Was Du das hast, sind aller Wahrscheinlichkeit nach Angaben in der “sphärischen Mercator-Projektion”. Der Punkt 0,0 bei dieser Projektion liegt genau da, wo auch der Greenwich-Meridian und der Aequator aufeinandertreffen.

Das Umrechnen von einer Projektion in eine andere Projektion ist nicht trivial; man darf sich das nicht so vorstellen wie von Celsius nach Fahrenheit oder sowas, da ist ein Haufen Trigonometrie mit dabei.

Zum Glueck nimmt die PostGIS Dir das ab, wenn Du die Funktion ST_Transform einsetzt und als Koordinatensystem dabei den Code 4326 (das steht fuer das, was Du den “normalen Laengen- und Breitengrad” nennst) angibst.

Wenn Du im Augenblick irgendwo z.B. ein

select astext(way) from tabelle where …

hast, schreibst Du nun

select astext(st_transform(way, 4326)) from tabelle where …

Falls dies Dein Haupt-Anwendungsfall ist und Du gar nicht vorhast, Kacheln aus der Datenbank zu rendern, ist es besser, Du gibst bei osm2pgsql gleich ein “-l” (minus ell) an, dann werden alle Koordinaten gleich in dieser Form abgespeichert.

Bye
Frederik