Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
688
Ich habe jetzt nicht im Detail nachrecherchiert (was am Handy schlecht geht) und gehe von Deiner Aussage aus:
Da in der Relation der Abschnitt von östlich der Lahnbrücke bis zur noch bestehenden Bahnbrücke in Dorlar fehlt, wurde dieser Abschnitt wohl von Dir gelöscht. Dann ist “SICHER nicht mehr sichtbar” stark zu bezweifeln. Ein Bahnabschnitt zwischen zwei Brücken liegt oft, mindestens teilweise, auf einem Bahndamm. Sicher nicht mehr sichtbar würde heißen, man habe den Bahndamm abgetragen. Bahndamm abtragen, aber den Bewuchs entlang der Strecke und vorallem die Brücken stehen lassen - extrem unwahrscheinlich!
DGM-Bilder bestätigen dies - da steht, nach wie vor, ein massiver Bahndamm, mind. 5m hoch. Und wenn hier an einer offensichtlichen Stelle ein railway=abandoned unberechtigterweise gelöscht wurde, dann sind alle weiteren Löschungen sehr kritisch zu hinterfragen.
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Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
689
nach grobem Drüberschauen kommt zwischen Wetzlar und Lollar ein razed allenfall in den Bahnhofsbereichen und an ehem. Bahnübergängen in Frage. Die Strecke dürfte zu mehr als 90 abandoned sein. Zahlreiche Bahnbrücken selbst und Straßenbrücken über die ehem. Bahnstrecke aufgereiht wie an einer Perlenspur und verbunden durch ein grünes Band sprechen da eine ganz eigene, aber deutliche Sprache.
Geht das trotz der Gleisreste schon als “abandoned” durch?
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Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
700
Aber den railway bitte zentimetergenau unterteilen in disused und abandoned.
Im Ernst: ob da Gleise liegen oder nicht ist auch nur eine grobe Orientierung. Wichtiger ist der Aufwand, den man für eine erneute Nutzung betreiben müsste. Auch das ist für den Laien oft schwierig.
Wenn ich nur wenige Meter Gleis erneuern müsste, z.B. Bahnübergänge, und ansonsten Freischneiden reicht um mit einer Draisine fahren zu können, dann tendenziell eher disused (ich weiß, dass man für echten Bahnbetrieb mehr machen muss).
Bei obigen Bildern reicht Freischneiden nicht, um Draisine fahren zu können. Klar abandoned.
Sehe ich genauso, war auch nicht ganz ernst gemeint, die Frage. Wollte eigentlich nur mal zeigen, was man da im Wald so an Resten findet, wenn man den aufgegebenen Strecken vor Ort nachspürt.
Keine Ahnung, aber es gibt eine Commons-Kategorie für die Bahnlinie (hab aus der Beschreibung “Ulsterbahn” gelesen), und die freut sich über deine guten Bilder: Category:Ulstertalbahn – Wikimedia Commons
Ja, das mache ich noch - bin gerade dabei, die vielen Fotos des letzten Jahres zu sichten/sortieren (das ist außer Mappen die beste Beschäftigung für Schlechwettertage) und dabei lade ich dann auch alle relevanten Bilder in commons hoch. Ist natürlich mit zusätzlichem Zeitaufwand verbunden, daher dauert das immer ein Weile.
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Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
704
Ich weiß.
Ich hoffe, Du hast wenigstens auf den Meter genau gemappt. So wie man gestrichelte Mittellinien auch als solid_line mappen kann, wenn man nur detailliert genug nano-kartiert…
Da ich aber aus meiner persönlichen inzwischen knapp 14jährigen OSM-Historie weiß, dass es Mapper geben soll, die das Wiki als Bibel sehen und wörtlich auslegen, wollte ich nur zeigen, wo meine persönliche Grenze zwischen disused und abandoned liegt
Von dieser Bahnstrecke ist m. E. gar nichts mehr erhalten geblieben, die Wege sind vermutlich mehr geraten als gewusst (ich glaube kaum, dass die Bahn einen perfekten 90°-Knick gemacht hat, wie man es an der Kreuzung Gießener/Heuchelheimer Straße sieht), und der ehemalige Bahndamm dient heute als Straßendamm für eine Umgehungsstraße. Ist das Kunst oder kann das weg?
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
706
Antwort: teils teils.
Zumindest Der Wikipediaartikel widerspricht Deiner Aussage, von der Bahn sei gar nichts mehr erhalten geblieben.
Im Gebiet der Gemeinde Biebertal sind weite Teile des Bahndamms noch heute erkennbar. Im Bereich der beiden Bieber-Querungen ist der Bahndamm mit Büschen überwuchert und die Brückenköpfe sind noch vorhanden. Weite Teile der Strecke Rodheim–Bieber und des Gleisanschlusses zu den Kalksteinbrüchen sind heute als Fuß- und Radweg ausgebaut.
…
Zur Erinnerung an die Bieberlies wurde Anfang September 2016 ein wiederhergerichteter Bahndamm der Biebertalbahn mit Gleisen und Hinweisschildern nahe dem ehemaligen Bahnhof Rodheim eröffnet.
Am 15. Mai 2020 wurde nach langer Suche durch den Heimatverein Rodheim-Bieber e. V. ein Personenwagon in das Gleis gehoben. Der Wagen wurde aus der Schweiz beschafft und ähnelt den Wagen der ehemaligen Bieberlies.
Hmm, jetzt bin ich armer Tropf auch noch Opfer eines beginnenden edit war. Ich habe nach langer Vorarbeit und genauer Überprüfung vor Ort die Strecken der ehemaligen Ulstertalbahn und Werratalbahn überarbeitet - die Streckenführung präzisiert, fehlende Teile ergänzt und auch die Passagen, die vor Ort restlos verschwunden sind (komplett überbaut, mehrfach überackert, selbst auf den DGM nicht mehr zu erkennen) gelöscht. Alle anderen Passagen habe ich belassen und bin dabei eher großzügig vorgegangen.
Es hat nur wenige Tage gedauert, bis ein anderer Mapper diese Passagen wieder alle neu erfasst hat. Ich habe einen der CS kommentiert, siehe Changeset: 178094855 | OpenStreetMap. Was tun, wenn der Kollege kein Einsehen hat? Die CS revertieren? DWG einschalten?