Galbinus
(Galbinus)
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… und weil diese Relikte keine Einzelstücke sind sondern zu einem ehemaig linear zusammenhängenden Objekt gehören, diese in einer Relation zusammenfassen wie dies z.B. in diesem Wikibeitrag https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Tag:route%3Dhistoric und der dort als Beispiel angegebenen Relation https://www.openstreetmap.org/relation/3225705 umgesetzt wurde. Auch dort wurde, zur Darstellung der Linearität des ursprünglichen Objekts (der Reichsautobahn 47, deren Bau lediglich begonnen war, die aber nie durchgängig on the Ground existiert hat) darzustellen.
Über Details mag man diskutieren. Aber ich fände es einen enormen Informationsverlust, würde man darauf bestehen, die durchgehende Linie zu entfernen und nur noch die einzelnen on-the-Ground vorhandenen Relikte stehen ließe. Da würde es auch keine Hilfe sein, auf eine Extra-Datenbank zu verweisen. Dem Standart-Nutzer einer OSM-Karte, der unterwegs auf ein solche Relikt stieße, hätte keine Möglichkeit, die Zusammenhänge mit anderen Relikten direkt nachzuvollziehen.
Weiteres Beispiel: Auch bei anderen historischen Objekten wird die Linearität auch in überbauten Bereichen in der OSM-Datenbank dargestellt wie z.B. beim Limes - https://www.openstreetmap.org/way/218271810#map=11/49.0957/10.8847
Wir sprechen also nicht allein von einem Sonderfall der Eisenbahnfreunde, sondern wie von mir geschildert geht es auch die linieare Darstellung von Fragmenten historischer (Handels-)Straßen und der linearen Darstellung von Kulturdenkmälern wie des römischen Limes.
Das Problem ist, dass die Einen - vertrauend auf verschiedene OSM-Wiki-Artikel und OSM-Tagging-Schemata - mühevoll linieare historische Objekte in die OSM-Datenbank eintragen. Und andere diese Arbeit mit dem Hinweis auf die on-the-ground-Regel löschen. Es gibt also einen seit Jahren existierenden Dissenz. Ich persönlich kann durchaus mit solchen Dissenzen leben, tue mich aber schwer damit, wenn solche Dissenzen zu umfassenden Löschungen führen, ohne dass die bestehenden OSM-Wiki-Artikel, nach denen diese Objekte eingetragen wurden, für allgemein als ungültig erklärt wurden. Wenn es also nicht funktioniert nach dem Motto “leben und leben lassen” sollte man versuchen, die Dissenzen zu minimieren. Was aber in dem aktuellen Fall offensichtlich schwierig ist.
Also vielleicht weiterhin diskutieren, bis dahin aber verfahren nach dem Motto “leben und leben lassen”?