Ich kann dieterdreist nur zustimmen- für den Router sind Tags, die im Sub-Promillebereich genutzt werden, leider fast irrelevant. Aber es besteht ja Hoffnung, dass sich sinnvolle Notationen durchsetzen.
Aus Sicht des Routers solltest du unbedingt Standard-Notationen benutzen, und weitere Details gerne mit selteren Tags ergänzen- diese werden aber erst berücksichtigt, wenn sich einer von uns mal damit beschäftigt, und sie mit speziellem Code berücksichtigt. Ich begrüße aber die Nutzung der kerb-Tags sowohl zum sidewalk-tag als auch beim separaten Footway. Nur leider wird mir so schnell niemand komplett beantworten können, wie sich das genau auf das Routing auswirken soll- es gibt sogar aktuelle Forschungsvorhaben zu Leitkanten, und wie diese gefunden werden können… (z.B. Mind the Gap zu Leitlinien durch Hausseiten aus OSM, oder Shorelines-Bestimmung aus Bilddaten)
Ich selbst bin als Mathematiker kein Mobilitätsexperte für Blinde, aber ich arbeite ja mit einem blinden Kollegen und Freund zusammen, und konnte im Projekt natürlich mit Mobilitätsexperten schon mehrere Wege abgehen. Und aus dieser Sicht sind höhengleiche Gehwege extrem relevant: Wenn man den Unterschied zwischen Straße und Gehweg mit dem Langstock nicht mehr ertasten kann, ist die Nutzung dieser Gehwege sehr gefährlich. Ebenso wie komplett abgesenkte Bordsteinkanten sind so genannte Shared Spaces für Menschen mit Blindheit ein riesiges Problem. Von daher ist wahrscheinlich kerb=no (bzw. left/right/both oder separat) aktuell und für die Zukunft die beste Variante, aber dies lässt die von dir genannte Abtrennung durch eine Pflastersteinreihe außen vor. Ob das ein Problem für Blinde ist, muss man sich vor Ort ansehen und mit Langstock austesten. Für das Routing macht es aber eh keinen Unterschied, da die Angabe durch die geringe Nutzung (und unklare Bewertung s.o.) bisher noch nicht relevant war.