Ich bin heute im Rahmen meines Projektes Grenzsteine Preussen-Sachsen an den Grenzanlagen der Gedenkstätte Point Alpha in der Rhön vorbeigekommen und war etwas überrascht über das, was dort so alles gemappt ist.
Das fängt mit dem “Point Alpha” Museum an, welches es zweimal gibt, einmal korrekt als das ehemalige US camp Gelände und dann noch einmal als Node mitten auf einer grünen Wiese.
Ein Pförtnerhaus mit Namen “Eingang zur Ausstellung”, eine Lagerhalle mit Namen “Ausstellung”, ein weiteres Gebäude mit Namen “Point Alpha Ausstellung” innerhalb des Museums “Point Alpha”, einen Stellplatz für 3 Wohnmobile mit Namen “Point Alpha”. ein Umspannwerk mit Namen “Point Alpha”, einen Grenzturm mit Namen “Grenzturm”, einen Beobachtungsbunker mit Namen “Beobachtungsbunker” und als Krönung ein Stück Grenzzaun mit dem Namen “eiserner Vorhang” + 7 Namen in anderen Sprachen (Übersetzungen von “eiserner Vorhang”). Alle diese Namen sind frei erfunden und vor Ort nicht verifizierbar. Sie sind entweder frei erfunden oder lediglich Beschreibungen der Objekte.
Dann gibt es noch einen Node mit dem tag leisure=park + name=Haus auf der Grenze, der sich in dem Gebäude mit Namen “Haus auf der Grenze” (das heisst tatsächlich so) befindet.
Einen hölzernen Schlagbaum, der als way mit barrier=guard_rail gemappt ist und zusätzlich mit einem node als barrier=lift_gate + name=стой (der “Name” bezieht sich auf ein russisch beschriftetes Stop-Schild, das an dem Schlagbaum hängt ).
Lange Rede, kurze Frage: Darf man das aufräumen oder sollte man von den vielen schönen Namen lieber die Finger lassen, weil ohne die fehlen natürlich in carto dann die (erfundenen) Beschriftungen.
Ich würde mir irgendwas in Richtung description ansehen. Vielleicht auch in Kombination, wie die Alternative dann z. B. mit Overpassturbo aussehen könnte.
genau, diese Informationen als Namen einzutragen ist natürlich nicht der richtige Weg, aber trotzdem finde ich, sollte man das nicht einfach wegbürsten sondern versuchen, die Sachen so umzuschreiben, dass es konform mit unseren Regeln wird, und möglichst alle Informationen erhalten bleiben.
Doppelungen, meist in Form von zusätzlichen Nodes, gibt es leider oft, da würde ich immer das neuere Objekt löschen bzw. die Fläche vor einem Punkt bevorzugen, und vor dem Löschen die Informationen übertragen die ggf. noch fehlen.
Im Freigelände von Point Alpha (KLICK) sind diverse Fahrzeuge und Maschinen ausgestellt, die im Winter (je nach Wetter so etwa November bis März) in eine große Zelthalle verlegt werden. Im Sommer kommen sie wieder auf die Freifläche, meistens auch in derselben Reihenfolge auf die Vorjahresplätze, aber nicht immer. Das macht ein Detailmapping natürlich schwierig.
Aktuell sind die Geräte zum großen Teil als Flächen gemappt, was ich für eher nachteilig halte, speziell im Hinblick auf das zuvor gesagte. So genau, wie die Umrisse eingetragen sind, stehen die Geräte nicht jedes Jahr.
Ich würde daher eine Änderung zu Nodes favorisieren und diesen dann entweder ein seasonal=yes oder ein seasonal=summer anhängen.
In die Halle würde ich dann einen “exhibit”-node für die Geräteausstellung mit seasonal=winter setzen.
Passt das so? Welches seasonal Tag würdet ihr dafür wählen?
wenn einzelne Exponate als Umrisse gemappt wurden die jetzt nicht mehr ganz stimmen und die vorgeschlagene Lösung dafür soll sein, die Umrisse ganz zu löschen und Nodes dafür zu zeichnen: wieso nicht einfach die einzelnen Exponate ganz weglassen und in einem tag am “Hauptobjekt” auflisten? Dann müsste man noch weniger updaten…
Ich habe zu dem Thema keine echte Meinung, deshalb frage ich hier. Die Frage ist, wie präzise kann man solche Geräte sinnvoll abbilden?
Einen “echten” Umriss kriegt man mit den OSM Mitteln kaum hin, man muss also ohnehin generalisieren. Aus einem Fahrzeug wird dann z.B. ein scharfkantiges Rechteck und aus einem Hubschrauber eine keulenförmige Fläche.
Wenn das Gerät dann jedes Jahr um ein paar Meter versetzt und anders gedreht aufgestellt wird, macht der Umriss dann Sinn? Wäre ein Node, der solche Unschärfen wegsteckt, dann nicht sinnvoller?
Die ganze Fläche als Geräteausstellung zu mappen, wäre das andere Extrem. Tatsächlich gab es dort zu Anfang nur einen node mit den Tags
bis sich ein Kollege die Mühe gemacht hat, einen Teil der Geräte als Umriss zu zeichnen.
Mir geht es hier nicht um die Extreme, sondern um den sinnvollen Kompromiss.
Wenn sie jedes Jahr anders stehen aber grundsätzlich schon in dem Bereich, dann halte ich einen node für besser. Die Umrisse suggerien nicht vorhandene Genauigkeit.
Ggf. den user drauf hinweisen, dass du das gerne ändern würdest und auf diesen Thread verweisen.
Ich habe die Objekte im Freigelände jetzt erst mal mit seasonal=summer ergänzt und die Ausstellung in der Halle als node mit seasonal=winter erfasst. Im nächsten Jahr schaue ich mir dann mal an, wie die Geräte im Freigelände aufgestellt wurden. Je nach Sachlage wird das dann nochmals angepasst (oder auch nicht). Ansonsten ist die Überarbeitung der Gesamtanlage Point Alpha abgeschlossen.