Ggf. kann man beim jeweiligen Grundbuchamt die Erfassung tatsächlich als berechtigtes Interesse zur Ermittlung des Waldbesitzers anführen. Die werden sich freuen und das wird erstmal viel Nein, Doch, Oh! geben
naja, OpenStreetMap ermuntert die Leute ja sogar dazu, sich auch aus Datenschutzgründen mehrere Benutzernamen zuzulegen (sofern es nicht der Umgehung eines Blocks dient), wer die Identität bewusst zu verschleiern versucht könnte das vermutlich schon hinbekommen, die OpenStreetMap-Foundation unternimmt nicht sehr viel, um Identitäten zu verifizieren.
Ist das jetzt ernst gemeint oder Jux? Welcher Mapper würde sich die Mühe machen, den Eigentümer einer bestimmten Waldparzelle ausfindig zu machen, um fragen zu können, ob er dort einen Trampelpfad mappen darf? Und die Genehmigung dann auch noch irgendwo dauerhaft zu dokumentieren?
Wenn diese legislative Mißgeburt in der aktuellen Form bestehen bleibt (was ich bezweifle), dann wird sich das Mappen im hessischen Wald zukünftig auf die Wege beschränken, die zweifelsfrei von den Ausnahmen des §15a abgedeckt sind, und das dürften mehr als 95% aller bisher gemappten Waldwege sein. Der Rest entfällt dann halt. OSM wird’s überleben.
Wir schneiden dann halt alle Wege aus dem landuse=forest/natural=wood aus. So erfassen wir die Wege ja nicht, sondern nur den Wald rechts und links davon.
Das wäre (eigentlich) die Folge dieser Gesetzeszeilen… …und wie würde man sonst die Leute finden?
Wer sagt denn, daß dem potentiellen Waldbesitzer der Ärger macht, auch ein eventuelles Wegeflurstück gehört, oder er sich Dinge anmaßt, die nicht seines sind…
Ich hab mich jetzt mit Hessen nicht beschäftigt… Deshalb mal ein Beispiel hier aus Brandenburg: BRANDENBURGVIEWER
Ich hab es wahllos herausgegriffen, aus einer Ecke ohne eigenes lokales Wissen.. Man sieht schön die Wege (lineare Flurstücke!)…
Im Grundbuch/ Liegenschaftskataster kann alles Mögliche stehen:
die jeweilige Gemeinde
“öffentliche Wege”
Anliegereigentum
Es kann eine Namensliste sein, z.B. mit 10 unterschiedlichen Namen und jeder hat 1/10tel Anteilseigentum…
Bei uns in Ostdeutschland kann z.B. auch noch E.d.V. (=Eigentum des Volkes) stehen
und, und, und…
Es kann auch kein eigenenes Wegeflurstück sein, ein Weg durch ein Wald kann aber trotzdem eine Widmung als Weg haben (z.B. bei der Gemeinde zu hinterfragen). Man glaubt manchmal nicht, wie vielfältig sowas sein kann
Wenn das mit dem Gesetz so hin haut wie von den Leuten die das eingebracht haben offensichtlich geplant, dann bleibt denen keine andere Wahl als sich von OSM zu verabschieden.
Das wäre denke ich sehr sinnvoll und evtl. dabei auch herausfinden lassen, was OSM machen müsste um bei vorhandene Wegen und zukünftig zu erfassenden Wegen auf der sicheren Seite zu sein und wie man das in der OSM-Größenordnung bewerkstelligen könnte.
Mit OSM meine ich hier nicht unbedingt nur OSMF und uns Mapper, sondern auch den Rest vom Ökosystem. “Wir” sammeln die Daten ja auch aus dem Grund, dass Leute daraus coole Sache machen können. Das wäre für OSM sehr schädlich, wenn das nicht mehr ohne weiteres möglich ist.
Da bist du vermutlich nicht der Einzige und ich denke der eine oder andere wäre da sicherlich auch bereit den Fossgis dabei zu unterstützen, diese Freiheit “zu verteidigen”.
Es müsste ja ein Datenlieferant sein, wo man mit ausreichender Sicherheit sagen kann, dass keine Wege darin enthalten sind, die ein Veröffentlichen zum Problem machen.
Natürlich könnte man andere Daten weiterhin aus OSM beziehen, und dann vereinen, aber das ist auch wieder Mehraufwand.
vereinen kann man die Daten allerdings nur wenn man sie unter der ODbL zur Verfügung stellen kann, oder wenn es um unterschiedliche Featureklassen geht, Wege aus unterschiedlichen Quellen kann man anderenfalls nicht vereinen.
Kommerzielle Anbieter, die sich die Rechte z.B. über den Waldbesitzerverband einkaufen?
Karten-Erstellung war ja offenbar durchaus im Fokus bei der Gesetzgebung:
Verbessert werde unter anderem auch die Flexibilität beim Waldmanagement und die Vorsorge gegen Waldbrände. Dazu zähle die flächendeckende Bereitstellung von Karten für Einsätze.
Amtliche Daten? Für das was die Touristiker in ihren Karten brauchen ausreichend, nicht? Von outdooractive wird das sogar als Argument geführt, damit Leute sich ein Abo kaufen und sich nicht mit der Gratisversion zufrieden geben.
Wenn du eine ernsthafte Antwort haben willst: Ich denke es wird sich bestimmt jemand finden, der gegen Geld Daten bereit stellt, die entsprechend “zensiert” sind. Seien es amtliche Daten oder ein beschnittenes OSM-Derivat. Wo eine Nachfrage besteht, entsteht idR. auch ein Angebot. Das regelt meist der Markt.
bei amtlichen Daten muss man sich glaube ich keine Sorgen machen, dass man die erst prüfen müsste bevor man sie verwenden kann, selbst wenn sie falsch sind kann man sich immer darauf berufen dass es die offizielle Version ist, und einen entsprechenden Disclaimer haben alle, OpenStreetMap auch
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Genau… und ich bin mir sicher, wenn es einen Markt gibt für Geodaten ohne einen solchen Disclaimer, wird sich jemand finden, der das gegen Geld anbietet (und dann das Risiko entsprechend trägt).
Ist das hier in dem Kontext wirklich so? Kann ich aktuell ALKIS nutzen, um Wege in Wäldern zu mappen* oder muss ich da vorher anfragen, ob das Land die Erlaubnis hat.
Die nächste Frage wäre nämlich auch, können die Besitzer entscheiden, dass bspw. das geoportal die Daten anzeigen darf, aber nicht auf anderen Seiten/Datenbanken genutzt werden können (und damit de-facto nicht mehr Open-Data sind).
*) ja, mir ist bewusst, dass die nicht super akkurat sind. Es geht hier mehr um, ist das als Datenquelle noch möglich