In OSM ist der Streifen rechts der Poller als amenity=parking eingetragen. Das sehe ich hier eher nicht, da keine Markierung vorliegt. Für die Straße gilt generell parking:both=separate.
Links im Bild (nicht zu sehen) ist der Eingangsbereich eines Gebäudes und zwei mal täglich halten dort mehrere Fahrzeuge, um Passagiere ein- und aussteigen zu lassen. Alles fein, aber der Bereich ist halt kein (ausgewiesener) Parkplatz.
Würdet ihr das stehen lassen oder löschen?
Danke für eure Einschätzung.
Beim Parken bleiben 3.8 Meter für den fließenden Verkehr übrig. Insofern kann diese Fläche zum Abstellen von Fahrzeugen unter Berücksichtigung § 12 Abs. 3a StVO genutzt werden. Ich halte daher den Eintrag für richtig.
Da keine Markierung vorhanden ist, könnte man markings=no ergänzen.
Beim Parken bleiben 3.8 Meter für den fließenden Verkehr übrig. Insofern kann diese Fläche zum Abstellen von Fahrzeugen unter Berücksichtigung § 12 Abs. 3a StVO genutzt werden.
das wird dann aber schon recht eng für jemanden der gegenüber ein- oder ausparken möchte, insofern sehe ich da schon Konflikte mit §12 Abs.3 2+3:
(3) Das Parken ist unzulässig
…
2.
wenn es die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert,
3.
vor Grundstücksein- und -ausfahrten, auf schmalen Fahrbahnen auch ihnen gegenüber
Meine Frage bezog sich ursprünglich nicht auf den juristischen Aspekt. Ich danke euch natürlich trotzdem für eure Beiträge, da es auch berücksichtigt werden sollte.
Mir ging es grundsätzlich um die Konsistenz des Taggings, da solche “nicht markierte, aber vermutlich zulässige Flächen” hier in der Umgebung mehrfach vorhanden sind.
Ist es tatsächlich sinnvoll, jede vorhandene Fläche, die nicht ausdrücklich dafür vorgesehen ist, als solche zu kennzeichnen? Dann würde man wahrscheinlich alleine hier in der Umgebung 100 verschiedene Spots taggen können. Macht das jemand?
Nach ein wenig weiterer Recherche kommt meiner Meinung nach dieser Abschnitt eher für den Tag parking:right:lane in Frage.
Was ist für solche Situationen die “Tradition/best practice”? Unterteilt ihr die Straße bei sowas?
Für mich beruht die ganze Überlegung auf der Frage: Soll OSM ein “digitaler Zwilling” sein oder gilt eher K.I.S.S.?
ja, in Berlin haben wir z.B. versucht, alle Straßen hinsichtlich der Parkmöglichkeiten und -verbote detailliert zu erfassen. Solche Flächen gehören entweder zur Straße (z.B. street_side, on_kerb, oder shoulder, wenn es nicht gleich lane ist, also auf der Fahrbahn), oder sie sind auf Grundstücken und dann sind sie normalerweise surface (oder multi storey, underground…)
Wenn es keine Schilder gibt ist die Situation für neben der Straße liegende befestigte Flächen oft nicht ganz klar, weil es evtl. zum Gehweg gehören könnte oder shoulder sein könnte, und weil man nicht unbedingt Zugang zum ALKIS hat um die Grundstücke zu sehen oder weil selten auch mal die Grundstücke nicht übereinstimmen (Parkplätze liegen halb im Straßenraum halb auf einem Privatgrundstück etc.). In den Städten ist es allerdings eher rar dass es keine Schilder gibt.
Hmja, ich hatte Anfangs auch die Straße zerschnippelt, um das Parken an den Straßen-way zu taggen.
Bei oft wechselnden Situationen entlang einer Straße wird das aber so ein Flickwerk, dass ich damit nicht mehr zufrieden war: Weiträumig geltende Eigenschaften wie Oberfläche, beleuchtet, Geschwindigkeit musste man dann auf viele Stückchen einzeln eintragen. Daher bin ich umgestiegen und trage an solchen Stellen immer separat karierte Parkstände ein.
Hmm, passiert das deiner Erfahrung nach so häufig? Habe mir vorgestellt, das wäre recht statisch. Ich würde natürlich nicht jede temporäre Änderung (Umzug) abbilden.
Weiträumig geltende Eigenschaften wie Oberfläche, beleuchtet, Geschwindigkeit musste man dann auf viele Stückchen einzeln eintragen
Klappt recht gut mit SHIFT + Click, damit kann man auch mehrere Abschnitte in einem Rutsch ändern.
Erst mal eine lange Gerade ziehen, mit den häufigsten Eigenschaften versehen und dann zerschneiden und einzelne Attribute festlegen. So habe ich das gemacht.
War nicht schnell, aber finde ich machbar.
Sorry, das war nicht deutlich genug. Ich meine: Bei oft entlang der Straße wechselnden Situationen.
Ja, aber nicht bei jedem Editor hat man Shift und Maus. Extrembeispiel StreetComplete… Man sollte ja auch beachten, dass es für die Mapper nach einem einfach wartbar bleibt.
In deinem Beispiel würde ich es nicht an den Weg hängen, sondern die Fläche auf der Fahrbahn separat eintragen: Es sind ja schon alle drei anderen (Quer-)Parkstand-Flächen separat eingezeichnet in dem Straßenstück zwischen den nähsten beiden Kreuzungen. Dafür finde ich es nicht kis und nicht konsistent, den Weg aufzutrennen und für 5m die Art der Eintragung der Parkstände zu ändern.
normalerweise eher nicht, ein Auswerter wird das selbst machen (Straßenbreite schätzen und dann verschneiden mit der querenden Straßenbreite und dann die 5 m vom Schnittpunkt der Ränder abziehen), außer man splittet die Straße sowieso wegen Belagswechsel etc.), dann würde ich in der Kreuzung no taggen.
Okay, kann ich verstehen, dass das mobil ungünstig werden kann.
Generell bleiben die grundlegenden Eigenschaften einer Straße und ihrer Abschnitte (Belag, Beleuchtung) über eine lange Zeit gleich. Wie oft muss das ad hoc geändert werden?
Generell denke ich, dass man bei Angaben, die man selbst mobil nicht anpassen kann entweder einen Hinweis hinterlässt oder es später am PC ändert, so mache ich das aktuell.
Hinzu kommt: Die von mir umgesetzte Änderung hat “fmc_5” (FixMyCity) an anderer Stelle ebenso angelegt. Daran habe ich mich orientiert,
Außerdem ist das Taggen mit “separate”, “lane” usw, wenn man sich ans Wiki klammert, zumindest nicht verpönt.
Wie habt ihr das seinerzeit gehandhabt @dieterdreist? Deine Aussagen weiter oben lesen sich für mich so, als hättet ihr das auch sehr feingranular abgebildet. Oder habt ihr “nur” Parkflächen eingezeichnet?
wir haben Eigenschaften auf die Mittellinie der Straße getaggt (Position, Ausrichtung, Fee, zeitliche Beschränkungen etc.) wenn die Flächen nicht markiert waren und ansonsten haben wir explizite Flächen wie markiert gezeichnet und dort die tags angebracht (und “separate” auf dem Highway getaggt). Wir haben den Spagat versucht einerseits möglichst genau zu taggen und andererseits die Straßen nicht extrem zu zersplitten, grundsätzlich sind eigene Parkflächen hilfreich wenn man das Zersplitten reduzieren will, aber wenn die Flächen nicht markiert sind ist es eine Interpretation. Was für detaillierte Parkraumerfassung ebenfalls wichtig ist sind die Ein- und Zufahrten zu privaten Grundstücken, die fehl(t)en noch sehr oft selbst in Berlin, sind aber wichtig weil man da nicht parken darf.
In deinem Bild im ersten Post stehen die Querparkplätze rechts glaube ich außer Diskussion, separate würde ich da auch sehen, gegenüber vor den Pollern müsste man sehen wieviel Platz noch bleibt für die Querparker zum Ausparken, aber insbesondere sähe ich dort keine expliziten Parkflächen da nicht markiert.
Ach ja, und wir haben das Konzept des “Überschreibens” verwendet: wenn die ganze Straße z.B. an der Mittellinie mit Parallelparken getaggt war (üblicher Default) und da dann einzelne Behindertenparkplätze markiert waren, oder Ladeparkplätze, dann haben wir diese Stellen an der Mittellinie (highway) nicht verändert, also dort keine Lücken geschaffen, sondern nur die explizit markierten Stellplätze zusätzlich eingetragen