Was spricht dagegen Haupteingang und Anschrift zur genauen Zielfindung in verwinkelten Umgebungen bzw. bei Wohnblocks zu kombinieren, wenn real direkt vorm Haupteingang die Hausnummer hängt und die Position bekannt ist?
nichts spricht dagegen und du weißt genau um was es geht, nämlich dein “einfach mal drauf los” und deine “Tests” ohne Rücksicht auf irgendwas - und das hast du eigentlich schon von mehreren Seiten, zuletzt von @PPete2 hier mitgeteilt bekommen.
Für alle die es nicht mitverfolgt haben ein paar Beispiele:
entrance-Nodes mitaddr:mitten am Gehweg vor den Gebäude und ähnliches “um das Routing zu testen”: Changeset: 187912103 | OpenStreetMap- Taggen da “Wegweiser sind visuell auf der OSM Karte relevant” … aber leider OTG nicht vorhanden: Changeset: 187977912 | OpenStreetMap
bzw. vonname=Zufahrt zu xyaufnodeszu touristischen Wegweisern die keine sind: Changeset: 187962751 | OpenStreetMap
uvm.
Bei Interesse einfach mal die letzten (vor allem kommentierten) CS durchsehen …
die Kombination von Haupteingang und Anschrift zur genauen Zielfindung in unübersichtlichen Wohngebieten ist kein herumtesten, sondern eine klare Verbesserung.
Kartierung erfolgt in verschiedenen Stufen, je nach Ortskenntnis des Kartieres:
- Stufe 1: Grobe Einzeichnung einer Gebäudefläche anhand eines Luftbildes
- Stufe 2: Anpassung der Gebäudefläche an basemap und Vergabe einer Adresse
- Stufe 3: Einzeichnung der Zugangswege
- Stufe 4: Einzeichnung des Hauseinganges
- Stufe 5: Kombination Hauseingang und Adresse (wenn man weiß, dass Hausnummer neben Haupteingang steht
Ja, es wurde ausprobiert, ob damit im OSM die Route korrekt berechnet wird. Ist das schlimm? Nein.
ich habe “Wegweiser” ausgewählt ohne zu checken, dass das mit Tourismus assoziiert ist.![]()
Stufe 5 ist mir unklar. Es gibt reichlich Beschreibungen, wie Router (Edit: eigentlich Geocoder) in OSM funktionieren, und wo deren Grenzen aktuell liegen. Daran ändert auch diverser Tagging-Voodoo nichts. Einfach mal lesen.
Es wurde bei Zugangspunkten zu mehreren Objekten, welche auf einem Weg liegen, der von Straße wegführt, “Zugang zu ON…”, “Zufahrt zu ON…”
(Inzwischen sind diese Nodes nicht mehr da)
- Bei einer Wohnanlage ist ausdrücklich ein Schild “Zugang zu ON…”
- Bei den anderen Wohnanlage leitet sich das aus Fahrverbotsschild ab.
- Und bei der am meisten diskutierten Wohnanlage handelt es sich um eine Privatstraße
Aus dem Schild Privatstraße lässt sich “Zufahrt zu ON ableiten”
Alles hat reale Situation beschrieben.
Ursprünglich waren die nodes direkt am Beginn der Linie - was laut @fs_LT nicht zulässig ist.
Das Prinzip von OSM lautet aber “ground truth”. Man leitet nicht ab oder trägt ein was da sein sollte, sondern was da vor Ort ist, also was ein anderer Mapper genauso beobachten könnte.
- nein, aus einem Fahrverbotsschild leitet sich ab, dass lt. StVO hier nicht gefahren werden darf und sicher kein “Zugang zu ON”
- was hat das mi einer “Privatstraße” zu tun? Diese Frage hast du mir direkt im CS auch schon nicht beantwortet. Jedenfalls lässt sich auch aus einem Schild “Privatstraße” kein “Zugang zu ON” ableiten
- Du magst der Meinung sein, dass es die reale Situation beschreibt, aber OTG ist nichts zu sehen von Schildern mit “Zugang zu ON” (was du mit deiner Mapillary-Quelle sogar selbst gezeigt hast) und das zählt
Meist sucht man, wenn man eine Adresse eingibt, eigentlich den Haupteingang. Existiert darauf nicht die Adresse und/oder gar kein Haupteingang, wird dieser nicht gefunden, sondern irgendeine Route berechnet zu dem Punkt wo die Adresse hinterlegt ist.
Das ist vor allem ein Problem in unübersichtlichen Wohngebieten, bei Einfamilienhäusern ist es eher vernachlässigbar, weil man dann dort vor Ort meist rasch den Eingang findet.
Ein Beispiel für schwierige Umgebungen in Stadt Salzburg ist die General-Keyes-Straßen Siedlung:
und ein weiteres Beispiel das Gebiet um Bessarbierstraße/Stauffeneggstraße, wo alles sehr verwinkelt ist und an einigen Stellen aufgrund Zäunen kein Durchkommen ist - da ist es deshalb wichtig, dass die Adresse mit dem Haupteingang verknüpft ist
das würde jeder Mapper genauso beobachten, weil man sieht “Privatstraße” = Zufahrstraße und schaut dann, welche Gebäude auf der Zufahrtstraße liegen.
Es muss nicht immer alles explizit vor Ort stehen, dass man es taggen darf. Man leitet ja auch von Spielstraße oder Fahrradstraße eine Höchstgeschwindigkeit ab, ohne dass diese auf der Tafel steht.
ich habe “Wegweiser” ausgewählt ohne zu checken, dass das mit Tourismus assoziiert ist.
@wolfbert hätte die Lösung dafür schon erwähnt:
Einfach mal lesen.
Zurückkommend auf das eigentliche Thema, ich kann dort wo die baulichen Gegebenheiten es erfordern (und das für jeden Mapper offensichtlich ist), den Haupteingang mit der Adresse verschmelzen, ohne dass ich jemanden dazu befragen muss, korrekt?
das würde jeder Mapper genauso beobachten, weil man sieht “Privatstraße” = Zufahrstraße und schaut dann, welche Gebäude auf der Zufahrtstraße liegen.
- sei mir nicht böse, aber jetzt wird es lächerlich; wie kommst du auf die Idee, dass ein Schild “Privatstraße” eine Grundlage ist um irgendwo auf einen
nodeeinname=Zufahrt zu ON xyzu setzen?
Es muss nicht immer alles explizit vor Ort stehen, dass man es taggen darf. Man leitet ja auch von Spielstraße oder Fahrradstraße eine Höchstgeschwindigkeit ab, ohne dass diese auf der Tafel steht.
- doch, eigentlich muss schon alles OTG sein, das is eigentlich eine der Grundregeln … dieser Artikel wäre überhaupt als Lektüre ideal: DE:Good practice - OpenStreetMap Wiki
- und deine Argumentation ein Schild “Privatstraße” sei als “Zufahrt zu ON xy” zu interpretieren mit der Aussage die ein Verkehrsschild beinhaltet zu vergleichen ist vielleicht etwas “gewagt”;
ein Verkehrsschild ist wie ein Platzhalter für eine Reihe an Regeln die darin zusammengefasst sind; klare und eindeutige und sogar in Verordnungen und Gesetzen definierte Regeln
du muss eigentlich nichts “verschmelzen”, es genügt den Haupteingang zu taggen, den Rest macht ein guter Router dann selbst
Ich beschreibe das mal grob für Nominatim (über andere Geocoder können wir nur raten, das könnte jeder anders machen).
-
Befindet sich die gesuchte Adresse auf einem Punkt, dann ist das die Zielkoordinate.
-
Ist es eine Fläche, dann wird der Flächenmittelpunkt genommen (“centroid”), außer
- auf dem Umriss gibt es einen
entrance-Knoten, dann dieser - auf dem Umriss gibt es einen
routing:entrance-Knoten, dann dieser
- auf dem Umriss gibt es einen
Der Router sucht den nächstliegenden highway und versucht, unter den festgelegten Einschränkungen einen Weg zum Ziel zu finden.
Es ist somit NICHT erforderlich, die Adresse auf den Eingang zu setzen, besser Adresse auf das Gebäude + entrance=* auf den Eingang.
addr:unit wird aktuell nicht interpretiert, sollte aber für die Zukunft bzw. andere Geocoder trotzdem eingetragen werden. Ziele innerhalb von Flächen sind in Diskussion, aber das Thema ist schwierig.
Ist es eine Fläche, dann wird der Flächenmittelpunkt genommen (“centroid”), außer
- auf dem Umriss gibt es einen
entrance-Knoten, dann dieser- auf dem Umriss gibt es einen
routing:entrance-Knoten, dann dieser
das war eben der Grund, warum ich bei problematischen Objekten die Adresse mit Haupteingang verschmolzen habe.
berechnet die Mitte von der Fläche und bleibt auf Straße vorm Objekt stehen, der tatsächliche Zugang ist aber rückseitig um ein paar andere Objekte herum. Also nicht zufriedenstellend.
du muss eigentlich nichts “verschmelzen”, es genügt den Haupteingang zu taggen, den Rest macht ein guter Router dann selbst
hmm. vielleicht geht alternativ in manchen Fällen und noch präziser der Adresspunkt neben dem Haupteingang auf der Linie der Gebäudefläche. Aber Adresse auf Gebäudefläche funktioniert nicht zufriedenstellend.
Das ist hier kein Ratespiel, es ist Software. Wir beschreiben Dinge, die Software interpretiert sie, nicht immer perfekt, aber so gut es eben gerade geht. Tagge den Eingang mit entrance=* und gut ist es.
das sind konkrete Beispiele, worum es geht: https://community.openstreetmap.org/t/kombination-von-haupteingang-und-anschrift-zur-genauen-zielfindung-in-verwinkelten-umgebungen/146831/10