Hilfe beim kartieren einer Kreuzung

Hallo,

ich bin noch ziemlich unerfahren beim optimalen Kartieren von Kreuzungen. Ich weiß nicht, ob das so passt mit den Winkeln/Straßen, wie ich das hier gemacht habe. Beim Geradeausfahren von Norden kommend an der Kreuzung sagt OsmAnd “Leicht rechts abbiegen” auf “Am Gründchen”. Das kommt aber mir etwas komisch vor, weil es ja eig. einfach heißen müsste “Fahren Sie geradeaus”. Gerne könnt ihr es bei Bedarf gleich korrigieren.

Dankeschön für die Hilfe.

Die Kreuzung:

Habe die aktuelle Regenpause mal genutzt:

  • Das ganze etwas runder gemacht
  • traffic_island eingetragen
  • turn:lanes eingetragen
1 Like

Mir gefällt der steile Abbiegewinkel von NO nach NW nicht. Wo real nur 90° abgebogen wird, sollte es in den Daten nicht schärfer sein als das.

1 Like

Super, sieht schon deutlich besser aus.

Ich weiß leider nicht genau was du meinst.

Der Abbiegewinkel hier für ein Fahrzeug, das von Nordosten kommt.

Screenshot_20240629_221235

Das sind mindestens 120° Richtungsänderung auf dem Kreuzungs-Node. Für ein Navi eine scharfe Kurve. LKW-Navis sagen dann schnell “da kommt mein Fahrzeug nicht rum” und fahren unnötige Umwege.

1 Like

Ich verstehe was du meinst, aber ich wüsste nicht, wie man es sonst machen soll.

Deine bemängelte Osmand-Ansage aus deiner Eingangsfrage wird aber vollkommen verständlich, wenn du den Weg mal in den gemappten Daten abfährst und dir klarmachst, dass das Navi wirklich nur die Daten sieht und nicht das Luftbild dahinter.

Das Navi sieht von Norden kommend eine Art S-Kurve: erst mit Linkskrümmung auf die Kreuzung, dann gehts 1. halblinks auf die Hauptstraße nach Osten oder 2. halbrechts in einer Rechtskrümmung in “Am Gründchen”. Dass ein Router da “leicht rechts” sagt, ist absolut logisch.

  • Ich persönlich würde hier auf das Aufteilen um die Insel verzichten. Dann hast du deinen Geradeausweg wie gewünscht.

  • Oder die beiden Zweige separat auf die Hauptstraße führen und einen kleinen Zickzack für deine angesprochene Route in Kauf nehmen (rechts ab auf Hauptstraße und sofort wieder links ab in “Am Gründchen”.

Ich würde beide Zweige parallel auf die Hauptstraße führen:

2 Likes

@chris66 Was meinst du denn dazu? :thinking:

Scheint alles nicht so optimal zu sein.

Ich würde es so lassen. :wink:

Auf die Winkel dürfen sich Router nicht verlassen, die sind einfach zu oft falsch in OSM.

1 Like

Das macht es nur schlimmer weil die winkel jeweils der ersten Segmente noch steiler werden.

Die Fahrbahntrennung nur auf einer Seite der Kreuzung, und das zusammenführen der getrennten Fahrbahnen in EINEM Kreuzungsnode wird IMMER solcherlei ansagen produzieren.

Deshalb ziehe ich die Fahrbahntrennung auch auf der anderen Seite weiter die potentiell gar keine baulich getrennten Fahrbahnen hat (Die Regel sagt ja auch nur das WENN eine trennung vorliegt getrennt werden soll, aber nichts darüber wenn eine eins ist)

Mit dieser Art von Kreuzungsmapping sind Ansagen immer auf die ein oder andere weise, in der einen oder anderen Navigation kaputt.

Hatten wir hier auch schon mehr als einmal in irgendwelchen Threads.

Flo

Ich wiederhole mich nur ungerne: Shit in - Shit out

Wenn du dem Router kaputte Daten gibst kann er da kein Wunder mit vollbringen.

Entweder du fixed das oder du kriegst kaputte Ansagen.

Man kann keine Tangente an einen Punkt konstruieren.

Flo

Ich als KISS Mapper hätte kein Problem damit, das ganze als zwei sich im 90 Grad Winkel kreuzenden Linien zu erfassen, aber ob das im Zeitalter des Detailmappings konsensfähig ist? :atom_symbol: :thinking: :stuck_out_tongue_winking_eye:

2 Likes

Hier haben Router schon die Möglich solche kurze Abschnitte logisch in einen Knoten zusammenzuführen. Das bleibt bei größenen Kreuzungen und den Umstand, dass wir nur die Mittellinien erfassen geschuldet. Wir hatten auch schon die Idee irgendwann besprochen für solche Abschnitte einen Tag einzuführen, um diese so zu kennzeichnen, damit ein Routet eindeutig weiß, dass er den way ignorien kann und die beiden Endpunkte einfach zusammenführen kann.

Alternativ Mappen wir die Flächen und Router lernen das Routing über Flächen. :smiley:

Hier hatte ich einen ähnlichen Fall:

Na, das ist ja ne Einstellung. Ließe sich erweitern:

  • Auf access-Tags dürfen sich Router nicht verlassen, die sind einfach zu oft falsch in OSM.
  • Auf PT-Relationen dürfen sich Router nicht verlassen, die sind einfach zu oft falsch in OSM.
  • Auf maxspeed dürfen …

Wenns zu oft falsch ist, gehörts im Wiki besser beschrieben, wie es richtig ist. Und dann muss man da rangehen. Aber ein schulterzuckendes “ist zu oft falsch, vergiss es” will ich nicht akzeptieren.

4 Likes

Vor allem “ist zu oft falsch, vergiss es” kann man ja in kommerziellen Datensätzen machen.

Aber bei OSM? Da sind wir IMHO für was anderes angetreten - Und wenn es “so oft” falsch ist brauchen wie eben wie du sagst bessere Doku, bessere Ausbildung der neu Mapper, besseres Tooling um das zu finden.

Und die Probleme kommen ja jetzt hoch (Auch wenn sie schon 15 Jahre existieren) weil immer mehr Leute OSM zum Routen verwenden und die routing engines ihr bestes geben um aus scheisse Gold zu machen aber es eben hier und da schief geht.

Aber wie ich hier und oftmals in der vergangenheit sagte: Man kann keine Daten finden die nicht da sind, oder man kann keine tangente an einen Punkt konstruieren - Das ist Mathematisch unmöglich.

Also ist der einzig gangbare Weg die Daten in OSM zu verbessern.

Deshalb lasse ich ganz oft auch auf bekannten Strecken OSMAnd mitlaufen und mache notes auf wo “unsinnige” Ansagen kommen. Das sind alles zeichen von Fehlern in den OSM Daten.

Nur weil alle so optisch veranlagt sind und nur drauf schielen das es auch gerendert wird gibt es in OSM nicht noch 200 andere klassen von Fehlern.

Und das mit den access tags ist ja auch die kaputt diskussion - Die Mapper Fraktion die einfach alles mit “access=private” zukleistern “Da stand ein Schild - Oh Yeah!” und dann wenn das routing kaputt ist maulen “Das muss der router Lösen” - Klassischer fall von “Shit in Shit out”.

Flo

2 Likes

Ja, sehe ich so. :wink:

1 Like

Indem sich einige (viele?) Router nicht auf access-Tags verlassen und irgendwas (mehr oder weniger begründet) hineininterpretieren beraubt man sich selbst eines Elementes der Qualitätsprüfung. Auf der einen Seite erkennt man Fehler nicht, weil das Routing doch irgendwie funktioniert, auf der anderen Seite wird man dann über Wege geroutet, die wirklich nicht zulässig sind.

2 Likes

Ich hab die Kreuzung jetzt nochmal überarbeitet. Über eine Rückmeldung, ob sie nun optimal ist, würde ich mich freuen.