Am Rastplatz Werratal an der A4 hat ein Mapper einen Hinweis gesetzt und darauf hingewiesen, dass es dort einen Trampelpfad gibt, der das westlich liegende Gewerbegebiet mit dem Rastplatz verbindet, siehe:
Ich war gestern dort und habe festgestellt, dass es nicht nur eine Verbindung zwischen den beiden Arealen gibt, sondern gleich 3, die alle rege in Benutzung sind, weil viele Kunden des Gewerbegebietes zu Fuß zur Raststätte rüberlaufen, um dort das FastFood Angebot zu nutzen. An einer Stelle haben sich die Nutzer sogar eine Treppe aus Sperrholzplatten und festgestampfter Erde gebaut, um die Böschung bequem überwinden zu können .
Ein anderer Mapper hat den Hinweis geschlossen mit der Bemerkung:
“Wir zeichnen in OSM nichts verbotenes / Illegales ein. Punkt aus basta!”
Mal völlig unabhängig davon, ob es legal ist, über eine Leitplanke zu steigen oder nicht, halte ich es für etwas anmaßend, hier im Alleingang entscheiden zu wollen, was dort gemappt werden darf und was nicht. Ich habe den Kollegen @Der_Wilderer hierher eingeladen, um seinen Standpunkt darzulegen.
Sobald es Einigkeit gibt, werde ich zumindest 2 der Wege mappen.
Aus meiner Sicht gehört der Weg (unabhängig davon wie viele das jetzt genau sind) gemapped, da er real existiert.
Wenn ich mir das im Luftbild anschaue ist der Wege deutlich zu erkennen. Da Du @Map_HeRo das vor Ort verifiziert hast, sollte auch so gemapped werden.
Abgesehen davon finde ich die Aussage des Kollegen
ziemlich anmassend.
Erstens stimmt das so nicht. Wir zeichnen das was vor Ort sichtbar ist (manchmal auch ein wenig mehr).
Zweitens ist da auch nichts Verbotenes dran, also ist die Aussage zudem unerheblich.
Danke, so ist es auch on the ground. Der Platz wird vermutlich als inoffizieller Mitfahrparkplatz von Pendlern benutzt, die dann von dort auf den Rastplatz laufen und sich dort mitnehmen lassen. Das ist einer der vorhandenen und viel genutzten Zugänge.
Danke, wäre nicht nötig gewesen, da ich dort gestern eine ganze Reihe Details aufgenommen habe, die ich gesammelt heute Abend einarbeiten will, einschließlich der Trampelpfade.
Diesem Leitplankenthema begegne ich regelmäßig: Nicht-befestigte Wege, manchmal Trampelpfade, “enden” an der Leitplanke einer oft vielbefahrenen Straße. Manche beschweren sich, dass die fehlende Verbindung nicht gemappt wird, da sie eine Abkürzung darstellt, andere darüber, dass sie vom Router dorthin geschickt wurden und ihr Rad nicht über die Leitplanke heben können.
Was ist hier die beste Lösung ? Verbinden und eine punktförmige Barriere erfassen ?
Hier ist es so, dass einer der Wege tatsächlich an der Leitplanke von der Einfahrt zu den Parkplätzen endet. Ich habe vor, das genau so zu erfassen, wie es vor Ort zu sehen ist: Der auf dem Boden sichtbare Trampelpfad endet an der Leitplanke, auf der anderen Seite ist Asphalt, da kann man in mehrere Richtungen weiterlaufen. Die Leitplanke werde ich dort in ganzer Länge einzeichnen, eine Verbindung darüber hinweg habe ich momentan nicht vorgesehen.
Zum Thema “wir mappen keine illegalen Sachen” ist viel Richtiges gesagt worden. Ich erkläre es Dritten gegenüber gern auch so: “Wenn ein Haus ohne Baugenehmigung errichtet wurde, dann tragen wir das trotzdem ein, denn es ist ja nunmal da und man will sich nicht den Kopf dran stoßen, egal ob legal oder illegal.”
Die Leitplanken sind nicht dazu da um sie einfach zu übersteigen, um so aufs Nachbargrundstück zu gelangen. Gleiches gilt für illegale Trampelpfade über Bahngleise oder durch ein Loch im Zaun. Solche illegale Sachen haben in einer Landkarte absolut nichts zu suchen. Und wenn Ihr das nicht einsehen wollt, dann ist das Projekt OSM für mich gestorben.
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Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Und ein weiterer Fall von Kindergartenverhalten:
mit dem Fuß aufstampfend “Wenn Ihr das nicht so macht wie ich will …!”
Leitplanken sind in erster Linie dafür da, dass ein dusseliger Autofahrer nicht einfach an Stellen von der Straße herunterfahren kann, an denen das lebensgefährlich wäre. Kein Gesetz besagt, dass Leitplanken nicht von Fußgängern überstiegen werden dürfen.
Anders ist es bei Bahngleisen, die dürfen generell nicht betreten werden (§ 64b EBO). Daher würde ich persönlich einen Trampelpfad, der über noch befahrene Bahngleise führt, auf beiden Seiten des Gleisbettes enden lassen. Es gibt aber auch Mapper, die in so einem Fall den Trampelpfad über die Gleise führen (sofern er dort als solcher erkennbar ist) und den entsprechenden Abschnitt mit access=no taggen. Gab dazu mal eine Diskussion vor ein paar Jahren.
Das kann jeder Landkartenanbieter sich selbst überlegen. OSM ist “nur” eine Geodatenbank. Sie ist neutral und offen für alle Anwendungen. Auch für Anwendungen, die aufzeigen wollen wo überall regelmäßig illegal Bahnschienen überqueert werden. Dann kann man Maßnahmen dagegen ergreifen oder nachvollziehen wo evtl. legale Wege fehlen.
Ihr immer alle mit eurer Datenbank. Die Datenbank irgendwo versteckt im Hintergrund interessiert mich nicht. Mich interessiert die Landkarte. Aber was da für accesse hinterlegt sind, wie z.B: no, yes, forestry, agriculural, private usw. Oder wie schwer / breit ein Fahrzeug, oder ob ich da überhaupt lang fahren darf sehe ich beim Aufruf der Karte nicht.
Ich hatte den Hinweis letztes Jahr erstellt. WIR hatten bei ENBW geladen und die Pause mit Macces und Servays verbracht.
Man muss nicht wirklich über die Leitplanke steigen, sondern kann auch auf der Grasseite an dieser entlang bis an ihr Ende, laufen. Von da kommt man dann auch besser rüber Richtung Tanlstelle.
Das ist natürlich eine äußerst realistische Vorgehensweise, die sich am Anspruch stößt, mit osm ein sinnvolles abstraktes Datenmodell zu generieren. Wir zeichnen generell Verbindungen auch dort ein, wo sie nicht unbedingt optisch klar erkennbar sind, insbesondere wenn es sich nur um ein paar Meter handelt. Es gibt z.B. in Gebirgen ausgeschilderte Wanderwege in der freien Natur, die abschnittsweise für ein paar Meter nicht zu erkennen sind. Niemand würde anfangen, deshalb den Gesamtweg zu zerschneiden.
Wenn die Leitplanke als übersteigbares Hindernis angesehen wird, sollten die Wegen auch verbunden werden.