Hallo,
Ich habe mich auch schon öfters ordentlich über den Web-Editor geärgert. Ban-Potlach-Forderungen sind nicht jedoch wenig zielführend (und Ban-iD-Forderungen auch nicht). Eine gewisses Maß an Beschädigungen durch Neulinge (fritzmimi ist keiner mehr) muss man einfach hinnehmen. Wenn wir Grenzen schützen, was folgt dann? Abbiegebeschränkungen? Hautpstraßen? Wichtige Objekte? Adressen? Objekte mit wikidata=*? Objekte mit not_for_newbies=yes? Leute, die wiederholt Schneisen mit einem Online-Editor in die Karte schlagen, muss man freundlich Richtung JOSM drängen. Das ist einfacher, als sich mit etwas populistischen Forderungen die Zähne auszubeißen und sein eigenes Ansehen in der weiteren Community zu beschädigen.
Potlatch tut sich wahrscheinlich im Dezember in Luft auflösen, wenn der Flash-Support in den Webbrowsern endlich abgeschaltet wird. Es sei denn der OSMF-Vorstand gibt noch Mittel für eine Portierung als Desktop-App für diejenigen aus, die auf Potlach nicht verzichten wollen. Richard Fairhurst hatte dazu einen Microgrant-Antrag gestellt, der abgelehnt wurde. Die Sache steht aber auf der Tagesordnung für eine der nächsten OSMF-Vorstandssitzungen. Meiner Meinung nach ist das kein effektiver Mitteleinsatz und dagegen kann man auch sich auch aussprechen.
@Streckenkundler, auch wenn ich deinen Frust verstehen kann, möchte ich dich bitten, bei Änderungssatzkommentaren mit Beschwerdecharakter einen etwas freundlicheren Ton einzuschlagen. Wenn jemand wütende Kommentare erhält, verlässt er/sie das Projekt entweder ganz (ist ein Einzelfällen manchmal ganz gut, in der Masse dem Projekt längerfristig schädlich) oder schaltet auf stur.
Ich habe den Änderungssatz 87726605 so kommentiert, wie ich es für gut halte. Wenn ein Mapper auf freundliche Kommentare nicht reagiert, helfen auch zornige nicht. Wenn er jedoch auf freundliche reagiert, schaden zornige eher. Im Gegenteil, wenn ein Fall wie jetzt eskaliert und die DWG dem Benutzer ggf. eine Null-Stunden-Sperre gibt, genügt es einmal oder mehrfach, aber stets freundlich per Änderungssatzkommentar um eine Verhaltensänderung gebeten zu haben. Wer nämlich auf freundliche Kommentare nicht reagiert, passt nur bedingt zum Projekt. Anders herum rhetorisch gefragt: Wie nachhaltig ist es, wenn man jedes Mal sprachlich in Richtung der Kanalisation greifen muss, um sich Gehör beim Gegenüber zu verschaffen?
Ich habe mir von Frederiks Sperrnachrichten der letzten Jahre den Hinweis auf “OSM ist ein Gemeinschaftsprojekt” abgeschaut. Ich verwende ihn bei den Leuten, denen ich unterstelle, dass sie meine Kommentare nicht ernst nehmen, weil ich kein Admin bin (bei OSM sind wir aber alle gleich, nur die DWG ist gleicher). Wenn er hilft, ist es gut. Wenn Hopfen und Malz verloren sind, war es halt vergebliche Tastaturbenutzung. 
Um die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen (sollte angesichts der vorherigen Kommentare von dir und anderen Benutzern in den letzten Tagen und Wochen klar sein), habe ich eine Sperre in den Raum gestellt, auch wenn das nicht der perfekte Einstieg in eine konstruktiv-produktive Beziehung ist. Auf eine 0-Stunden-Sperre dürfte es aber vermutlich hinauslaufen, wenn du die DWG einschaltest (übrigens danke ich dir dafür im Voraus).
Der Klügere wählt seine Worte mit Bedacht und gibt (manchmal) nach.
Viele Grüße
Michael
(manchmal nicht der Hellste :))