ich möchte euch auf eine neue MapRoulette-Challenge aufmerksam machen, die sich mit sich überschneidenden und spitzen Gebäuden in ganz Deutschland befasst. Über euer Feedback und euer lokales Wissen würde ich mich sehr freuen.
Manche Gebäude in OSM überlappen sich mit benachbarten Gebäuden oder Straßen, oder sie haben ungewöhnlich spitze Ecken — also Winkel unter 15° zwischen zwei Wänden an einem gemeinsamen Knoten. Solche Geometriefehler können Navigationsdienste, Routing-Engines und alle anderen Anwendungen beeinträchtigen, die auf saubere Gebäudeumrisse angewiesen sind.
Woher kommen die Aufgaben?
Unser Team hat eine räumliche Analyse über ganz Deutschland durchgeführt und dabei Polygone markiert, die sich mit anderen Gebäuden oder Straßen überschneiden, sowie Formen mit diesen auffälligen Winkeln unter 15°. Jede Aufgabe zeigt auf einen konkreten Ort, der problematisch aussah — allerdings ist nicht jede davon noch aktuell, wenn ihr sie bearbeitet.
Aufgaben bearbeiten
Already Fixed – wenn das Problem bereits von jemand anderem behoben wurde
Not an Issue – wenn die Geometrie vor Ort tatsächlich korrekt ist
Wenn eine Aufgabe unklar erscheint oder ihr euch nicht sicher seid, einfach überspringen oder einen Kommentar hinterlassen.
Und auch hier am Gymnasium paßt es nicht: Way: 1220337618 | OpenStreetMap
Besonders schön ist an dieser Gebäudegeometrie, (nördlich am Parkplatz) auch solch eine kleine “futzelchen” Ecke zu sehen. Kann mir doch keiner erzählen, daß der Grundriß so verläuft…
Was tun? Als “kein Fehler” durchwinken…
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Also das Liegenschaftskataster sieht aus, als wären da nach und nach diverse Anbauten/Umbauten hinzugekommen.
Ebenso ein klassisches Beispiel, dass auch ALKIS keine absolute Wahrheit besitzt:
Die Lücke zwischen Wohnhaus und Garage ist mindestens überdacht, vermutlich jedoch komplett in den Hausbereich einbezogen. Der angemeckerte spitze Winkel entspricht nicht dem tatsächlichen Bau (k.A. wie die das mit der Grundstücksgrenze geregelt haben …)
Und nach für OSM nicht verwendbaren Straßenbildern sieht das auch nicht nach Mehrfamilienhaus (apartments) aus.
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Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Doch. Offizielle Kataster-Grundrisse nehmen oft jeden kleinsten Vor- oder Rücksprung im Grundriss auf (hatten wir letztens erst bei Balkonen und Mauervorsprüngen).
Und die im Luftbild unschwer zu erkennende Spitze ist tatsächlich “nur” die Dachkonstuktion, die als Design-Element über das Gebäude hinausragt. Auf der Homepage gibt es Bilder, wo man dies im Hintergrund erkennen kann.
Jein, heutzutage werden die Katasterdaten zwar digital geführt, aber jeden “kleinsten Vor- und Rücksprung” würde man dort dennoch nicht erwarten. Der Standard für Lagepläne ist 1:500, und bei Bedarf bzw. auf Anforderung gibt es ggf. noch “Details” in 1:200 in besonderen Fällen. Bei 1:500 entspricht 1mm im Plan 50cm in der Realität, so kleine oder gar noch feinere Details wird man daher in Lageplänen normalerweise nicht finden.
Dankeschön @Mammi71 für die verständlichere Aufarbeitung meiner Anfrage!
Ich hatte mir auch gedacht, daß es da zwischen den beiden Gebäuden sicherlich keine Lücke gibt.
Die angemahnte zu spitze Geometrie stimmt mit dem, was ich auf den Bildern sehe nicht überein.
Ich hätte die Spitze rechtwinklig gemacht, wie es an den Nähten der Bedachung zu erkennen ist und wie du es auch markiert hast.
Man weiß halt bloß immer nicht, ob man sich damit unbeliebt macht…
Ich würde ja die Geometrien nicht einfach so von den Katasterdaten übernehmen.
Mit den Satbildern würde ich sie auf jeden Fall vergleichen und mit meinem Bauchgefühl abstimmen…
Ja, die hatte ich auch erkannt und hätte es so akzeptiert. Ich meinte eher diese kleinen Ecken… sie kommen mir in NRW sehr häufig unter, wobei ich ja der Meinung bin, daß diese Ecken, grafische Fehler im Kataster vom Amt sind.
Danke @dieterdreist!
Da bin ich ganz deiner Meinung!
So genau kann man das doch gar nicht erfassen.
Aber gut, jeder wie er mag.
Nur muß man sich dann nicht wundern, wenn es immer wieder eine neue Challenge zu diesem Thema gibt.
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Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Heutzutage zeichnen weder Planer/Architekten noch das Katasteramt extra Pläne in 1:500. Alles geht auf faktisch die gleichen Pläne zurück und wird allenfalls für kleinere Maßstäbe generalisierte. Ist bei OSM auch nicht anders.
Und falls es Dir nicht klar sein sollte (was ich Dir aber nicht abnehme): wenn ich von kleinsten Vor-und Rücksprüngen rede, meine ich nicht den dekorativen Strukturputz, sondern Balkonnischen, Erker, Fassadengliederungen etc.Gerade bei letzteren reden wird auch von Ecken von 10-25 cm Tiefe und bei feinen Linien auch bei 1:500 noch erkennbar. Auch in Anrath-Willich kann ich da Beispiele aufzeigen.
Sehr wahrscheinlich kein grafischer Fehler. Ich habe leider keine Ansicht von dieser Seite gefunden, wäre aber alles andere als überrascht, wenn sich die outline westlich der Zacke nicht als massives Betonmauerwerk und östlich der Zacke als bodentiefe Glasfassade (die im Vergleich zum Mauerwerk i.d.R. etwas nach innen versetzt ist) herausstellen würde.