Fortschritt von Baustellen mittels Satelliten- und Luftbildern prüfen

In meinem Ort sind es jetzt 8 Baustellen weniger, davon

  • nur 2 über die Challange
  • dank streckenkundlers overpass-Abfrage 6 weitere, die erst nach dem 01.01.2022 begonnen wurden, jedoch bereits (Stand Sommer 2025) fertiggestellt sind und auf den aktuellsten Luftbildern entweder bereits fertiggestellt erscheinen oder zumindest soweit im Rohbau erkennbar waren, dass deren footprint als Mappinggrundlage dienen konnte.
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Weil es mir die letzten Tage wiederholt aufgefallen ist: Schaut auch ruhig mal nach bei auffälligen Lücken zwischen Häusern, bzw. in der Umgebung von relativ neu (<2 Jahre) zugefügten Gebäuden. Es kommt auch oft genug vor, dass der Gebäudebestand Zuwachs bekommen hat und niemand hat’s bemerkt (bzw. gemappt), sodass auf der Fläche noch nicht mal ein landuse=construction eingetragen wurde. Funktioniert ganz gut wenn man Zugriff auf DOP und ALKIS hat, da diese häufiger aktualisiert werden als Bing & Co.

Eine Alternative wäre der Rapid-Editor, der mittels Machine Learning versucht, noch nicht kartierte Gebäudeumrisse in Luft- und Satellitenbildern zu erkennen.

Vor dem Hinzufügen von Gebäuden, sollten diese natürlich mit eigenen Augen kontrolliert werden. Damit ließen sich Regionen recht schnell überfliegen.

Ggf. nutzt der Editor die gleichen Bildquellen wie OSM und ist somit nicht 100% aktuell.

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Guck mal da, so ein Tool schwebte mir schon seit einiger Zeit vor, in Zeiten von KI sollte ein Abgleich ja kein Hexenwerk sein - auch wenn das einzeichnen händisch bleiben sollte, A ist es sicherer und B macht das mehr Spaß :blush:

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Was genau soll sicherer sein?

vermutlich das händische Eintragen (einschl. dem Einschalten des menschlichrn Gehirns) anstatt KI Gebäude mappen zu lassen.

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Zur Klarstellung: der Editor schlägt neue Gebäudeumrisse vor. Diese können aber wie im ID-Editor von osm.org von Hand verschoben und nachbearbeitet werden. Eine blinde Übernehme der vorgeschlagenen Umrisse wäre nicht Sinn der Sache.

Den Rapid-Editor nutzte ich bspw. gelegentlich, um im ländlichen Raum Neubauten händisch! zu kartieren. Der Editor half primär beim Finden der Gebäude und ersparte den manuellen Ableich von OSM-Karte und Satellitenbild.

Danke, so macht es Sinn.

Soweit ich es sehe, ist die Datengrundlage für die Rapid-Gebäudeumrisse im Bestcase von 2023. Geht aber auch bis 2016 zurück.
Man muss also bei neueren Baustellen (und gerade darum ging es ja @DemolitionAlley) sehr gut drauf aufpassen, dass man sich nicht verleiten lässt irgendwelche abgerissenen Gebäude wieder einzutragen und die Baustelle zu entfernen.

Ich bleibe für mich dabei: Ohne Vor-Ort-Wissen, nur auf Basis von Luftbildern, würde ich keine neueren Baustellen anfassen, sondern nur ältere Baustellen bei denen ich die Entwicklung auf den Luftbildern nachvollziehen kann.

Beispiel: nur auf einem (dem neuesten) von sieben Luftbildern ist das tatsächliche Fehlen des Gebäudes sichtbar. Der Rapid-Footprint ist das abgerissene Gebäude.

(vorsichtshalber direkt mal ein razed:building drauf gesetzt)

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so sollte es bei abgrissenen Gebäuden eigentlich immer sein und erst wenn es im Luftbild nicht mehr sichtbar ist kann man das dann löschen.

Gruß

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Ja, man sollte beim Baustellenmapping auch die verschiedenen Luftbilder miteinander vergleichen, in NRW ist z.B. derzeit NRW iDOP am aktuellsten (aber auch schon über ein Jahr alt), gefolgt von NRW Orthophoto (RGB), gefolgt von den übrigen Bildern. Teilweise hast du bei iDOP ein im Bau befindliches Gebäude während auf Orthophoto noch grüne Wiese zu sehen ist. Oder bei ersterem ist das Gebäude erkennbar fertig, auf letzterem noch mitten im Bau. Umgekehrt kann man so natürlich auch abgerissene Gebäude aufdecken, aber ja, im Zweifelsfall zweimal nachdenken bevor man anfängt zu zeichnen. Ich bearbeite viele Baustellen vom Schreibtisch aus, aber bei dem was hier in der Nähe ist schaue ich von Zeit zu Zeit auch mal vor Ort vorbei, allein schon weil der Bau teils sehr schnell voranschreitet und somit z.B. building=construction zeitnah auf ein fertiges Gebäude umgestellt werden kann - oder neu angefangene Baufelder gleich eingetragen werden können, ohne dass man auf eine Aktualisierung der Luftbilder warten muss. Gleiches gilt natürlich auch für die Beschaffung von Hausnummern.

EDIT: Das was ich bisher an neuen Gebäuden ohne landuse=construction gefunden habe waren tatsächlich auch alles Zufallstreffer beim Editieren anderer Dinge oder eben die erwähnten auffälligen Lücken. Glaube dabei werde ich auch bleiben, auch wenn mir die Idee hinter dem Tool gefällt.

EDIT2: Es heißt NRW Orthophotos, das was ich erst geschrieben hatte gibt’s in Hessen…

Dabei noch das Problem, dass man nicht immer wissen kann, wann all die KI-Magie auch die Luftbilder und die erkannte Gebäude-Umrissen aktualisieren haben