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(Friedrich Volkmann)
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Nach welcher Systematik die Häuser nummeriert werden, hängt natürlich vom Land und offenbar auch von der Region ab. In Österreich gab es ursprünglich nur die Konskriptionsnummern, wo die Häuser quasi zufällig (oder in der Reihenfolge ihrer Errichtung) und unabhängig von den Straßen nummeriert wurden. In vielen Ortschaften sind diese Nummern bis heute gültig geblieben, und darum hat man es dort oft nicht für nötig gehalten den Straßen Namen zu geben. Einsatzfahrzeuge brauchen mitunter lange um ihr Ziel zu finden. In anderen Ortschaften und in allen Städten wurden die Konskriptions- durch (laut Wikipedia) Orientierungsnummern ersetzt. In Österreich sind Radialstraßen so nummeriert, dass, wenn man stadtauswärts geht, das erste Haus links die Nummer 1 trägt und das erste Haus rechts die Nummer 2. Links sind die Häuser fortlaufend ungerade, rechts fortlaufend gerade nummeriert. Bei Tangentialstraßen geht man im Uhrzeigersinn.
Wenn “Löcher” gefüllt werden, bedient man sich der Kleinbuchstaben. Wenn z.B. zwischen den Häusern 5 und 7 drei weitere gebaut werden, erhalten sie die Nummern 5a, 5b und 5c. Es kommt auch vor, dass ein größeres Haus auf diese Weise unterteilt wird, damit keine Stiegennummer angegeben werden muss oder damit die Stiegennummern überschaubar bleiben.
Im umgekehrten Fall, dass mehrere Häuser abgerissen und durch ein großes Ersetzt werden, z.B. Nummern 52, 54 und 56, bekommt das neue Haus die Nummer 52-56.
Halbe Hausnummern wie in dem Foto gibt es in Österreich nicht.