Tordanik
(Tobias Knerr)
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Bei etlichen hier geäußerten (und von mir auch durchaus geteilten) Befürchtungen wird viel davon abhängen, wer bei dem Komitee mitmacht. Wenn das Komitee nur aus Leuten besteht, die sich sowieso schon einig sind, was die Probleme und Lösungen sind – ja, dann wird es womöglich nur als Plattform genutzt, längst bekannte Forderungen noch einmal lauter vorzutragen.
Von der Formulierung der Aufgaben her ist das Komitee so nicht gedacht: Der Einstieg soll aus gutem Grund eine sorgfältige Recherchearbeit sein, um überhaupt einmal eine Faktenbasis zu schaffen und so vielleicht auch eigene voreilige Annahmen zu korrigieren. Und auf der Liste der zu untersuchenden Faktoren stehen ausdrücklich auch in den bisherigen Studien und Debatten eher weniger beachtete Dimensionen von Vielfalt.
Insofern kann ich Nakaner in vielerlei Hinsicht nur zustimmen: Sowohl bei der Beschreibung, was alles Teil einer gründlichen Analyse sein sollte, als auch beim Aufruf zur Beteiligung. Denn die Annahme “das ist ein Club für Leute mit den Ansichten X und Y” wird sehr schnell zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung.