Das Problem ist, dass noch keiner bewiesen hat, dass ein Routing anhand anderer Merkmale als den highway-Kategorien sinnvoll ist. Diese Behauptung wird aber gerne unbegründet in den Raum gestellt. Die highway-Kategorien beinhalten alle bewusst oder unbewusst durch den Mapper wahrnehmbaren äußeren Faktoren. Wenn man nun sowas wie Straßenbreite o.ä. auswerten möchte dann muss man erst einmal registrieren, dass die wichtigsten Faktoren für die automatisierte Bewertung einer Straße in OSM nicht einmal analysierbar sind:
*Die maxspeed ist lediglich eine rechtliche Angabe und gibt keine Auskunft über das praktisch mögliche.
*Eine Ampel kann schlecht vertaktet sein, oder auch 20 Ampeln hintereinander mit grüner Welle verbunden sein.
*Es gibt in OSM keine Information zur Vorfahrtsregelung an Kreuzungen.
uvm.

Hinzu kommt noch, dass es eine Wahnsinnsaufgabe ist, mehrere solcher Faktoren nun zu einer Formel zusammensetzen, es muss scheitern. Was nützt es mir wenn eine Straße 2 Fahrstreifen pro Richtung hat, der Verkehr aber an jeder Ampel für eine Minute zum Stehen kommt. Da fahr ich lieber auf einem Fahrtstreifen mit 50 über 10 Ampeln in einer Tour-> Überholverbot, Anzahl Spuren, Breite der Straße: alles für umsonst! Die Klassifizierung in den highway-Kategorien bleibt in OSM das A und O fürs Routing!