Hilfe beim kartieren einer Kreuzung

“Am Gründchen” sollte nicht aufgeteilt werden. Da gibt es keine bauliche Trennung, die das rechtfertigen würde.

1 Like

Ich hab es so gemacht, wie es @flohoff empfohlen hat.

Du hast um Rückmeldung gebeten. :wink:

“Optimal” wird es hier nicht geben. Nur verschiedene Meinungen.

3 Likes

Ich finde das einen sinnvollen Kompromiss zwischen den verschiedenen Aspekten die beachtet werden müssen. Und da ist so ein kurzes Stück Aufteilung ohne bauliche Trennung wirklich das deutlich kleinere Übel.

Allerdings würde ich diese beiden Stückchen Am Gründchen deutlich kürzer machen und nicht mit oneway versehen. Das ist zwar schon hart an der Grenze zu Spurmapping, aber anders lässt sich eine sinnvolle Kreuzungsgeometrie mit sinnhaften Routingansagen nicht kombinieren. Eine von Norden kommend Links-Rechts-Kombination, wo man optisch geradeaus fährt, ist auch keine Alternative.

… und Mapping für den Router und widerspricht dem, wie wir Straßengeometrien sonst erfassen.

Und auch eine Ansage wie “geradeaus fahren” von N nach S, die man damit bewirkt, halte ich hier ebenfalls nicht für richtig. Man fährt eine S-Linie und nicht geradeaus.

Naja.

1 Like

Das ist auch so ein typisches Kreuzungsproblem, dass sich schier nicht lösen lässt:


Auch hier kann man nur mehr abstrahieren und der Hauptstraße zu mehr Abbiegen und weniger Kurve verhelfen.

Btw.: dieser Poller ist maximal ungünstig gesetzt und sperrt zugleich drei Wege!

Dann bliebe als Alternative nur, auf das Splitten an der Verkehrsinsel ganz zu verzichten, habe dann aber erst Recht das Gerade aus Fahren …

Aber eben auch nicht Zick-Zack-Kurs.

Wie Du selbst sagst:

Oder eben Augenmaß und gesunder Menschenverstand.

Aber bitte weder ein

noch ein

Nein, es gibt die Möglichkeit, die ich oben skiziert habe. Router sollten wissen, dass wir die Mittellinien erfassen und dass es bei 5 m Straßenbreite und einem Versatz von 5 m kein Zick-Zack real gibt.

Wie gesagt könnte man sonst auch ein Tag einführen, der darauf explizit hinweist und ein Router dabei unterstützt die Endpunkte der Linie in der Mitte in einen virtuellen Punkt zusammenzuführen.

Klar, man kann immer alles auf den Router abwälzen. Der kennt halt nur weder die Breite der Straße noch das noch nicht erfundene Tag, dass er die beiden Endpunkte virtuell zusammenführen soll. Ich gebe da @flohoff ausnahmsweise mal recht:

Augenmaß und gesunder Menschenverstand zur Findung eines Kompromisses zwischen Generalisierung und Detailmapping in komplizierteren Kreuzungssituationen widerspricht nicht dem, wie wir Straßengeometrien erfassen. Starre Regeln machen mehr kaputt als situativ ein flexibler Verstand.

Dann bliebe als Alternative nur, auf das Splitten an der Verkehrsinsel ganz zu verzichten, habe dann aber erst Recht das Gerade aus Fahren

an Verkehrsinseln würde ich immer splitten, die sind klar bauliche Trennungen

Imho die von Norden kommende Straße in die von Osten kommende Straße einmünden lassen.

Der aktuelle Standort ist laut Wiki falsch.
Vermutlich soll der Poller den Weg von den Straßen abgrenzen.

Nach Vermutung würde ich das nicht korrigieren. Der Fußweg erscheint zu schmal, als dass er durch Poller gesperrt werden müsste. Er kann auch den Wallweg vom Oberen Wallweg absperren.
Ich gehe davon aus, dass @flex16 vor Ort mappt und noch einmal nachsieht.

1 Like

Wir erfassen nunmal die Realität wie sie ist. Einfach etwas Menschenverstand dabei anwenden und nicht zu viel an die “armen” Router denken, dann passt das schon.

Wie gesagt sind sowohl “Zick-Zick” als auch “Geradeaus” beides falsche Vereinfachungen. Dann lieber die Variante, die mehr der Realität und unserem Erfassungsgrundsätzen entsprechen als “Mapping für die armen Router”.

Klar, so kann man jedem Vorschlag einen neuen Tag einzuführen begegnen. Neue Ideen sind gefragt, wenn wir mit den bisherigen Mitteln an unsere Grenzen stoßen. Zum Glück tun wir das bei OSM auch regelmäßig. Die Straßenbreite kann man übrigens mit width erfassen.

Und wo genau steht, dass an jeder baulichen Trennung zwingend zu splitten ist? Nirgends. Im Wiki steht nur, dass Straßen, deren Richtungsfahrbahnen grundsätzlich baulich getrennt sind, als separate Ways gemappt werden. Da steht nicht, dass jeder egal wie kurzen baulichen Trennung im Straßenverlauf zwingend mit einer Aufsplittung entsprochen werden muss. Nirgends steht das. Ebensowenig wie jeder Unterbrechung einer baulichen Trennung zwingend durch Zusammenführung der Ways entsprochen werden muss.

Ich persönlich finde solche Beulen (reale Fahrbahn geht perfekt geradeaus, siehe Mapillary)

Screenshot_20240703-092210_OsmAnd+

außerdem einfach sehr unschön, aber das ist Geschmacksache, wir mappen weder für den Router noch für mein kartenästhetisches Empfinden.

Aber immerhin gibt es im Wiki unter “good practice” den schönen Satz “keep straight roads straight”.

9 Likes

Es gibt ja schon lange den Tag placement=transition. Der sagt doch genau das aus, oder ?

Mit dem Tag sollte es gehen.

Ich finde Du beharrst bei Deiner Interpretation zu sehr auf die Router. Jetzt habe ich in der Darstellung eine Insel, wo gar keine ist. Wenn ich die Zufahrt südwestlich zu den zwei Gebäuden eintrage wird es schon wieder kompliziert und ein Router für Rollstühle wird dort jetzt das Queren von zwei Einbahnstraßen vorschlagen.

Interessant. Das wäre das Pendant zu placement=transition. Löst leider nicht das Problem mit der nicht vorhandenen Insel.

Du hast keine Insel, sondern du siehst ein Loch zwischen den Ways. Das haben wir an vielen Stellen, etwa auf solchen Kreuzungen, wo in der Mitte ein mehr oder weniger quadratisches Loch steht, ohne dass da eine Insel wäre. Dieses Loch folgt einfach aus dem Verlauf der umgebenden Ways, die wir in der Kreuzung - trotz dort nicht vorhandener baulicher Trennung - nicht zusammenführen :slight_smile:

Solange wir Verkehrsflächen als abstrahierende Linien erfassen, kann das keine fotografische Abbildung der tatsächlichen Verkehrsfläche sein, d.h. nicht jedes “Loch” entspricht zwingend einer baulich vorhandenen Insel.

Interessehalber: Inwiefern genau ist das ein Problem? Also was wird dadurch erschwert oder gar vereitelt? Wenn nichts, dann sehe ich da nichts Problematisches dran.

1 Like

Die gäbe es dann doch gar nicht:

1 Like

Eine Alternative um Straßen nicht immer an kurzen Verkehrsinseln, wie hier, aufsplitten zu müssen wäre: traffic_calming=island

Nein, der Tag ist nur für Verkehrsberuhigungsinseln gedacht.

Mag sein, dass nicht jedes Loch einer Inseln entspricht, aber bisher kenne ich solche Löcher nur “innerhalb” einer Kreuzung und nicht an Stellen (“außerhalb” einer Kreuzung), wo nur eine Straße ohne bauliche Trennung auf die Kreuzung führt.

Problematisch wird es, wie schon erwähnt, wenn ich Wege habe die direkt vor der Kreuzung auf die Straße münden, wie in dem Beispiel die Einfahrt (welche noch nicht eingetragen ist).
Wenn die Kreuzung mit Ampeln geregelt wäre und es südlich eine Füßgängerampel (West ↔ Ost) gäbe sollte dies auch nur eine Straße queren und als ein Knoten darstellbar sein.

Wir mappen weder für den Router noch den Renderer, aber wie soll ein Renderer wissen, dass es sich in der Situation um nur eine Straße für beide Fahrtrichtungen handelt und nicht etwa um zwei Einbahnstraßen?

Sorry, da habe ich Deinen Vorschlag falsch verstanden.