Landnutzungsflächen Österreich

Hat wer Lust, sich den Landuses zu widmen?
Sind ja viele in Österreich einfach so ein bisschen - entschuldigt die Wortwahl - hingerotzt worden.

Das kann man doch sicher besser gestalten. Gerade was so Wohngebiete angeht. Hab’ da selber nicht die notwendigen Hintergründe um das abgrenzen zu können, inwiefern ein Wohngebiet anfängt und wo es endet. Freue mich daher über Leute, die da gerne mitmachen wollen und Kennnisse in solchen Fragestellungen haben.

Hallo Sebastian,

hast Du da ein bestimmtes Gebiet oder Thema im Auge?

Zu landuse gab es schon oft und lange Diskussionen und Überlegungen (siehe Forum, Wiki, etc.). Das Verbessern bestehender landuses, speziell wenn nicht (mehr) sauber gemappt, wird rasch sehr aufwändig.

Lass Dich nicht aufhalten, allerdings haben die Mitleser hier wahrscheinlich selbst genug zu tun. Konkrete Fragen sind einfacher zu beantworten.

Wirklich cool wäre, wenn jemand die AMA bittet, die InVeKoS Polygone nicht nur unter CC-BY 4 sondern auch der Odbl zu lizenzieren. Schon alleine die Referenzflächen aus https://gis.lfrz.gv.at/api/geodata/i009501/ogc/features/v1/ nutzen zu dürfen würde das landuse-mapping wesentlich beschleunigen.

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Damit man sich ein Bild machen kann davon was einem entgeht:

Die Adresse INSPIRE Geoportal Österreich aufschlagen und dort beim Plus “feldstuecke” eintippen, Jahr wählen, Zoomen.

Ich sehe dann dort “Ackerland”, “Grünland”, “Spezialkulturen” und “Almen”. Alles in derselben Farbe. Nach Klick aber in Popup beschrieben. OSM in den Hintergrund gelegt und Transparenz der Überlagerung angepasst. Kommt gar nicht so schlecht hin.

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Ich würde das einfach so mitnehmen beim regulären Mapping.

Sinnvoll erscheint mir zuerst mal die Landeshauptstädte zu machen, weil die Verteilung hier am Dichtesten ist.

Und dass halt jeder so seine Region macht. (Je nachdem, inwiefern man die aufteilen möchte - Katastralgemeinden, Wählersprengel …)

Und ja, das was Asa und Marwin beschreiben hilft da sicherlich auch. Das ist natürlich kein Ding von einem Wochenende. Mich allein würde es so um die fünf Jahre an moderater Arbeitszeit brauchen. Hinzugerechnet, dass ich dabei effizientere Methoden erlerne und, dass kontinuierlich Daten aus den Vermessungen zugänglich werden, wohl so um die zwei Jahre.

Dann gibt es natürlich noch das Thema der Flächenumwidmungen - wo wir als Geodäten auch keinen unwesentlichen Teil in den Daten spielen.

Das Thema kann man natürlich schnell vom Hundertsten ins Tausendste betreiben.

Zwei Dinge die mir konkret anufgefallen sind - die Böschung der Donau in Wien wird meist bei der Flussfläche nicht berücksichtigt und grenzt an die Stütztmauer oder an die Oberkante von Zugangstreppen an. Das so ziemlich über die gesamte Länge, die mit der Mehrzweckkarte (situation) ersichtlich ist.

Wohngebiete, die teils Straßenabschnitte diagonal queren oder durch Gebäude laufen.

Parks und dergleichen umfasssen teils noch die Schnellstraße.

Summa summarum einfach ein wenig was zu machen. Wenn die Verwalter der Flächen, wie die Bundesforste, konkret und effizient zu der OSM beitragen, ist uns auch schon geholfen.

Schlussendlich müssten wir ein paar Leute in der Verwaltung motivieren von Datenkonsumenten zu Datenerzeugern und –Verwaltern zu werden.

Das wären mal so ein paar Gedanken.

PS: Vor einem Jahr war diese AMA Karte noch großzügiger in dem was auf den ersten Blick erscheint, ich meine mich erinnern zu können, damals konnte man noch zwischen Acker und Wiese farbliche Unterschiede sehen. Bleibt aber, dass sich das von Jahr zu Jahr ändern kann. Nicht sicher wie openstreetmap da mithalten will? Die Feinaufteilung nach Grundeigentümern sollte meines Erachtens jedenfalls draußen bleiben.

So habe ich es bislang auch immer gemacht. Mir geht es hauptsächlich um die Verbesserung von Residential Areas sowie Waldgrenzen.

Was ist da bei Landuses so euer Hauptfokus?

Dringend davon abraten möchte ich, jeden Acker und jede Parzelle als separaten landuse anzulegen. Es geht um die “vorwiegende Nutzung” eines Gebiets, nicht um vermessungstechnische Genauigkeit oder Klassifizierung.

Je nach lokalem Detailgrad wird der landuse mal detaillierter oder verallgemeinerter gemappt sein.

Wenn’s hilft, kann ich gerne mal meine (ganz persönlichen) Leitlinien beschreiben.

  • landuse ist exklusiv, somit nicht gestapelt. Es gibt Fälle, in denen Mapper (aufgrund einer Diskussion in grauer Vorzeit) z.B. Wiese über Wald mappen, weil der Standard-Renderer die Baum-Signatur zuletzt malt und somit der Eindruck von “Wiese mit einzeln stehenden Bäumen” entsteht. Das ist Mapping für den Renderer.

  • landuse endet am Straßenrand (bis unclassified bzw. Eisenbahn bzw. flächig gemapptes Gewässer). Feldwege (!), Forststraßen und darunter werden nicht freigestellt. Fallweise braucht es Kompromisse (z.B. Gehsteige oder Radwege im verbauten Gebiet; Straßen in Gewerbegebiet).

  • Benachbarte landuses gleichen Typs werden zusammengefasst.

  • Hausgärten sind residential.

  • Straßenbegleitgrün (Böschungen, Blumenbeete, Grasflächen, Bankette, etc.): ja, wenn signifikante Fläche oder Mikromapping mit area:highway (letzteres nur probehalber auf einem kleinen Abschnitt).

  • landcover verwende ich aktuell nicht. Kann man ergänzend machen, aber die Verbreitung des Tags ist gering.

  • Datenquelle ist i.d.R. Orthofoto oder survey, allenfalls basemap.

  • S.a. DE:Landnutzung, Neukölln (ausgenommen Verwendung von residential für Gehsteige), Roßleben (aber Unterlegung von Feldwegen mit Gras bzw. Eisenbahn mit Wald zu hinterfragen).

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Zu deinem Straße im Wald unterbricht kein Landuse - ich nehm “die Straße” oder “den Weg” oder “den Bach” manchmal her um ein überdimensionales Polygon praktisch aufzuteilen. Und/Oder um kein Multipolygon machen zu müssen.

Beim Rest geh ich sonst ganz gut mit. Ich finde, man sollte mal was zu landcover machen. Macht teilweise viel mehr Sinn meiner Meinung nach. Aber ja, Thema für einen eigenen Thread.

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Um Missverständnisse zu vermeiden: natürlich kann man eine Fläche mal aufteilen, damit sie handhabbar bleibt. Ich bezog mich speziell auf das Freistellen, also dass die Forststraße vom Waldpolygon ausgenommen wird. Bin also ganz bei Dir.

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