Es ist wirklich toll, wenn man hoch aufgelöste, genau justierte Bilder zur Verfügung hat. Die Dinge, die man danach erfasst hat, werden entsprechend lagegenau sein.

Auf der anderen Seite ist eine Karte eine (zwangsläufig unvollständige) Abstraktion der Wirklichkeit. Und da kommt es in den meisten Fällen weniger auf die genaue Lage an, als darauf, dass Objekte in topologisch richtiger Beziehung stehen. Beispiele: Telefon, Briefkasten, FastFood, Geschäft usw. auf der richtigen Straßenseite und in der richtigen Reihenfolge zueinander. Ob das einzeln betrachtet vielleicht um 10 Meter verschoben ist, bedeutet hingegen relativ wenig.

Gegenüber der topologisch richtigen Lage (die man nur mit Ortskenntnis weis) ist die Angabe einer (auch nur geschätzten) ‘Genauigkeit’ ziemlich belanglos. Und mal ehrlich, ob eine Kreuzung mitten im Wald nun 10 oder 20 Meter neben dem realen Wert liegt, spielt doch im Grunde keine Rolle. Wichtiger ist doch, dass die Schutzhütte in der richtigen Ecke plaziert ist.

Wenn jemand Genauigkeit im Meterbereich wünscht, muss er/sie wohl in den sauren Apfel beißen und ein Profi-Gerät mit Auswertung beider GPS-Bänder (L1 und L2) beschaffen. Dann muss man aber auch daran denken, die richtigen Meßmethoden zu verwenden, wie Messung 2 Meter (oder mehr) über dem Boden, korrekte Ausrichtung und ähnliches.

Edbert (EvanE)