abrensch: +1

Gerade als Behinderter wundere ich mich immer wieder, wie viel Zeit und Aufwand in irgendwelche Komitees und Diskussionen investiert (= verschwendet) wird, bei denen Leute, die keine Ahnung haben, versuchen, Probleme zu lösen, die nicht existieren, und “Ergebnisse” produzieren, die keiner gebrauchen kann. Allein schon wenn ich die Stichpunkte im Eröffnungsbeitrag durchlese, frage ich mich, wer sich so einen Unsinn ausdenkt. Unterrepräsentation? Seit wann ist es denn die Aufgabe von OSM, irgendjemanden zu repräsentieren? Ich dachte, es geht darum, eine Weltkarte zu erstellen? Natürlich kann dabei jeder mitmachen, der dazu beitragen will, und auch die Ergebnisse nutzen - ganz egal ob jemand nun im Rollstuhl sitzt wie ich, was für eine Religion oder sexuelle Orientierung er oder sie hat. Und natürlich sollte man niemanden ausschließen und barrierefreie Zugänge schaffen, damit z.B. auch Blinde an der Karte mitwirken können. Das Thema gibt es ja nicht erst seit heute.

Meine Erfahrung ist, dass solche Aktionen bestenfalls Zeitverschwendung sind, schlimmstenfalls sogar schaden statt zu nutzen. Jedenfalls sind mir persönlich Fälle begegnet, in denen ein solches Komitee irgendwelche komplett sinnlosen Maßnahmen beschlossen und dafür Geld aus dem Fenster geworfen hat, das dann an anderer Stelle gefehlt hat, wo man es wirklich gebraucht hätte. Und das ganze im Namen von Gleichstellung und Integration, ohne dass man die Gleichzustellenden und zu integrierenden vorher gefragt hätte, ob sie das überhaupt wollen, geschweige denn brauchen.

Da wundert es mich nicht, dass so ein Unsinn für “Konfliktpotential” sorgt.