Import der Campingplätze von https://nomady.camp/

Hallo zusammen,

https://nomady.camp/ ist ein Buchungsportal für kleine private Campingplätze mit
meist nur einem oder zwei Stellplätzen in der DACH-Region.

Ich bin auf die gestoßen, weil einige dieser Plätze bereits gemappt wurden und
somit auf OpenStreetMap und dadurch auch in meiner OpenCampingMap zu finden
sind.

Ein Beispiel wäre dieser Platz hier:

Derzeit hat das Portal ca. 1700 nodes. In OSM sind davon bisher nur wenige erfasst.

Ich hatte ein freundliches Gespräch mit Nomady bezüglich der Kartierung ihrer Plätze in
OpenStreetMap und erhielt das Angebot, die Fehlenden zu importieren.

Ich beabsichtige, dies zu tun (nur einzelne nodes) und sie danach halbautomatisch
monatlich synchron zu halten.

Koordinaten aus OSM haben natürlich Vorrang. Wenn OSM sie als Polygon
kartiert, werde ich dieses natürlich auch beibehalten.

Nomady hat mir bereits ihre Zustimmung gegeben und verfügt über eine
JSON-API mit Tags, die leicht in die entsprechenden OSM-Tags abgebildet
werden können.

Ich habe vor, monatlich automatisch nach Änderungen zu suchen und OSM
manuell zu aktualisieren, falls Änderungen gefunden werden. Wenn das tagging
in OSM abweicht werde ich das Ganze manuell begutachten.

Die tatsächlichen Positionen der Nomady Daten sind nicht besonders genau
(0,001°), was aber kein Hindernis darstellt, jedoch die Annahme bestätigt,
dass die OSM-Koordinaten Vorrang haben müssen.

Vorteil ist aber auch dass man sich bei der Genauigkeit definitiv keine Gedanken
machen muss woher die Koordinaten ursprünglich stammen.

Ich beabsichtige außerdem bei Plätzen, die in nomady.camp verzeichnet sind ein tag ref:nomady einzufügen sodass der Abgleich einfacher wird.

Gibt es Einwände gegen das Vorgehen?

Wiki-Seite gibt es noch nicht, werde ich aber anlegen.

Da das Portal Plätze in der ganzen DACH-Region anbietet noch eine Frage.
Denkt ihr es ist gut auch noch ein kurzes Post in der CH und AT community zu
schreiben oder lesen die hier mit?

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IMO sollte irgendwie gekennzeichnet werden, dass es keine “richtigen” Campingplätze sind, oder?

OSM: Node: ‪Entschleunigte Schwarzwald Idylle‬ (‪12879161688‬) | OpenStreetMap
name=Entschleunigte Schwarzwald Idylle

Alle Plätze auf nomady.camp haben einen Namen, in deinem Beispiel ist es “Entschleunigte Schwarzwald Idylle”. Auf einem weiteren Platz auf der Startseite ist es “Auf dem Schloss über dem Schwarzsee”. Im Hinblick auf die Wiki-Definition zu name ist das aus meiner Sicht kein Name, sondern maximal eine description. Zumindest würde ich diese “Namen” nicht als name importieren.

Vielleicht zu Recht? Die meisten Plätze (zumindest die hervorgehobenen auf der Startseite) sehen ja wirklich hübsch aus, aber sind das wirklich Plätze die wir in OSM als Campingplatz ausgewiesen haben wollen? Die Abgrenzung zu einem “richtigen” Campingplatz fehlt mir. Sind die Plätze wirklich vor Ort ausgeschildert bzw. für Personen die vor Ort prüfen ersichtlich? Mich erinnert das System eher an private Airbnb-Wohnungen. Airbnb geht mittlerweile (plus-minus) in Richtung 10 Millionen Einträge. Sollte man (Erlaubnis vorausgesetzt) diese wirklich alle importieren?
Das erinnert mich auch stark an die Landvergnügen Plattform, die haben über 2000 Gastgeber gelistet, vor Ort ist meistens nicht ersichtlich, dass es ein Campingplatz / Stellplatz ist.
Bin ich ein tourism=apartment wenn ich einen Schlafplatz auf meinem Sofa über “Couchsurfing” anbiete?

TL;DR: Ich finde die Abgrenzung zu “richtigen” Campingplätzen sehr schwer und befürchte eine Verwässerung der Daten.

Erfahrungsgemäß lesen die hier nicht vollständig mit.

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Unter einem Campingplatz verstehe ich eher eine größere Anlage mit zig Stellplätzen,Sanitäranlagen und im besten Fall Einkaufsmöglichkeit und Restaurant.
Die Möglichkeit, dort campen zu dürfen sollte auf jeden Fall anders erfasst werden.

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Moin,

um zu vermeiden dass die Diskussion da jetzt in die völlig falsche Richtung geht von wegen das seien ja gar keine “richtigen” Campingplätze.

Das ist ja auch jetzt schon so, dass sehr verschiedene Dinge als tourism=camp_site erfasst sind und dass da erst durch zusätzliches tagging ein Gesamtbild entsteht.

Mein ganzes Engagement in dem Bereich beruht ja sogar auf der Tatsache das Ganze durch besseres Tagging besser zu sortieren und nutzbar zu machen.

In diesem Fall wären das wohl hauptsächlich die capacity:* tags.

Einfach mal in der Legende der OpenCampingMap die unterschiedlichen Kategorien ein und aus schalten. Dann seht ihr was ich meine.

Insbesondere die backcountry campsites sind ja ganz ähnlich wie diese Plätze aus Nomady. Mit dem Unterschied halt dass man erstere eher selten mit dem Womo benutzen kann.

Gruss

Sven

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der tag tourism=camp_site wird allerdings nicht nur für “Campingplätze” im Sinne eines umzäunten größeren Bereichs ggf. mit diversen amenities wie swimming pool, convenience Laden, Restaurant, umfangreichen Sanitäranlagen, etc. verwendet, sondern z.B. auch für abgelegene Stellen im Wald wo man campen könnte (und es vielleicht eine Feuerstelle gibt oder so, aber z.B. kein Klo oder Dusche oder Wasserleitung). backcountry=yes wäre da ein tag.
mit capacity:tents oder capacity:pitches oder capacity:persons ist die (geringe) Kapazität bereits recht gut beschrieben.

Beispielfoto aus dem Wiki:

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Nomady ist ähnlich wie Airbnb ein reines Buchungsportal, eben nur für Stellplätze. Die Stellplätze müssen vorher über das Portal gebucht werden. Für mich sind das keine Campingplätze.
Zudem bekommt man die genaue Adresse/Standort vom Stellplatz erst nach der Buchung angezeigt. Daher ist es auch fraglich ob alle Betreiber der Stellplätze überhaupt damit einverstanden sind das Ihr Platz jetzt öffentlich auf einer Karte zu sehen ist.

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Moin,

das stimmt so nicht dass man den Ort erst nach der Buchung angezeigt bekommt sonst könnte ich ja gar nichts importieren. Das API zur Abfrage der Plätze ist öffentlich!

Nach der relativ breiten Definition von Campingplätzen im OSM (siehe auch meine Kategorien in der Karte) sind das sehr wohl Campingplätze, wenn auch etwas spezielle was uns ja in der Regel nicht davon abhält etwas zu mappen. Durch passende Tags kann man das ja alles problemlos abbilden. Überhaupt wo wir gerade dabei sind: Bitte sehr gerne alle mithelfen beim besseren Erfassen von Campingplätzen und deren Kategorie.

Gruss

Sven

P.S.: Ich sehe das hier alles mehr aus der Sicht der OSM-Daten Nutzer und weniger aus der Mappersicht, weil ich als Author der Campingkarte ja eher Nutzer bin auch wenn ich sehr viel in dem Umfeld gemappt habe in den letzten Jahren.

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Also sind diese Plätze nun alle vor Ort ausgeschildert oder nicht?
(Oder falls nicht ausgeschildert, wenigstens anderweitig eindeutig erkennbar?)

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Dass sie vor Ort ausgeschildert sind glaube ich eher nicht, kann ich aber auch nicht beurteilen. Trotzdem wurden sie aber wie gesagt schon teilweise in OSM erfasst.

Dass ich hier auf Ablehnung der Erfassung in OSM stoße hätte ich jetzt ehrlich gesagt nicht erwartet.

Ich bin technisch eigentlich nicht auf einen Import angewiesen.

Ich kann die Plätze auch zusätzlich zu OSM importieren und ein wenig SQL Magic machen um sie auf OpenCampingMap zu kriegen.

Schön ist das zwar nicht auch weil dann mein Ansatz stirbt OpenCampingMap ausschließlich auf OSM zu basieren aber dann muss das halt so laufen wenn euch der Import nicht gefällt.

Ich will am Ende doch nur eine nützliche Campingkarte aus OSM Daten machen.

Gruss

Sven

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klar stimmt das. Wenn ich zu Standort gehe und drauf klicke bekomme ich immer

Den genauen Standort bekommst du nachdem deine Buchungsanfrage angenommen wurde

angezeigt!

Puh also jetzt lass uns bitte keine alternativen Fakten aufmachen. Ich habe das doch nicht erfunden.

Der API-Endpunkt ist hier: https://api.nomady.camp/cabin/public-export

Da kommt ein json raus, das unter anderem latitude und longitude enthält.

Außerdem sind die Punkte ja auf der jeweiligen Webseite dort auf deren OSM-basierter Karte zu sehen.

Gruss

Sven

Ich bin normalerweise sehr pragmatisch gepolt und würde einem gut geplanten Import durchaus zustimmen, aber hier fehlt mir tatsächlich die Überprüfbarkeit (https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Verifiability). Wenn ich sechs Monate nach dem Import mit StreetComplete an einem der importierten Nodes vorbeikomme und mir der Quest „Existiert das hier noch?“ angezeigt wird – kann ich dann davon ausgehen, dass ich den Quest beantworten kann? Im Sommer mag (aus DACH-Sicht) da ggf. gerade ein Wohnmobil o. Ä. stehen, aber im Winter vermutlich eher selten – woher weiß ich dann, ob der Platz noch existiert?

In meiner „Area of Activity“ gibt es auch zwei solcher (ähnlichen) Plätze. Die kommen über die Plattform AlpacaCamping, vor Ort sind bei beiden jedoch tatsächlich Schilder aufgestellt, siehe bspw.: Mapillary bzw. von Anfang des Monats: Mapillary

Ich hätte einfach Angst, dass nachher hunderte Plätze ohne „Vor-Ort-Überprüfbarkeit“ importiert werden und dann entweder unwissentlich gelöscht werden oder irgendwann als Dateileichen übrig bleiben, weil niemand weiß, ob das Ding noch existiert oder nicht.

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Ich hatte das im Ursprungspost vergessen zu schreiben und erst nachträglich hinzugefügt. Ich würde auf jeden Fall ein ref:nomady Tag einfügen auf das man dann auch matchen kann. So kann man (zumindest in josm über die Tag-Suche) das Zeug schneller wieder entfernen als es ein guter Import in die OSM-Datenbank einbringen würde. Ich wäre wie gesagt gar nicht auf die Plattform aufmerksam geworden wenn da nicht Plätze auf meiner Karte aufgetaucht wären. Ich habe dann als erstes mal manuell capcity-tags eingetragen.

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Wenn vor Ort nichts steht, würde ich auch einen Import nicht befürworten.

Zumal es es sicher Gründe gibt warum die Koordinaten erst bei Buchung rausgegeben werden.

Gruß

tux67

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Können wir bitte mit diesem Quatsch aufhören? Die Koordinaten wären doch Teil eines Imports.

Sven

Weiter oben schriebst du aber, dass die Koordinaten so ungenau sind, dass deren Quelle egal wäre.

Also sind doch diese public API Koordinaten nicht der genaue Standort. Ansonsten wäre die Quelle der Koordinaten schon wichtig.

Die Zeltplatzdefinition von OSM ist zwar recht weit gefasst, aber OTG sollte ein Durchschnittsmensch einen Zeltplatz erkennen können.

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Egal im Sinne von relevant fürs Urheberrecht hatte ich gemeint. Das sind im lat/lon drei Nachkommastellen was glaube ich etwa 100m sind wenn ich das richtig gegoogelt habe.

Sven

Wie willst du es dann in OSM erfassen? +/- 100m taugen ja nun nicht um etwas in OSM zu erfassen. Zumindest in besiedelten Gebiet in Deutschland. Das sind grob +/- 5 Grundstücke.

Da brauchst du doch irgendwie die genaue Adresse, die es erst nach Buchung gibt. Oder wie hattest du dir das gedacht?

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Geht doch nichts über eine gesunde Diskussionskultur.

Du fragst .. Wenn die Antworten nicht in deinem Sinne sind ist das kein Grund dein Gegenüber zu diffamieren ..

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