Danke Dir @Map_HeRo für Deine ausführlichere Erläuterung! :slightly_smiling_face:
Ich war da mit meiner Antwort mal wieder etwas zu voreilig… :see_no_evil:
Bin ja auch auch kein Wasserwegexperte… :wink:

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Alles klar, Danke! (Das Neuladen war mir allerdings durchaus bekannt, aber man weiß ja nie, mit wem man’s zu tun hat :wink: )

Gestern hat mir auch @silversurfer83 in der Disk. zu einem POI ( Änderungssatz: 158180847) einige Tipps gegeben, so ganz klar scheint (mir) die Sache mit den Bootsanlegern aber immer noch nicht zu sein.
Damit jetzt nix parallel läuft, führe ich das mal hier zusammen.

Als Wassersportler mit Motorboot und Kanu auf Flüssen sind dort am Ufer vor allem folgende Punkte interessant: Ich versuche, das mal für “Landratten” ein bischen zu sortieren:

(Kanu-)Anleger / Bootsanleger
An denen kann ein Kanu (i.d.R max. ein paar Stunden z.B. zum Kaffeetrinken) festmachen und die Besatzung ein- und aussteigen. Das sind häufig Stege, die entweder auf Pfählen im Wasser stehen oder auf Pontons schwimmen (“Schwimmstege”). Vor allem letzere werden in unseren Breiten meistens im Winter herausgenommen und an Land verwahrt. Mit etwas Anstrengung kann man dort auch ein Kanu ins Wasser lassen oder herausholen, da die Dinger ja nicht schwer sind. Kleinere Motorboote können dort theoretisch auch notdürftig festmachen, das ist aber normalerweise mindestens unerwünscht, wenn nicht verboten, wenn die Kanuanleger zu einem Kanuclub gehören. Größere Motorboote können dort nicht festmachen. Diese Kanuanleger sind an vielen Gewässern in D sehr häufig.

Laut OSM WIki würde ich sie als man_made=pier taggen. Zusätzlich wäre m.E. auch canoe=put_in möglich.

Viele von diesen Anlegern sind aber, wie ich ja ober beschrieben habe, in meiner Gegend (Weser, Werra, Fulda) als leisure=slipway getagt, was m.E. völlig falsch und für Bootsleute ärgerlich ist (Erklärung siehe unten).

→ Bisher habe ich die dann zu canoe geändert. Inzwischen denke ich aber, dass man_made=pier besser wäre…

Was tun? :thinking:

Feste Bootsanleger:
Die sind i.d.R. aus Beton bzw. gemauert. Je nach Höhe können dort Kanus bzw. Motorboote anlegen und erstere rein- bzw. rausgeholt werden.

Das ist dann wohl am ehesten leisure=marina ? Oder einfach nur mooring? :thinking:

Sliprampen
Sliprampen sind eine völlig andere Sache. Dort kann keiner anlegen, weder mit Kanu, noch mit Motorboot (wenn auch oft ein Anleger in der Nähe ist).
Sliprampen sind i.d.R. Betonrampen, die ins Wasser führen und nur für Motorboote auf Bootsanhänger nutzbar. Man fährt hier rückwärts mit dem Boot auf dem Anhänger ins Wasser, um das (schwere) Motorboot ins Wasser zu lassen bzw. rauszuholen.
Das (und nur das!) ist laut OSM Wiki ein leisure=slipway!

Für Kanus sind diese Sliprampen nicht wirklich nutzbar, man kann dort das Boot nicht festbinden und kommt wegen des flachen Wassers auch nur schlecht rein bzw. raus. Und für den Motorbootfahrer sind die Kanuanleger ohne Wert, weil er dort i.d.R. nicht festmachen darf und erst recht nicht sein Boot aus dem Wasser ziehen kann.

Diese drei waren eigentlich die wichtigsten POIs, die den Wassersportler für die Planung einer Tour interessieren: Man muss irgendwie ins Wasser rein bzw. wieder raus und man muss ab und zu irgendwo anlegen. Der Rest (außer Wehren und Schleusen) ist tatsächlich (binnen) nicht so wichtig, alles das sieht man ja rechtzeitig unterwegs.

Leider scheint hier in OSM aber einiges durcheinander zu sein (siehe oben): Viele Kanuanleger sind als Slipway getaggt und pier bzw. put_in gibt’s (zumindest hier in der Gegend) kaum, was überhaupt nicht der Realität entspricht.

Ich würde mich freuen, wenn sich hier ein paar erfahrene Mapper zum Thema äußern, damit ich zuminest dort, wo ich unterwegs bin (Weser, Fulda, Werra, Saale, Aller, franz. Kanäle, …) ein bischen dazu beitragen kann, die Sache zu verbessern.

Aktuell (siehe Disk.) hab ich vom Mappen aber noch nicht so viel Ahnung und würde mich über Tipps freuen, wie ich (per OsmAnd) etwas verbessern kann, wenn ich es sehe.Ein paar Tipps, was OsmAnd angeht, hab ich von @silversurfer83 ja schon bekommen, aber irgendwie blicke ich die Systematik noch nicht.

In diesem Sinne
viele Grüße aus Göttingen

FriedoAch

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Wie bereits schon erwähnt, ist ein slipway für eine Kanu-Ein- und Ausstiegsstelle ein Mapping für den Renderer (um eine Anzeige zu erzwingen) und unerwünscht. Der Standard-Renderer mit osm-carto ist halt nicht für das Wasserwandern gedacht.
Besser ist z.B. openstreetbrowser
Persönlich würde ich slipway überall entfernen, wo es keine Slipanlage ist.

Bezüglich der konkurrierenden Schemata canoe=* und whitewater=* haben wir ja schon weiter oben diskutiert. Wo canoe= sinnvoller ist, sollte dies zumindest ergänzt werden

bei canoe=put_in (eigentlich nur Einstieg) immer überlegen, ob hier auch Ausstieg möglich ist (und umgekehrt). Manchmal ist das auch entsprechend beschildert.

Für ein durchgängiges Routing sollten auch die Stellen, wo man umtragen muss, also die Wege vom Ausstieg zum Einstieg als canoe=portage (und/oder whitewater=portage) mappen. Die Verbindung vom waterway=river zum Ein-/Ausstieg sollte mit einem waterway=link versehen werden (ersetzt bestehende waterway=portage)

Allgemein: ich mach mir unterwegs mit OSMAnd nur Notizen oder Wegpunkte und zeichne zeitgleich den gefahren Weg als GPS-Track auf. Die Track-Aufzeichnung lade ich hoch und nehme anhand dessen u.U. Lagekorrekturen vor (aber Achtung bzgl. Lagegenauigkeit von Aufzeichnungen mit dem handy - das ist aber ein eigenes Thema). Ansonsten bearbeite ich Pois usw. eher im Nachhinein am Rechner, nicht direkt mit OSMAnd.

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Das halte ich für unötig. Warum sollte man das tun? Den Weg selber zu erfassen sollte doch ausreichen, oder nicht?

(Ansonsten volle Zustimmung.)

Woher sollte ein Wasserwegerouter wissen, über welche Landwege er routen kann/soll/muss und welche nicht? Sonst fängt der Router womöglich noch an, bei Flussschleifen über den nächstbesten Feldweg abzukürzen. Und nicht immer ist der kürzeste Weg zwischen Ein- und Ausstieg auch der geeignetste oder der vorgesehene.

Eventuell gibt es einen Zusammenhang mit diesem Projekt:

Ok, dann wundert mich gar nichts mehr.

Aber ja, canoe=* ist für Ein- und Ausstiege sowie Umtragestellen im Bereich Wasserwandern intuitiver als whitewater. Aber ursprünglich war canoe=* ein access-tag. Das ist jetzt so etwas vermischt.

Ach, und komischerweise nur Einstiege, aber kaum Ausstiege - müssen die alle den kompletten Fluss runterfahren und dürfen erst an der Flussmündung wieder aussteigen?

OK, Danke schon einmal!
Wenn ich die Kanu Anleger hier an den Flüssen anschaue, sehen die allerdings eindeutig viel mehr so aus, wie sie beim Tag man_made=pier auf dem ersten oder zweiten Bild gezeigt sind
(Tag:man_made=pier - OpenStreetMap Wiki) und nicht wie bei sie bei canoe = put_in aussehen (Tag:canoe=put_in - OpenStreetMap Wiki).

Es sind halt wirklich bauliche Anlagen und nicht nur eine Stelle am Rand eines Gewässers, an der man sicherlich sein Kanu herausziehen kann.

Von daher meine Frage, ob nicht der man_made=pier Tag der richtige wäre.

wenn es ein Steg ist, sollte dieser auch so gemappt werden. Ein canoe=put_in;egress kann durchaus zusätzlich an einem Punkt des Steges gemappt sein, das schadet nicht und kann gleichzeitig existieren.

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Wenn vor Ort ein Pier ist, gehört man_made=pier dran. Alternativ gibt es auch noch man_made=quay, wenn die Anlegestelle nicht als Steg in das Gewässer ragt, sondern ein befestigter Streifen am Ufer ist.

Wenn man da sein Kanu zu Wasser lassen kann und darf, kann ein zusätzliches canoe=put_in oder canoe=put_in;egress nicht schaden.

Wobei es auch nicht verkehrt wäre, die Wikiseite zu canoe=put_in mal daraufhin zu überarbeiten, ob das put_in nicht generell auch ein take_out (egress) beinhaltet, denn das tut es m.E (und so war es wohl auch zunächst einmal definiert).

Edit: @Mammi71 ist mir zuvorgekommen …

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Am besten wäre es, wenn du Fotos zu den Anlegestellen bei dir hier einstellst.

BTW: Die Bilder im Wiki sind leider wenig aussagekräftig.

Das machen wir aber auch nicht für andere Router oder Verkehrsarten. Außer es ist gesetzlich vorgeschrieben/verboten einen bestimmten Weg zu nehmen oder nicht zu benutzen.

Nicht dass wir demnächst auch Tags für das Umsteigen von Bus 512 zur U1 eintragen.

@toc-rox : Ja, gute Idee, hier hole ich es schnell mal nach. So wie hier sehen eigentlich fast alle Kanuanleger hier in der Gegend an den Flüssen aus. Wie gesagt, meistens schwimmen sie auf dem Wasser und sind im Winter raus) und schauen nur sehr flach aus dem Wasser. Bestenfalls kann man ein kleines Motorboot daran festmachen. Gedacht sind sie aber für Kanus. Man kann dort sehr gut ein- und aussteigen und notfalls das Kanu auch herausziehen und an Land bringen.

Mit Sliprampe hat das einfach gar nichts zu tun und ist für jemanden, der eine Sliprampe benötigt, regelmäßig sehr irreführend.

(Das Foto ist vom Boot aufgenommen, von daher ein nicht optimaler Winkel.)

Der Kanu Steg auf dem Foto ist der bei boffzen an der Weser:

https://www.openstreetmap.org/node/4247263430#map=19/51.750253/9.384934&layers=N

Er z.B. ist aktuell auch als Slipanlage getaggt. :thinking:

Ich finde übrigens auch, dass diese (weit verbreiteten!) Kanustege nicht so aussehen wie die bei man_made=pier gezeigten Beispiele. Etwas besseres finde ich allerdings nicht…

Die Kanu-Stege sind flacher und nur knapp über der Wasseroberfläche. Um so wichtiger ist es, das canoe=* zusätzlich zu mappen.

@Mammi71 Du hast ja bei uns im Spreewald auch etwas Erfahrung… Sowas, wie im Bild gezeigt, ist für mich ganz klar man_made=pier… das haben wir an jeder Schleuse, einmal im Oberwasser, einmal im Unterwasser. In der Regel feste Holzstege, selten schwimmend… Ob jetzt immer canoe=put_in;egress jeweils gesetzt ist, weiß ich aus dem stehgreif nicht, Aber User @LosHawlos hat in letzter Zeit hier im Spreewald dankenswerterweise einiges ergänzt.

…was macht denn eigentlich die Canuva-App bei dieser Geschichte, ich hab sie zwar eif dem Handy, aber ewig und drei Tage nicht mehr gestartet,

Sven

man_made=pier beim Saarbrücler Kanu-Club:


Hier werden Kanus, Kajaks, Ruderboote und Drachenboote zu Wasser gelassen und auch wieder an Land gebracht, keine Motorboote :slight_smile:
Stand-Up-paddling auch, glaube ich.

Ähnlich sieht es im Hintergrund beim Ruderclub aus.

Detailbild vom rechten Rand mit Boot und Wachpersonal:

Das auf dem Bild ist aber nach der Definition im Wiki

ein auf Pfählen oder Stützen gebauter Fuß- oder Fahrweg über das Wasser

a long, narrow structure extending into the water to afford a berthing place for vessels, to serve as a promenade, etc.

kein Pier. Da es ein modellierter Streifen der Uferböschung ist, würde von der Definition her Kai besser passen, auch wenn man_made=quay her für größere Boote und Schiffe vorgesehen ist.

Wenn solche Mini-Kaianlagen auch als pier getaggt werden sollen, sollte das m.E. auf der Wikiseite auch ergänzt werden.

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Achso, ich hatte vergessen die entsprechende Frage dazu zu stellen, weil es nach dem Wiki eigentlich nicht als Pier passt.