…mal ein Thema, was mir Spaß bereitet und mein Interesse hervorruft.
Aus meinem Küchenfenster sah ich neulich, daß man auf einem Wiesendreieck bei mir vor der Nase ein Holzgestell errichtet hat, auf dem man spreewaldtypische Heuschober errichtet.
Mittlerweile liegen zwischen diesem Gestell und der dahinter verlaufenden Straße 4 runde Heuballen, der Schober wird garantiert kommende Woche komplettiert. Bild der Vollendung liefere ich dann nach.
Wie man hier schön sieht, ist das Teil doch massiver und nichts für 1 Jahr. Das sind so 50-60cm über Geländeoberkante, eigentlich nur nötig, wenn auf den Wiesen Winterhochwasser kommt und das Heu nicht fault. Fläche ca. 2x2 Meter.
Ich als Spreewälder müsste es eigentlich wissen, wie, ich hab aber keine Tagging-Idee. Im Oberspreewald sieht man sowas häufiger, ich meine aber, daß mir noch keine Erfassung untergekommen ist.
Hat jemand Ideen?
Danke,
Sven
PS: sollte es zu einer Doku in unserem Wiki kommen, steht das Bild bereit.
Bist du dir sicher, das das nicht im Frühjahr wieder ab- und erst im Spätsommer wieder aufgebaut wird? So mitten auf der Wiese scheints mir sonst recht unpraktisch.
Ja, definitiv. Die Wiese ist seit Jahr und Tag eine “Soda”-Wiese… eine Wiese, die einfach nur so da ist. Für eine Wiese sehr schlechter Zustand, keine regelmäßige Mahd. Die Pfosten sind auch richtig ordentlich eingegraben.
Relativ genauer Standort: OpenStreetMap 10 Meter nach Links ist die Wiese zu Ende…
Das ist so ein Touri-Ding… letztes Jahr hat man wenig weiter westlich 7 Gehölze gepflanzt. Ein Insektenhotel (was anscheinend nicht angenommen wurde) ist da auch irgendwo.
Sven
Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
4
building=hayrack ist bereits dokumentiert Tag:building=hayrack - OpenStreetMap Wiki
Es gibt aber auch rund 25 man_made=hayrack laut taginfo beides überwiegenden in Slowenien im Einsatz und im Wiki auch gut bebildert.
Das, was ich sehe: ist immer alles abgedeckt… Es ist immer entweder Linear oder etwas gebäudeartiges… passt für mich nicht.
Ich weiß, daß ist hier so eine lokale Sache. Für den Begriff “Heuschober” gibt es sicher keine adäquate Übersetzung im Sinne der Sache.
Nach einer Bügelflasche Grundnahrungsmittel aus dem Hause Altenburger tendiere ich zu folgendem:
Geometrieart: Punkt
man_made=haystack_baseframe → ich setze mal haystack hinreichend mit unsere Schobern gleich und baseframe als Untergestell dafür
height_above_ground=0.6 → Höhe dessen über dem Erdboden
baseframe_area=2x2 → Fläche: hier 2x2 Meter
Wie gesagt: diese erhöhte Errichtung dieser Heuschober über der anstehenden Fläche ist eigentlich ein Hochwasserschutz. Wenn über der Fläche ein 20, 30 oder 40 Zentimeteriges Hochwasser streicht, bleibt mit dieser Bauart das Heu trocken. Darüberhinaus wird es so geschichtet, daß von oben kommendes Regenwasser abgeleitet wird. An der Stelle ist das mit “Hochwasser” natürlich Quatsch! Dieses Teil ist an der Stelle ein reiner Blickfang für den Tourismus…
auch an anderen Stellen hier im Spreewald finden sich solche Dinger…
Erstaunlich, daß noch keiner gefragt hat…
…heute ist geschobert worden… Ein guter Bekannter berichtete: 5-6 Erwachsene, eine Lehrerin und eine Schulklasse waren beteiligt. (Ist ja die Zeit der Projekttage, wir haben auf Arbeit auch einen Schülerpraktikanten)
…so blöd ist die Frage nicht, die ist gut und berechtigt. Es liegt an der Bauform. Die Schober werden so geschichtet, daß Wasser immer ablaufen kann, daher diese Form. Im Bereich der Mittelstange müsste der Schober noch etwas höher. Gerade die äußeren Heuschichten werden so gezogen, daß sie immer längs von oben nach unten verlaufen. Der Rest ist Physik. Sicher mögen die obersten 2-3 Zentimeter so eine Art “Opferschicht” sein. Da das auch zum Einstreu benutzt wird, ist das dafür ausreichend.
@Mammi71
Ja, es gibt nur noch im Vergleich recht wenige Gebäude mit Stroheindeckung… warum wohl…
Feuergefährlich
schwieriger herzustellen
keine entsprechenden Fachleute mehr…
Leider…
Ach übrigens… Windlattverzierungen (=das, was man am oberen Endes des Giebels sieht) … Auf deinem Wikipedia-Bild sind schön “Schlangenköpfe” zu sehen… Das ist auch so eine Mähr… Es gibt eine Arbeit zu eben solchen Windlattverzierungen von Gebäuden aus den 20er/30er Jahren bezogen hier auf den Großraum Spreewald → Fazit: jeder (!!) Ort hatte damals seine eigenen Formen!