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Hallo, ein kurzer Zwischenstand:
Auf telefonische Nachfrage hält der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung die für die WMS (DOP, DK5, …) bisherige Praxis der Namensnennung auf der Seite der Mitwirkenden und in den Änderungssatzkommentaren für ausreichend. Das Thema wird nochmal behördenintern besprochen um zu prüfen, ob und wie eine schriftliche Dokumentation dieser Regelung möglich ist.
Die Denkmalbehörde ist leider eine andere Baustelle.
Meine Meinung:
Die Handhabung der Namensnennung ist leider von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und selbst in einem Bundesland von Behörde zu Behörde.
Jede Behörde die Handhabung Namensnennung selbst interpretieren. Das reicht von der Lex OSM mit Anerkennung unserer Teilnahmebedingungen (z.B. Stadt Mainz, Stadt Frankfurt) über den Verzicht zur Namensnennung, wenn die Daten der Behörden nur ein vernachlässigbarer Teil der Gesamtdatenmenge sind (Berlin) , die Akzeptierung einer Nennung auf der Wikiseite der Mitwirkenden (z.B. LGL Baden-Württemberg, Bayerische Vermessungsverwaltung) bis hin zur Forderung der Namensnennung in unmittelbaren optischen Zusammenhang auf allen OSM-Folgeprodukten (z. B. Rheinland-Pfalz und schwebender Zustand in NRW). Absurderweise können wir das amtliche Luftbild von Rheinland-Pfalz indirekt über Esri nutzen.
Durch die OSM-Brille gesehen: Es liegt in der Willkür einer jeden Behörde, wie sie das handhabt. Wenn sie was gegen OSM haben, können sie uns so aussperren. Dann bleibt nur noch der Umweg, die veröffentlichten Daten zur Kontrolle zu verwenden und z.B amtliche Bekanntmachungen aus den Archiven hervorzukramen oder vor Ort etwas anzuschauen und zu mappen.
Ich bin Mitte April wahrscheinlich beim BKG bei einem “Expertenzirkel Geoinformation” zu den Themen ‚Crowd Sourcing‘ und ‚Virtuelle Welten‘. Unter Führung des Bundesinnenministeriums wir da die Bundesregierung beraten. Da werde ich natürlich zum wiederholten Male auf diese Probleme hinweisen. Stichworte: Kirchturmpolitik und Kleinstaaterei. Das BKG leidet selbst darunter.
Das Bundesinnenministerium macht seit Jahren groß Werbung für die dl-de/by-2-0 und die Behörden verwenden sie daher auch mit Vorliebe. Die Nachfrage nach passenden Nutzungsbedingungen stößt dann meistens auf Erstaunen und wird oftmals mit dem Hinweis angelehnt, keine Präzedenzfälle schaffen zu wollen.
Grüße
Joachim