EPS (=Eichenprozessionsspinner) sei “Dank”, daß hier speziell im Unterspreewald mit Stand Heute ca. die Hälfte der schiffbaren Gewässer gesperrt wurden:
Viel Vergnügen in den Ferien…
→ das war aber zu erwarten…
…und nein, ich werde nicht und ich fordere niemanden auf solche Sperrungen einzutragen…
Aber… gibt es Ideen, z.B. Wege oder Gewässerstrecken zu markieren, die potentiell gefährdet wären?
Woran willst du es festmachen, ob eine Fläche “potentiell gefährdet” ist? Das lässt sich noch weniger "voraussagen” als Hochwasser und Erdbeben - hier gibt es wenigstens geologische und geografische Gebenheiten.
Beim EPS reichen ein paar Eichen (und inzwischen scheien ihm wohl auch andere Bäume zu gefallen) im Bestand und schon ist die Gefahr gegeben.
Ich halte es nicht für sinnvoll, in OSM solche Gebiete einzutragen. Es ist meines Erachtens nicht Aufgabe einer Geodatenbank, Gebiete einzutragen, in denen es ggf. ein erhöhtes Aufkommen einer Tierart (in diesem Fall von einer Raupenart) geben könnte.
OSM kann höchsten die Kartengrundlage bieten, die dann entsprechende Fachleute nutzen, um die von ihnen erhobenen Daten oder ihre gemachten Gefährdungseinschätzungen drüberzulegen bzw. darzustellen.
Man kann in OSM natürlich versuchen, die Standorte von Eichen einzutragen. Das mag allerdings bei Alleen und Straßenbäumen funktionieren, aber Bäumen rechts und links von Gewässern oder innerhalb einer Waldfläche, kommt OSM an seine Grenzen, da dort in der Regel verschiedene Baumarten bunt durcheinander stehen. Und dass es wenig sinnvoll ist, innerhalb eines Waldes die einzelnen Bäume einzutragen, haben wir ja erst vor kurzem in einer anderen Diskussion festgestellt.
Hier geht es doch aber nicht darum, irgendwelche Gebiete einzutragen, sondern die eine Sperrung für diverse Ströme im Spreewald für den Schiffsverkehr. Hinsichtlich der Bedeutung für das Paddel-Freizeitvergnügen in der Region halte ich eine Erfassung der Sperrungen schon für sinnvoll.
Zitat aus dem verlinkten Artikel:
Die gesperrten Gewässerabschnitte werden durch Schifffahrtszeichen und Hinweisbeschilderungen vor Ort klar kenntlich gemacht.
Ich hätte da als Antwort erwartet: “Das ist temporär, sowas erfassen wie nicht!”
Darum auch mein:
Eine Idee hätte ich aber… Ich habe drüber geschlafen und mir eben mal die Gewässerdaten angeschaut… In den Geodaten des Landes Brandenburg gibt es u.a. das Gewässernetz [Anm. da diese Daten über den Geobroker angeboten werden und es da eine meiner Meinung nach OSM-konforme Nutzungsklausel in den AGBs gibt, betrachte ich das als OSM-nutzbare Daten]
Diese Fließgewässer- Daten haben neben diversen Namen auch Schlüssel-ID’s.
Feld W_GWK
Feld W_GBK
Ich stecke in dieser Fließgewässernummerierung wissensmäßig nicht tief drin, aber mit meinem geodatentechnischen Verständnis beschreibt das Feld “W_GBK” die eindeutige Gewässernummer von Abzweig zu Abzweig!
→ Folge: bei einer Erfassung in OSM dieser beiden Nummern (in ein irgendwie geartetes :ref:") ließe sich dann per OverpassTurbo und in der Folge UMap das dann entsprechend darstellen, welche Gewässerabschnitte (=entsprechendes ref) betroffen wären.
Rein an und in den Rohdaten das zu setzen funktioniert aber eben nicht… → da temporäre Sperrung…
Das sind m.E. Sperrungen, welche wohl unter 6 Monaten liegen und somit ( bei Straßen gibt’s doch dies Regel???) nicht den Weg in die Datenbank finden sollten
Ein paar Wochen, nicht 6 Monate und das gilt für alles, nicht nur für Straßen
Our map data is often downloaded and used offline on various devices for several weeks or months. For offline data to be useful, it should at least be expected to remain unchanged in the next few weeks when you map it. Certain events that happen in a regular pattern (like a weekly market) can be mapped by using different time tags.
Es heißt wenigstens ein paar Wochen (at least a few weeks). Davor ist von einigen Wochen oder Monaten die Rede. Da sind 6 Monate nicht prinzipiell ausgeschlossen.
Die Gefährdung durch die Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners dauert übrigens nur wenige Wochen vom dritten Raupenstadium bis zur Verpuppung.
ich denke dass da mehrere Faktoren mit reinspielen, neben den allgemeinen diskutierten (z.B. gibt es aktive Mapper in der Gegend bzw. ist der Mapper sich evtl. selbst sicher das bei einer Änderung der Situation auch wieder zeitnah upzudaten) vielleicht auch wie konkret es ist? Eine vage Gefährdungslage in einem unscharf begrenzten Gebiet ist schlechter einzutragen wie eine eingestürzte kleine Brücke die vielleicht binnen Wochen mit einer Behelfskonstruktion wieder benutzbar wird. Die Gefahr ist m.E. hier nicht sehr groß, den allermeisten Menschen wird nichts passieren (weil sie nicht in Kontakt kommen) und für die wenigen anderen ist es auch eher unangenehm als lebensbedrohend, zumindest wenn man kein Allergiker ist, zusammen mit der unkonkreten Natur würde ich das als Grund sehen es nicht einzutragen. Es gibt auch noch andere giftige Pflanzen und Tiere, die wir bisher seltenst eintragen. Bei Tieren sähe ich es wie bei den Raupen, nicht mapbar, bei Pflanzen und Pilzen wäre es schon eher denkbar da sie weitgehend ortsfest sind.
Die abgesperrten Gebiete hier bei uns sind ziemlich genau markiert, weil man die Gefahr als nicht unerheblich ansieht.
Die Empfehlung im Wiki, so etwas nicht zu mappen kommt ja aus Rücksicht auf Datenkonsumenten wie Kartenrenderer, die nur alle paar Monate Updates machen und im ungünstigen Fall monatelang falsche Sperrungen drin haben, selbst wenn die Daten in OSM taggenau wären.
Ok, für die meisten Router reicht das vermutlich. Bei anderen (z.B. Karten) hängt es daran, ob und wie sie das auswerten.
BTW: Bei uns hat sich das inzwischen erledigt - die Nester sind abgesaugt.
Genau deswegen lohnt die ganze Mühe nicht. Panikmenschen wollen Panik haben, sonst fühle sie sich nicht richtig wohl.
Vor vielen Jahren hatte man in Berlin ganze Heerscharen von Dachdeckern mit aufgesetzten Masken und ihren Flammenwerfern durch die Parkanlagen gejagt (hab´s in der Hasenheide selber gesehen).
Dahinter gleich die Staubsauger der BSR und sofort ab damit zum Müllheizkraftwerk Ruhleben. Und ein Wassersprengwagen der BSR war sicherheitshalber auch dabei.