woodpeck
(Frederik Ramm)
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Anstelle einer Antwort im DWG-Ticket gebe ich gleich hier meinen Senf ab:
Zunächst einmal ist es die Aufgabe der DWG, den Community-Konsens Uneinsichtigen gegenüber durchzusetzen, und nicht, sich einen Community-Konsens zu überlegen, wenn die Community selber nicht weiss 
Im Grunde hat niemand ein Recht darauf, dass ein klar auf dem Luftbild erkennbarer Weg nicht eingetragen wird, egal ob es Privatgrund ist oder nicht. In Extremfällen könnte das in den Datenschutz hineinreichen, aber dazu müsste das Bild schon extrem gut aufgelöst sein und man müsste an dem Layout des Weges erkennen können, was das Hobby des Bewohners ist oder so. Ist also hier eher nicht der Fall.
Dennoch würde ich dafür plädieren, hier einfach fünfe gerade sein zu lassen und den Weg nicht einzuzeichnen. und zwar aus folgenden Gründen:
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Die Karte wird durch das Fehlen des Weges vielleicht ein bisschen schlechter, aber der Leidtragende davon ist in der Hauptsache der Bewohner. Er ist im Zweifel schlechter erreichbar, zu ihm brauchen Paketdienst, Ambulanz und Feuerwehr eventuell länger. Anders als bei der Löschung z.B. eines legitimen Wanderweges “weil die Wanderer mir immer beim Baden zusehen” oder so, wird hier kaum jemand in Mitleidenschaft gezogen.
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Wir wollen doch nicht als das böse Datenkraken-Projekt wahrgenommen werden. Selbst wenn wir von der Rechtssituation her diesen Weg eintragen könnten, es bricht uns doch kein Zacken aus der Krone, wenn wir es nicht machen. Wenn wir Dritten gegenüber freundlich auftreten und auch mal auf ihre unberechtigten Bedenken eingehen, gewinnen wir dadurch vielleicht auch eher Mitstreiter und haben einen besseren Ruf als Google, Facebook & Co.
Also ich würde sagen, “der Stärkere gibt nach” - langfristig, das wurde hier im Thread ja schon gesagt, wird eh jedes Jahr wieder ein neuer Mapper über den “fehlenden Weg” stolpern und ihn eintragen. Aber wir müssen es ja nicht grad mit Fleiß machen.
Bye
Frederik