Ich habe ein Interessantes Note in meinem Backlog gefunden, worüber glaube ich ein bisschen Diskutiert werden sollte: Note: 5239023 | OpenStreetMap
TLDR: Welches Tempolimit soll in einer IGL-Zone gemappt werden? 100 km/h wie am IGL-Schild, oder 130, wenn es auf dem Abschnitt für Elektrofahrzeuge gestattet ist.
Die Frage ist: Was ist die “normale“ Höchstgeschwindigkeit? Die, die für alle prinzipell gilt - solange sie nicht durch schilder abgesenkt (wie durch IGL100 km/h)?
Oder nehmen wir die Verbenner-Autos als Standard - sprich 100 km/h?
Für ein Elektrofahrzeug wären es 130 km/h, für einen Verbrenner 100 km/h, für einen LKW sind es gar nur 80 km/h.
Maximal wären 130 erlaubt, daher ist mMn auch maxspeed=130 zu setzen. (da es halt mittels Schild für E-Fahrzeuge erlaubt ist)
Ganz klar die beschilderten 100. Die höhere Geschwindigkeit gilt ja nur in ganz engem Rahmen für in Österreich zugelassene E-Fahrzeuge mit passendem Kennzeichen. Fahrzeuge mit “falschem” Kennzeichen oder ausländische Fahrzeuge dürfen ja nicht schnell fahren. Der Rahmen ist hier noch enger gefasst als in anderen Ländern, z.B. bei der in DE üblichen Beschränkungen auf “E”-Kennzeichen.
electric_car ist hier nicht richtig: Auch Motorräder und LKW können passende Kennzeichen haben (*). Wird das Tag in anderem Kontext in Österreich eher für E-Fahrzeuge allgemein, oder (wie auch in DE) nur für solche mit speziellem Kennzeichen verwendet? Ich wäre für ein Konstrukt mit conditional, maxspeed:conditional = 130 @ (Fahrzeug entspricht den IG-L-Ausnahmen)
Eine ordentliche Formulierung habe ich gerade nicht parat.
(*) "Kraftfahrzeuge der Klasse L, M1, M2, M3, N1, N2 und N3 jeweils mit reinem Elektroantrieb oder mit Wasserstoff- Brennstoffzellenantrieb", außer der Halter beantragt "normale" Kennzeichen. N1 sind bei uns `goods` und dürfen durchaus 130 fahren.
Meine maxspeed-Aktivitäten sind gerade etwas auf Eis und die Überlegungen zu IGL waren noch im Gange, zumal sich das Feld ja auch entwickelt.
Wenn, wie @mueschel schreibt, IG-L für alle gilt, exkl. österreichische E-Autos, dann wäre ich für eine normale Tempobeschränkung, also maxspeed=*, maxspeed:type=sign, traffic_sign=...,54[IG-L]). So habe ich das bisher auch gehandhabt.
Ein Tagging für Antriebsart gibt es noch nicht (wird wohl mal kommen), das hilft aber auch nicht, weil ja nur österreichische E-Autos betroffen sind. maxspeed:conditional= 130 @ AT:electric könnte man zu Dokumentationszwecken erfinden, interpretieren wird das niemand.
Wo gibt es denn ein dauerhafte IG-L? Jene die ich kenne (in OÖ auf der A1) sind nur temporär aktiv, je nach aktueller Luftgüte. Wenn aktiv, dann 100 statt 130. Ob der 100 dann auch für E-Autos gilt weiß ich nicht, angezeigt wird auf den elektronischen Schildern nur “100 IG-L”
In der Stadt Salzburg auf der A10 gibt oder gab es auch eine IG-L (ich glaube 100), ob diese temporär oder permanent war, weiß ich nicht. (Edit: wurde inzwischen aufggehoben, Zitat Uweltreferentin: " Wir werden keine ideologische Geschwindigkeitsbegrenzung verordnen")
Das stimmt seit 2021 nicht mehr. Jemand hat da bei der EU Beschwerde wegen Ungleichbehandlung eingelegt und recht bekommen. Es gilt sehrwohl für alle rein-Elektrisch betriebenen E-Fahrzeuge, solange diese ein gleichwertiges “grünes Kennzeichen“ besitzen. Siehe dazu: Umwelt-Tempolimit in Österreich: Ausnahme für Elektroautos
Vielleicht etwas wie @ registration = AT:electric ? Damit könnte man generell alle Beschränkungen ausdrücken, die von der Registrierung abhängen, auch das deutsche E-Kennzeichen oder (falls irgendwo nötig) auch Nutzfahrzeuge (grüne Kennzeichen in DE).
Eventuell wäre auch @ vehicle_category=AT:electric möglich - etwas weiter gefasst für eventuell andere Regelungen in anderen Ländern. Sollte man vielleicht international diskutieren.
Die von @DerKaiserschmarren genannte Erweiterung wäre dann einfach Teil von “AT:electric”. Findet man die eigentlich irgendwo im Gesetz? Die Formulierung vom ADAC ist irgendwie widersprüchlich, aus dem deutschen E-Kennzeichen geht ja nicht hervor, ob es sich um ein reines E-Fahrzeug handelt. Eine entsprechende Regelung in DE für ausländische Fahrzeuge wäre mir nicht geläufig.
Also man bekommt kurzen Papierkram zu tun, aber es ist legal! Die Verfahren werden dann eingestellt, wenn die Zulassung sagt es ist ein rein-elektrisches Fahrzeug.
(Was das für behördliche unnötige Kosten verusacht, will ich aber nicht wissen…)
Das Verfahren bei der EU konnte ich derweil aber nicht finden…
Wir sollten es nicht übertreiben. Das wäre formal wie inhaltlich ein Klimmzug in Bezug auf das heutige Tagging und die Datennutzung.
Außerdem sieht es ja eher nach @ electric aus, wenn ich das richtig verstehe.
Aus praktischer Sicht: z.B. Osmand erlaubt bereits, in den Fahrzeugparametern zwischen Benzin, Diesel, LPG, CNG, Elektrisch und Hybrid zu wählen. Da wäre der Schritt zu @petrol, diesel, lng, cng, fossil, electric, hybrid o.ä. (eine light-Version von https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Key:fuel:*) nicht weit. Wäre auch beim Parken, City-Fahrverboten u. ä. anwendbar.
Müsste man international einbringen, solange nicht allzuviel Wildwuchs entstanden ist.
“fuel = diesel / cng / lng” wird bereits in conditionals verwendet für Stellen wo es wirklich auf den Kraftstoff ankommt, z.B. bei Verboten in Tiefgaragen. Bei E-Autos ist die Sache wesentlich komplizierter und lässt sich nicht auf “elektrisch” oder “Wasserstoff” herunterkochen. Um länderspezifische Tags, die direkt auf eine gesetzliche Regelung hinweisen kommen wir da nicht herum.
Mag sein, aber dann können wir das auch einstweilen in der description unterbringen. Geht schnell, spart Diskussion und hat den gleichen Effekt.
Im Sinne der ursprünglichen Fragestellung heißt das, “reguläre Geschwindigkeitsbeschränkung IG-L”.
Das Anliegen der Note war ja, ob IG-L für Elektrofahrzeuge in der App berücksichtigt werden kann. Dazu müssten wir es auswertbar taggen und die App das verstehen. electric ist noch argumentierbar, aber die wundersamen Gedankengänge unserer Bürokraten sind international eher von marginaler Bedeutung. Das Tag würden wir in Österreich wahrscheinlich < 100x brauchen.
Ich sehe IGL wie eine Art Geschwindigkeitsbeschränkung bei einem LKW:
130 ist erlaubt, aber da man ein LKW ist darf man nur 80 km/h fahren.
Ident sollte es beim Verbenner PKW sein! Man dürfte 130 km/h fahren, aber da man kein umweltfreundliches Fahrzeug fährt, muss man eben 100 km/h fahren.
Die Rechtliche Situation ist jedenfalls ziemlich eindeutig: Maximal darf 130 km/h gefahren werden, wenn es die besondere Zusatztafel gibt. Obwohl der Verbrenner das “Standardfahrzeug“ ist, welcher nur 100 fahren darf , sind immer noch 130 legal erlaubt. Dementsprechend maxspeed=130.
Man könnte sich aber einen Tag ausdenken, welcher den nicht-E-Fahrzeugen nur 100 erlaubt wie:maxspeed:fossil_fuel_vehicle=100
Ich stimme dir da grundsätzlich zu. Und es heißt zwar “wir taggen nicht für den Renderer/Router”, aber dabei geht es darum, nicht was zu taggen, damit das Symptom (also z.B. eine bestimmte Darstellung) am Tool erreicht wird - OSM sollte normal allerdings von den Infos her so sein, dass ein Renderer, Router oder anderes Tool die Infos hat, um optimale Ergebnisse in seinem Bereich darzustellen.
Und hier geht es darum, eine Lösung zu finden, wie wir konsistent dem Router (z.B. OsmAnd) sagen können, dass ein Fahrzeug auf Grund seines Antriebs (der im Router eingestellt sein muss) dann 100 oder 130 fahren darf. Nur damit kann dieses Tool die Infos anzeigen und bei einer Berechnung der Fahrzeit auf der Route auch berücksichtigen. Daher sollten wir hie eine Lösung finden, die möglichst so ist, dass sie von solchen Tools aufgegriffen und interpretiert werden kann.
Da muss ich dir widersprechen. Generell landet im “einfachen” Tag das, was in den meisten Fällen richtig ist.
Und es gibt auch viele Beispiele, wo das Haupttag stark einschränkt und dann erst wieder von einem Subtag gelockert wird, z.B. maxweight = 3.5; maxweight:conditional = none @ destination
Da versucht auch niemand maxweight = none; maxweight:conditional = 3.5 @ "alles was kein destination ist" zu taggen.
Oder auch oneway=yes; oneway:bicycle=no. Da wird nicht oneway:alles_was_kein_fahrrad_ist = yes getagged.
Die Variante “Höchstgeschwindigkeit mit Einschränkung für Verbrenner” finde ich grundsätzlich “schön”, sofern wirklich alle elektrischen dann keine Einschränkungen haben.
Jedoch: niemand kann sagen, ob/wann Router diese Lösung unterstützen, und bis dahin gilt dann 130 für alle. Aus praktischen Gründen daher lieber umgekehrt, also einschränken und für Elektro aufmachen. Wenn/falls Elektrofahrzeuge einmal in der überwiegenden Mehrheit sind und Router sie berücksichtigen, kann man das umbauen.