Highway-Klassifizierung im Westen Wiens

Darf ich fragen, wie du das gemacht hast?
-bin neugierig :)

Aja da wir schon beim Westen von Wien sind: Ich hätte da noch zwei Fälle, die ich gerne hinzufügen würde:

  1. Die Secondary der Hietzinger Hauptstraße endet aktuell sehr ungünstig. Ich schlage vor die Hietzinger Haupstraße abseits von den Straßenbahnstationen Domayergasse-Hietzing auf tertiary umzutaggen, da dies auch eher dem Verkehrsaufkommen entspricht.

  2. Am Wolfersberg habe ich ein Problem mit der Implementation der Tertiary roads: Das was ich hier Lila markiert habe wäre für eine Tertiary angemessen - Das Problem nun aber: die Bevorrangung ist endend, sprich es wird sehr schnell zu einer Rechsvorrang-Straße. Sie sind nicht gut untereinander verknüpft. Die Vorrangstraßen (oder bevorrangte straßen) sind in rot eingezeichnet, wo kein Lila danneben ist, ist die Straße aus sonstigen Gründen nicht für eine Tertiary geeignet.

    Was soll man hier tun? - Im Zweifelsfall würde ich alles noch am ehesten auf Residential runtertaggen, abseits der Wolfersberggasse.

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Ich finde es so wie jetzt ganz ok. Ober St. Veit Zentrum als Endpunkt und gleichzeitig 2 anschließende tertiary Straßen ist schlüssig. Auch, wenn nicht mega viel Verkehr ist (Hietzing hat nicht die Bevölkerungsdichte von zB innerem Favoriten) wird hier ein flächig großes Gebiet erschlossen.

Ich finde es auch hier ganz gut, so wie es jetzt gemappt ist. Ja, dort ists ab und zu etwas eng, aber das sind Straßen wo Linienbusse fahren, also ganz so eng kann es dann doch nicht sein. Nach meinem Empfinden ist eine Verbindung über den Wolfersberg von Ost nach West auf tertiary-Straßen sinnvoll. Ich weiß, dass es dort (geringen, aber doch) Durchzugsverkehr gibt. Das spricht gegen residential.

Das höhere Straßennetz sollte m.M. nach auch ein Netz ergeben. Für mich heißt das, eine Klassifikation einer Straße sollte nicht einfach irgendwo enden. Eine konkrete Straßenklassifikation sollte immer an anderen gleichrangigen oder höherklassifizierten Straßen enden (es gibt Ausnahmen in der Nähe von Grenzen, Meeren und Gebirgen, wenn es nun mal nicht mehr weitergeht - das trifft für Wien aber nicht zu).

In Großstädten ist die Klassifizierung nach OSM-Kriterien immer schwierig, da reine Verkehrsmengen offizielle Klassifizierungen das nur unzureichend abbilden.

Ich will damit sagen:
tertiary ist für gewisse Haupt- und Sammelstraßen, insbesondere wenn Sie als Verbindung verschiedener Stadtteile dienen, absolut korrekt und ausreichend.
secondary sollte meiner Meinung nach bereits einen gewissen Durchgangsverkehr bzw. Durchzugsverkehr wie Ihr es nennt, haben. Also über die Erschließung der jeweiligen und angrenzenden Stadtteile hinaus. Konkret: wenn es nennenswerten Durchzugsverkehr aus Richtung Hütteldorf und weiter weg in Richtung Speising/Mauer nd weiter weg über Ober-St. Veit gibt (und umgekehrt), sollten die entsprechenden Straßen zu secondary hochgestuft werden und kann die derzeit dort endende secondary daran anschließen. Umgekehrt, wenn dem nicht der Fall ist und kaum Durchzugsverkehr herrscht, sollte diesecondary zur tertiary abgestuft werden.
Und mit Durchzugsverkehr meine ich nicht die Abkürzungen und Schleichwege, die Ortskundige von Hacking nach Lainz nutzen oder von Unter-St.Veit nach Ober-St.-Veit nutzen.

Halbwegs vernünftig einschätzen können das aber eben nur die Ortskundigen. Da mische ich mich nicht ein.

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Die Auhofsstraße, die ich als weiterführung der Secondary andernfalls vorgeschlagen hätte ist halt eher ein Schleichweg der Ortskundigen, die nach Hütteldorf fahren. Die hat etliche Stoppschilder und ist in einer ständigen 30iger Zone mit zwei gefährlichen Rechtsvorrangstellen, aber vermeidet einige Ampeln. Also denkbar ungeeignet für eine secondary road.

Da diese als Weiterführung der secondary der Hietzinger Haupstraße somit aus mehreren Gründen wegfällt und es keine Altenative als weiterführung der Secondary gibt, wäre eine Rückstufung wahrscheinlich das angemessenste ;)

Da stimme ich nicht völlig zu. Besonders für secondary und tertiary sehe ich Enden an wichtigen Punkten (Ausflugzielen usw.) oder größeren Kreuzungen, von denen mehrere Straßen des nächstniedrigeren Ranges weggehen, als durchaus legitim an, also wo die Straße höheren Ranges quasi die Wichtigkeit bzw. den Verkehr der anderen Straßen “sammelt” und weiter in das Netz verbindet.

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Lassen wir einmal die Wiki sprechen (wenn auch für Deutschland):
Eine Kreisstraße wäre noch am ehesten ähnlich einer Hauptstraße.

“Je nach Verkehrsbedeutung und Ausbauzustand gibt es Grenzfälle, in denen Landes- oder Staatsstraßen ggf. besser als primary oder tertiary erfasst werden können."

Eine Kreisstraße (üblicherweise Tertiary) kann als secondary kartiert werden, wenn sie

  • sehr gut ausgebaut (mindestens 6 Meter breit) ist,

  • als Autobahnzubringer dient,

  • ein hohes Verkehrsaufkommen aufweist (z. B. weil sie durch eine Großstadt führt) oder

  • als neugebaute Umgehungsstraße eine hohe Verkehrsbedeutung hat.

Von all den 4 Punkten trifft kein einziger zu. Also sehe ich eine Rückstufung durchaus angemessen.

Von welcher Straße sprichst du? Hast du auch Zahlen dazu? zB Breiten oder Verkehrsstärken?

Ich bin kein Fan, dass nach einem ausländischen Wiki zu spielen, aber wenn du das willst, dann mach mal einen ordentlich begründeten Vorschlag.

Wahrscheinlich immer noch von der Hietzinger Hauptstraße.

Diese Wiki-Seite ist auf deutsch und es steht selbstverständlich auch den Österreichern frei, so wie es die Schweizer getan haben, einen Abschnitt speziell für Österreich zuzufügen.

Als secondary endet sie derzeit vorm Erzherzoglichen Schloss und biegt in eine tertiary ab - wo ist das schlüssig? Was außer dem Schloss gibt es denn dort noch, was Verkehr auch von weiter außerhalb anzieht?

International highway classification equivalence – OpenStreetMap Wiki
steht für Austria unter secondary: “Landesstraßen L mit niedriger Nummer, breite viel befahrene Landesstraße”
Momentan ist dies weder Landesstraße L, noch mit niedriger Nummer, und sonderlich breit und vielbefahren sieht sie auch nicht gerade aus (viel befahren ist natürlich relativ,in einer Großstadt kann eine Wohnstraße durchaus mehr Verkehr haben als eine Landesstraße B in einerentlegenen Ecke …

Wo in Ober Sankt Veit vor dem Schloss ist dann bitte die größere Kreuzung mit mehreren Straßen des nächst niederen Ranges?

Damit wir uns nicht missverstehen: ich bin Deiner Meinung nicht ganz abgeneigt, wenn die Voraussetzungen denn zutreffen. Sogar ohne größere Kreuzung und nächstniedere Straßenabzweigungen. Gerade Österreich hat viele Täler mit Landesstraßen L (manchmal sogar B) die irgendwo mehr oder weniger am Ende des Tals enden. Beispiel die L 109 von Sank Johann im Pongau nach Hüttschlag. Viele dieser Straßen enden aber auch im Skigebiet und dürften durchaus auch beachtlich weit außerörtlichen Tourismusverkehr haben. Meinetwegen auch die B 218, die an der Landesklinik Sank Veit (das andere im Pongau) endet. Aber kommt so viel Verkehr von weit außerhalb nach Ober Sankt Veit?

ist für mich durchaus ein typischer Anwendungsfall für eine innerörtliche unclassified (bei nicht so großen Sammelstraßen) oder tertiary (bei größeren Sammelstraßen). Da stimme ich Dir durchaus zu.

@Mammi71 dein Wunsch, hier zu helfen, in allen Ehren, aber lass das doch bittte uns Wiener diskutieren. Es gibt in Wien übrigens auch keine Landesstraßen L. Es zweigen die tertiarys Einsiedeleigasse und Erzbischofgasse (via Vitusgasse) ab. Im Ortszentrum Ober St. Veit gibt es neben Schloss und Kirche zahlreiche Geschäfte und Lokale. Auch eine Schule. Ist alles in OSM sichtbar.

Ich bin einer Rückstufung auf tertiary nicht abgeneigt, aber eben auch nicht voll überzeugt davon. Im sinne des sparsamen Umtaggens hätte ich es daher beim jetzigen Wert belassen. Wenn sich eine lokale Mehrheit findet, die es rückstufen möchte, hab ich nichts dagegen. Ich glaube derzeit steht es 1:1.

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Dann würde ich Hietzing und Wolfersberg daweil mal so belassen, bis uns etwas besseres einfällt :slight_smile:

Zurück zum Flötzersteig: Passt die Lösung, hat noch wer was hinzuzufügen oder eine noch nicht genannte Idee? Ich will aber keinesfalls stressen! ;)

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Kannst gerne Flötzersteig und co anpassen.

Ich lass mir noch ein bisschen Zeit, für mögliche Einsprüche :wink:

Spätestens 20 Jänner strebe ich aber an ;)

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