Nun eigentlich zeigt doch schon diese sehr kurze Diskussion, wie wichtig und gleichzeitig wie schwierig das Thema ist.

ich bin selbst aktiv in dem Bereich und einen ganz wesentlichen Teil der Mappingarbeit hier vor Ort habe ich gemeinsam mit “Inklusionsbedürftigen” Menschen gemacht.

Mein persönliches Erleben seit 2013 ist, dass die Arbeit immer schwieriger geworden ist. Als ich angefangen habe, gab es ausser völlig wolkigen schlecht auflösenden Satelittenbildern keinerlei Quellen. Wenn dann Strässchen per Fahrrad und GPS oder Wanderwege per Fuss und GPS erkundet wurden und so ihren Weg in die Karte fanden, konnten sehr viele Menschen eine Selbstwirksamkeit erleben, die einfach nur toll war.

Das ändert sich natürlich, wenn die Quellen besser werden, aber die Arbeit wurde dadurch irgendwie auch immer spezialisierter.

Sich anhand von bestimmten Gruppen Gedanken zu der Struktur einer Community zu machen, finde ich alles andere als “Gedönse”.

Es berührt natürlich Fragen nach der Eigenmotivation, die ich zumindest immer ein wenig unangenehm finde.

Andererseits nutzt das Identifizieren von Prozessen, Hindernissen etc die Menschen am mapping hindern dem Projekt im grossen und ganzen.

auch wenn das Risiko dass manche sich unbewusst auf die “Füsse gedapt” fühlen natürlich da ist. Natürlich baut man im Laufe der Zeit ein grosses Wissen auf und zumindest ich freue mich daran, mittlerweile auch die Feinheiten einer Attributierung von Schranken auf Waldwegen zu verstehen. Kommt jetzt jemand und sagt: “wir müssen das abreissen und Dein Wissen sinnlos machen” rebeliert ein Teil meines “Gefühlslebens” und sagt: war aber viel wichtige Arbeit und nicht einfach…

auch wennmein Verstand klar und deutlich sagt: nö das ist doof. Ooenstreetmap hat noch soviele Gebiete, wo Menschen gebraucht werden - auch wenn sie “ebnere Zugänge” brauchen…