Ja, das ist mir schon klar, wie es realisiert ist.
Es ist sicher keine einfache Aufgabe, hierfür ein Skript zu basteln. Aber es könnte ja sein, dass das schon einmal wer gemacht hat und recht leicht anpassen kann. Ernsthaft gehe ich inzwischen nicht mehr davon aus (wobei die Relationen auf Gemeindeebene bereits nach der Konvertierung ins OSM-Format vorhanden wären, problematisch ist v.a. das Zusammenfassen mit den übergeordneten (VG, LKR, Bez,…) Grenzen).

Wie ich vorgehen würde, um den Datensatz manuell nach OSM zu übernehmen wäre folgende (ich verwende JOSM, alle anderen Editoren kenn ich nicht):
Ich konvertiere mit dem ogr2osm-Skript das Shapefile ins OSM-Format, das man mit JOSM öffnen kann. Wie erwähnt kann ich diese OSM-Datei ins Wiki (oder sonst eine website) hochladen, damit andere nicht auch erst das Shapefile umständlich konvertieren müssen.
Die OSM-Datei mit den Grenzen besteht nun, wie in den derzeitigen OSM-Daten auch, aus Grenz-Abschnitten, die über Relationen zu Gemeinden zusammengefasst sind. Zu jedem Grenzabschnitt der konvertierten Datei existiert normal dann auch ein Abschnitt im derzeitigen OSM-Datensatz. Damit ließe sich jeder Grenzabschnitt einzeln problemlos ersetzen.

Beispielhafte Vorgehensweise in JOSM:

  1. Lade zum Editieren einen Ausschnitt von OSM herunter → Ebene A
  2. Öffne das konvertierte Shapefile → Ebene B
  3. Wähle einen Grenzabschnitt aus (in Ebene B) und kopiere ihn
  4. Gehe zur Ebene A und füge dort den Abschnitt ein
  5. Suche den entsprechenden bisherigen Grenzabschnitt und verbinde Anfang und Ende mit der eingefügten Linie (‘m’ und dann ‘c’)
  6. Wähle im erscheinenden Dialogfenster die passenden zu übernehmenden Attribute (alle Relationen müssen normal behalten werden)
  7. Trenne den entstandenen Ring wieder an den selben beiden Punkten auf und lösche den “alten” (ungenauen) Teil.

Das sind zwar schon einige Schritte, aber wenn man es ein paar mal macht, bekommt man schnell Routine. Und so viele Grenzen gibt es in Bayern auch wieder nicht (zumindest im Vergleich zu Straßen).

Die Grenzen als Hintergrund zu verwenden halte ich für nicht so effektiv, da es meist nicht weniger Aufwand ist (jeder Punkt müsste einzeln übernommen werden) und zudem kleinere Ungenauigkeiten entstehen, oder manche Punkte vergessen werden.