Aus praktischer Sicht wäre ich bei Türmen eher für die Erfassung des Fußes als building und würde den oberen kragenden Teil als building:part darstellen, weil das viel eher dem entspricht was man vor Ort wahrnimmt. Eine Auskragung in 200m Höhe bei einem Fernsehturm bekommt man auf dem Boden darunter gehend nicht mit.
Bei Architekturdarstellungen hat man als Planersteller die Auswahl. Für Lagepläne werden oft Dachdraufsichten gewählt, manchmal aber auch Erdgeschoss-„schnitte“. Grundrisse sind im allgemeinen Horizontalschnitte. Nach DIN 1356 schneidet man in 1m Höhe und höher liegende Fenster werden gepunktet, darunter liegende gestrichelt, bei hohen Fenstern würde das aber zu einer wenig eingängigen Zeichnung führen, daher ist die Höhe in der geschnitten wird ggf. variabel, so dass man durch alle Fenster schneidet. Je kleiner der Maßstab wird um so mehr wird man durch dieselbe Ebene schneiden (technische Darstellungen) während bei größeren Maßstäben (eher künstlerisch) mehr Freiheiten sind. Bei klassischen Karten sind die Gebäude sowieso ziemlich generalisiert, der Unterschied von Dachdraufsicht und EG Grundriss ist normalerweise nicht so riesig, kleinere Versprünge werden sowieso ignoriert, genauso wie kragende Bauteile (Balkone).