Kenne diese Hol- und Bringzonen sehr gut und würde sie, wenn, dann als eigenes Feature sehen. Hab schon alles gesehen: reguläre Parkplätze, eingeschränktes Halteverbote, Busbuchten und auch einfach nur ein Schild an einer Ortsstraße - alles als Hol- und Bringzone deklariert. Also ein eigener Node/Way/Area.
Aber: soll man das überhaupt mappen? Es genügt ja prinzipiell, wenn die Eltern die Zone kennen, Unbefugte oder Ortsfremde sollten m.M.n. nicht unbedingt wissen, wo jeden Tag Kinder über u.U. unbeleuchtete Fußwege laufen.
Im Zeifelsfall in der Nähe jeder Schule
Sollen wir jetzt alle Spielplätze aus OSM entfernen? ![]()
Auf Spielplätzen sind Kinder nur dann allein, wenn Eltern ihnen den selbstständigen Aufenthalt in der Öffentlichkeit zutrauen. Die Wege zur Hol- und Bringzone sind als Schulweg in der Verantwortung der Schule, d.h. da darf und muss auch jeder Erstklässler entlanglaufen. Hier in der Gegend auch durch einen unbeleuchteten Park.
Es ist immer eine Abwägung, ich sag nicht dass das Taggen kategorisch falsch ist - nur drauf hinweisen, dass es Argumente auch dagegen gibt.
Dann würde ich mich in diesem Fall an die Schule und den Schulträger, zumeist die Gemeinde/Stadt wenden. Unabhängig von möglichen Unbefugten und Ortsfremden ist es nicht in Ordnung und nicht zumutbar, auf der einen Seite Hol- und Bringzonen einzurichten und dann Erstklässler durch einen unbeleuchteten Park laufen zu lassen.
Das ist falsch. Die Verantwortung der Schule beginnt erst am Schultor. (Die Obhutspflicht wird mit dem Betreten des Schulgeländes von den Eltern an die Schule übertragen.) Der Schulweg liegt in der Verantwortung der Eltern. Die Schule kann hier nur helfend agieren, beispielsweise durch Schülerlotsen und dergleichen.
Die Wege von und zu Hol- und Bringzonen sind in der Regel zu den Zeiten, zu denen sie genutzt werden, stark frequentiert. Dadurch ist soziale Sicherheit gewährleistet.
So wars nicht gemeint - Schüler sind auf dem Schulweg nicht in der Obhut der Schule, jedoch trägt die Schule (bzw. der Träger der Schule) die Verantwortung der Schulwegsicherung, insbesondere auch für Wege, die nicht in Begleitung der Eltern zurückgelegt werden können oder sollen (klassischer Fall Bushaltestellen, aber auch Hol- und Bringzonen). Natürlich ist es Aufgabe der Behörden und nicht von OSM, Sicherheit herzustellen.
Dennoch bin ich persönlich zurückhaltend, zu viele Details von Schulen/Kindergärten (Fahrradabstellanlagen, Zugänge und Hintereingänge) zu taggen. Mir hat man als Elternteil im Kindergarten den “Trick” erklärt, wie man zur Abholungszeit in den Garten kommt - maximale Sicherheit gegen unbefugten Zutritt.
Das darf man gerne anders sehen, vielleicht bin ich dadurch auch zu paranoid geworden.
Will es nur nicht unerwähnt lassen.
Problem habe ich auch gerade. Ich habe jetzt eine Fläche als amenity=parking, parking=lane, parking_space=pickup getaggt ohne daß ich weiß warum.
Macht es Sinn neben der Fläche noch ein Punkt zu mappen?
In der Note ist ein Foto dabei. Note: 5351514 | OpenStreetMap
Die Darstellung der Elternhaltestelle auf OSM dient in erster Linie den Eltern selber. So können die dahin navigieren und finden sie überhaupt ohne sich trauen zu müssen zu fragen.
Ach ja, laut Kriminalstatistik passieren die meisten Vergehen an Kindern durch Bekannte und Verwandte.
es gibt ja noch jede Menge anderer guter Gründe die Kinder mit dem Auto zu fahren, selbst wenn der Weg so kurz ist dass sie auch zu Fuß gehen könnten, hier die Top4 einer Umfrage von Opinion Control, kopiert vom Nachrichtenmagazin im Internet:
4. “Wenn ich es nicht tue, tun es am Ende eh andere. Zum Beispiel Bus- und Straßenbahnfahrer.”
3. “Ich mache das nur, damit mein Kind mich im Gegenzug in einigen Jahrzehnten nachts von Ü70-Parties abholt, wenn ich zu besoffen bin.”
2. “Mein Kind hat noch nicht laufen gelernt. Hoffentlich kommt das bald im Sportunterricht dran.”
1. “Ich habe Angst, dass mein Kind sonst auf dem Schulweg von bescheuerten Eltern, die meinen, ihr Kind unbedingt zur Schule fahren zu müssen, überfahren wird.”
der ADAC hat hier übrigens einen Artikel gegen Elterntaxis:
Der tägliche Schulweg zu Fuß bietet Kindern zahlreiche Vorteile. Sie werden selbstständiger, entwickeln ein besseres Risikobewusstsein im Straßenverkehr, bewegen sich mehr und fördern dadurch ihre Gesundheit. Dies wirkt sich positiv auf ihre Konzentrationsfähigkeit im Unterricht aus.
und auch:
Wenn es in diesem Falle aber zu viele gut meinen, werden andere Verkehrsteilnehmer und unter Umständen sogar das eigene Kind gefährdet. Elterntaxis führen häufig zu Staus und riskanten Verkehrssituationen.
wenn die anderen alle zu Fuß gehen kommt man mit dem Auto besser voran ![]()
so was würde man sicherlich nicht in OpenStreetMap eintragen, da gebe ich dir Recht, obwohl es vermutlich auch keine Folgen hätte, aber Parkplätze im Straßenraum zu kartieren steht m.M.n. nicht im Zusammenhang mit Kindesentführungen (extrem seltenes Phänomen ohne dass ein Elternteil beteiligt ist) oder Kindesmissbrauch.
Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in 2023: 204 Fälle, dem stehen rund 44000 Unfälle auf dem Schulweg gegenüber, in 6000 Fällen war das Kind dabei in einem Auto. Missbrauchsfälle sind zwar jedesmal schockierend wenn man davon erfährt, aber die reale Gefahr fürs einzelne Kind ist quasi inexistent (0,0018% der Schulkinder, oder eins von 54112, von allen Missbrauchsfällen nicht nur Schulkinder und nicht nur von Fremden, allerdings auch ohne Berücksichtigung der vermutlich hohen Dunkelziffer von Missbrauch im familiären Umfeld)
das könnte auch als Fahrzeugklasse interpretiert werden ![]()
ich habe das als maxstay=15min getaggt (steht so dran)
Gut, wenn ich mir die Elterntaxen so anschaue, gibt’s auch parking_space=SUV?
Also ein Punkt oder so, wäre aus meiner Sicht nicht sinnvoll.
Aber mal ab zu der realen Situation bei dir: Das Ist übrigens ein reiner Parkplatz. Denn: VZ 286 (Eingeschränktes Haltverbot, wie auch VZ 283 Absolutes Haltverbot) gilt nur auf der Fahrbahn.
Diese müssen mittels Zusatzzeichen auf den Seitenstreifen, der hier durch Breitstrich abmarkiert ist, erweitert werden ![]()
Jetzt habe ich das OSM-Wiki zum Parken im Straßenraum überflogen. Meine Lösung steht jetzt unten. Eine einzige Fläche neben der Straße, als Parkplatz, öffentlich zugänglich und mit tagsüber eingeschränktem Haltverbot. Die Eigenschaft “Elternhaltestelle” erfolgt über den Namen, immerhin ist Elternhaltestelle m.W. keine rechtliche Kategorie.
Ergibt das Sinn?
access=yes
amenity=parking
fee=no
name=Elternhaltestelle
parking=lane
surface=asphalt
orientation=parallel
parking:right:restriction:conditional=no_parking @ (Mo-Fr 07:00-17:00)
Konkretes Objekt: OpenStreetMap
Das gehört dann aber in Lustige Sachen und nicht hierher!
das ist zumindest sehr fragwürdig. name=* sollte auch wirklich nur den Namen enthalten und nicht dazu dienen, irgendwie einen Text auf die Karte zu pappen. Da wäre selbst ein ausgedachtes Attribut wie parking_type=elternhaltestelle tendentiell sinnvoller.
