Hi,

um das ganze mal zusammenzufassen:

In Maperitive hast du mit relation[network=lwn] Zugriff auf alle Wege, die in lwn-relationen stecken. Nicht aber auf die tags der Relationen.
Deshalb kannst du bunte Linien für Wanderrouten zeichnen, wie Igor es in seiner hiking.mrules vormacht. Mehr konnte Kosmos auch nicht. Im name-tag steckt nämlich weiterhin nur der Name des Weges, ebenso bei ref.

Mkgmap löst das Problem, indem die Relationstags als route_name und route_ref an alle Mitglieder der Relation gehangen wird. Das wird aber dann problematisch, wenn mehrere Routen den gleichen Weg benutzen.

Das py-Script oben hängt die refs dann wohl irgendwie hintereinander.

Osm2pgsql löst das Problem für Mapnik, indem zusätzliche Wege erzeugt weren, die nur die Tags der jeweiligen Relation haben. Für Routingzwecke ist der Ansatz natürlich nicht zu gebrauchen, aber die Collision detection für Schildchen und Beschriftung sieht ganz ordentlich aus.

Und dann wäre da noch der Map Composer. Nop hatte natürlich anfangs die gleichen Probleme wie du. Er legt einfach zusätzliche Knoten in den lokalen osm-Datensatz, die er für die Platzierung der Icons entlang der Routengraphen ausgesucht hat. Hier wird die collison detection also vom Renderer in den Composer verlagert. Die Icons legt der Map Composer auch gleich in ein eigenes Verzeichnis.

Du kannst jetzt natürlich dein Extrakt durch den Map Composer schicken, und den so erzeugten Kosmos-Datensatz probehalber mal Maperitive vorsetzten. Du musst dann nur in den osmc-rules für Kosmos schauen, welche tags er für die icons vergeben hat, und entsprechende Regeln für Maperitive erstellen. Die Routenbeschriftung in Maperitive schaltest du dann am besten ganz ab.

Im Prinzip könntest du mit den Autobahnicons genauso verfahren, da es ja für jede Autobahn Relationen gibt.

Gruß,
ajoessen