Das ist eine der interessantesten Aussagen zum Lizenzwechsel.

Wenn beispielsweise irgendjemand, idealerweise sogar ein Ablehner, nach dem Lizenzwechsel einen durch tägliche Updates aktualisierten Planetfile unter Creative-Commons-Lizenz anbietet, dann gäbe es rechtlich kaum eine Möglichkeit, ihn daran zu hindern. Schließlich hat ja jeder der Veröffentlichung unter CC- oder ODbL-Lizenz zugestimmt und die OSMF hätte kaum eine rechtliche Möglichkeit, das zu verhindern. Wenn die OSMF gegen eine Veröffentlichung unter CC-Lizenz klagen würde, dann würde das erstens lange dauern, zweitens wäre das Urteil ungewiss, drittens wäre die Presse äußerst negativ und viertens würden die Nutzer abwandern.

Falls die OSMF außerdem noch so dumm sein sollte, einen durch großflächige Löschungen kastrierten ODbL-Planetfile anzubeiten, dann wäre der gelöcherte ODbL-Planetfile für viele Nutzungen so unbrauchbar, dass sich dessen Nutzung von selbst erledigt.

Das ändert nichts daran, dass ich ODbL nach wie vor als besser geeignete Lizenz betrachte, aber sie sollte keinesfalls mit einem löchrigen Datenbestand beginnen. Notfalls muss man mit der Lizenzumstellung eben so lange warten, bis

  1. Creative Commons 4.0 herauskommt
  2. die Anzahl ablehnender Mapper auf unter 100 gefallen ist
  3. bis es keine Lücken mehr gibt, was IMHO unerreichbar ist. Allein in Niedersachsen wären 487.000 Knotenpunkte zu ersetzen - das entspricht etwa dem Vierfachen dessen, was der aktivste Mapper dort bis jetzt geleistet hat.

Gruß FK270673