Kreuzschnabel pikiert äußert, dass er sich in die Rolle eines Außenseiters gestellt fühlt, geht es mir so seit langem als iD-Nutzer, der schon zwei ernsthafte Versuche eines Umstiegs auf JOSM hinter sich hat, sich dann aber letztendlich dazu entschlossen hat, bei iD bis auf Weiteres zu bleiben und statt eines Umstiegs lieber darauf zu achten, Fehler zu vermeiden, die man mit dem iD machen kann.
Ja, ich mache Mapping-Fehler, würde aber auch Fehler bei der Nutzung von JOSM machen.
Es ist meines Erachtens auch nicht zielführend, Statistiken anzuführen, wonach JOSM-Nutzer weit mehr zu OSM beitrügen oder iD-Nutzer weit mehr Fehler produzierten. Solche Statistiken berücksichtigen nicht, das iD von weit mehr Anfängern und Gelegenheitsmappern genutzt wird als JOSM, ergo der durchschnittliche JOSM-Maper allein deswegen mehr produziert und weniger Fehler macht.
Unfreiwillig erzeugte Fehler wie z.B. fehlerhafte Relationen kann man als iD-Nutzer erkennen und korrigieren, wenn man die entsprechenden Tools (z.B. von geofabrik) kennt und nutzt. Zudem enthält der iD auch zunehmend Fehlerwarnungen etc. - Hinweise auf typische Fehler und Möglichkeiten, diese zu erkennen und zu korrigieren sind wichtig und hilfreich.
Vielleicht sollte man bei solchen Diskussionen allgemein ein wenig weggehen von JOSM- versus iD-Nutzer - ich habe jedenfalls noch nie einem JOSM-Nutzer vorgehalten, er solle mal auf iD umsteigen, wenn es um bestimmte Probleme ging, die man als iD-Nutzer nicht gehabt hätte.