Fire_hydrant:diameter=* – Wert laut Schild oder Durchmesser der Leitung?

Hallo!
Müssen sie unter Umständen auch gar nicht. Bei uns gibt es regelmäßig Hydrantenschilder mit einem angegebenen Durchmesser welche kleiner sind als die Leitung. Vermutung: Stichleitung zum Hydrant.

Relevant (Für OSM und die Feuerwehr) sind aber die Leitungsdurchmesser. Dies wurde in einem anderen Thread ausführlicher mit dem Hinweis auf das Wiki behandelt (Link habe ich leider nicht zur Hand - bei Bedarf suche ich noch mal). Daher ist es für die Feuerwehr eher hinderlich, wenn ein Hydrant mit korrektem Leitungsdurchmesser von einem Mapper auf das Schild angepasst wird.
Dabei möchte ich demjenigen keinen Vorwurf machen, da er es nicht überprüfen kann und die für ihn beste verfügbare Quelle nutzt.

Mir war das lange in der Form nicht bewusst, da es wenige Hydrantenmapper gibt und die Gefahr einer Änderung bei uns gegen null tendiert. In der Zukunft werde ich min. einen entsprechenden Hinweis bei bewussten Abweichungen vom Schild hinterlassen.

P.S.: Ich fand in diesem Fall das Argument Import schon etwas übertrieben. Die Anzahl kann ich auch noch manuell übertragen und es merkt keiner. Mir ist die Vorsicht diesbezüglich klar, ich denke aber, dass man spätestens jetzt, wenn sich der User meldet und Infos beisteuert auch wieder herstellen kann.

Ich würde übrigens nicht nur die Möglichkeit vorhandenen Hydranten vorher zu entfernen in Betracht ziehen, sondern je nach Fall auch das nachträgliche mergen. Kommt drauf an was sicherer in Bezug auf Qualität ist.

P.P.S.: Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass auch Unsinn eingetragen/importiert wird.

Grüße Stephan

Für OSM gilt die OTG-Regel. Eingetragen wird das, was vor Ort auf dem Hydrantenschild steht.

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Wurde in dem genannten Thread mit Verweis auf das Wiki verneint. Ich suche den noch mal raus.

Gefunden :grinning_face:

Wiki: DE:Key:fire_hydrant:diameter – OpenStreetMap Wiki

fire hydrant:diameter=* wird für die nach DIN EN ISO 6708 genormte Nennweite des unterirdischen Rohrs verwendet, das entlang der Straße verläuft und (unter anderem) einen emergency=fire_hydrant speist.

Behandelt unter anderem in diesen Beitrag: Wie trägt man Hydranten ein? - #16 by wambacher

Wenn die Wasserversorger - warum auch immer - ab und an nicht den korrekten Leitungsdurchmesser angeben ist das “blöd”. Ist zum Glück nicht die Regel, aber halt falsch.
Wie schon geschrieben mache ich erst einmal den Mapper keinen Vorwurf, solange es nicht mutwillig/aus Trotz weil es halt falsch auf dem Schild steht eingetragen wird. Daher auch mein Kommentar, dass ich in diesen Fällen zukünftig Hinweise erfassen werde.

Hintergründe für interessierte:
Ein Unterflurhydrant hat einen Anschluss der genormt ist (DN 80 mit Abgang in B 75). Egal, welchen Leitungsdurchmesser die Zuführung hat (wenn nicht < 80 - was ich nur bei Privatleitungen kenne), es sind max. DN 80 als Entnahme.
Der Leitungsdurchmesser ist deshalb eine wichtige Information, da er aussagt, wie hoch die Lieferleistung in Summe ist. Wenn ich bei einer DN 80 Zuleitung zwei Hydranten hintereinander nutze grabe ich dem einen das Wasser ab und das kann im Brandfall Menschenleben gefährden.

Fazit:
Zuleitungsdurchmesser ist korrekt. Eintragen wie auf dem Schild passt in > 90 %. Bei gesicherten Infos zur Abweichung Hinweis und Hoffen, dass er gelesen und berücksichtigt wird.

Nochmals viele Grüße
Stephan

Wo genau steht, dass die Angabe auf dem Hydrantenschild nicht ausschlaggebend ist?

Im zitierten Wiki Beitrag unter “… Nennweite des UNTERIRDISCHEN ROHRS verwendet wird …

Ich will hier keinen Streit provozieren! Ich möchte nur für Verständnis werben, dass auf dem Hydrantenschild - aus Erfahrung - nicht immer Nennweite des unterirdischen Rohrs angegeben ist. Es ist in > 90 % (vermutlich > 98 %) korrekt auf dem Hydrantenschild angegeben. Leider aber nicht immer.

Nach meiner Erfahrung sind selbst die Karten der Versorger nicht immer aktuell. Hydranten, welche schon seit Jahren nicht mehr existieren sind immer noch verzeichnet.
Daher befürworte ich definitiv auch die Überprüfung vor Ort, ob ein Hydrant wirklich existiert!!!

In der von dir verlinkten Wiki-Seite steht doch recht eindeutig, dass der Wert von dem Schildchen genommen werden soll. Wenn auf dem Schild H80 steht, soll man 80 eintragen, auch wenn das Rohr ø100mm ist oder nur ø50mm.

Das ist doch genau das was @OSM_RogerWilco sagt, zumindest verstehe ich ihn so.

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Der Punkt ist doch, woher wissen wir, dass die Angabe auf dem Schild nicht dem Nenndurchmesser des unterirdischen Rohrs entspricht? Wir brauchen etwas, dass wir vor Ort erkennen können. Das ist der OTG-Grundsatz von OSM.

Anderes Beispiel: Wir erfassen Straßennamen, wie sie vor Ort auf dem Straßenschild stehen. Ist da ein Schreibfehler, dann übernehmen wir diesen.

Das ist das Vorgehen, auf das man sich geeinigt hat. Ist man sich uneinig, trifft man sich vor Ort und schaut, wie es sich vor Ort darstellt.

Für die Feuerwehr ist der Rohrdurchmesser sehr wichtig. Entsprechend sollte der korrekte Wert eingetragen werden, unabhängig von der Ausschilderung vor Ort. Passen Wert und Schild nicht zusammen, müßte das natürlich geklärt (und korrigiert) werden.

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Woher weiß man den?

Wenn ein Hydrant mit einer 50er Leitung an eine 150er Leitung angeschlossen ist, ist da nicht der kleinere Wert entscheidend? Das begrenzt doch den Durchfluss.

Nein, der größere ist entscheidend (siehe hier: Hydranten “hochgeladen” und dabei den (kleineren) Altbestand gelöscht - #16 )!

Wichtig ist, wie viel kann die Leitung in Summe für mehrere Entnahmestellen liefern. Der Durchfluss am Hydrant selbst ist immer durch den Anschluss (das Standrohr) begrenzt und der steht nicht auf dem Schild.

Nochmal. Neuen nach Schild ist :+1: . Wenn ein Hinweis “Leitung abweichend Schild” vorhanden ist, nicht anpassen. Es ist wirklich selten, dass es die Abweichungen gibt.

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ich denke wir sollten bei Abweichungen beides erfassen, was dransteht und ggf. was wirklich ist (sofern wir dafür lizenzkompatible Informationen haben). So vermeidet man ein hin und her Taggen und es ist klar welcher Wert jeweils getaggt ist. D.h. neuer tag bei Abweichungen für das unterirdische Rohr

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Das, und wie es dem OSM-Grundsatz entspricht, muss das auch überprüfbar sein. (Daher meine Frage, woher man diese Daten bekommt). Wir übernehmen ja nicht irgendwelche Daten ohne prüfen zu können, dass diese fehlerfrei sind.

Mich würde mal ein konkretes Beispiel interessieren.

In welchem Zusammenhang steht das zu fire_hydrant:diameter, möglicherweise abweichenden Angaben des Hydrantenschildes zur Realität und den von dir erwähnten Hinweisen, die du aufnehmen möchtest?

Du meinst den Hydranten selbst + Standrohr? Das steht in welchem Zusammenhang mit der Nennweite der Hauptleitung?

So lang am Änderungssatz steht, wo die Daten herkommen, finde ich das nicht anders als ein uic_ref.

Man sollte mMn das OTG-Mantra nicht überstrapazieren. Ich bevorzuge den richtigen Wert, wenn der praktisch zweifelsfrei ist und da glaube ich dem Feuerwehrmann vor Ort.
Der richtige Wert ist ja entscheidend im Falle des Falles. Natürlich gehört ein Hinweis an den Punkt, dass die Angabe auf dem Schild falsch ist.

Bei Straßennamen und Wegweisern halte ich das genauso. OTG scheitert übrigens in diesen Fällen, wenn auf den Schildern unterschiedliche Schreibweisen stehen.

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@woodpeck hat das kürzlich gut formuliert auf den Punkt gebracht:

und

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Das mag sein. OSM ist aber nicht eine Datenbank, die man für sein “Privatprojekt” so taggt, wie man es gerade braucht. Man kann die nach OSM hochzuladenden Daten aber in die nach OSM-Kriterien definierte Form bringen. Die eigene Anwendung, die sich dann auf die OSM-Daten stützt, muss man dann so aufbauen, dass die Daten entsprechend der privaten Anwendung wieder umgedeutet werden.

Beispiel:
Bei uns wird eine Nummerierung (wenn es so eine gibt!) als ref=123 abgebildet und nicht als name=123.
Wenn der Anwender aber meint, das sei der Name, dann kann er die Daten aus OSM nehmen und für sich name=ref definieren und (bei sich) lokal damit also name=123 nutzen.

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Für mich und sicherlich auch andere Ottonormalmapper sind diese Angaben auf den Hydrantenschilder essenziell! Keiner kann riechen, wenn diese Angaben auf diesen Schildern falsch sind.

Wenn die Angaben auf diesen Hydrantenschildern falsch sein sollten, obliegt es denjenigen, die davon wissen, wenn die Beschilderung falsch sei, sich zuerst zeitnah um eine Korrektur der Beschilderung zu bemühen und zunächst nur ein fixme und/oder description zu hinterlassen…

Letztendlich ist eine korrekte Beschilderung auch in ihrem eigenen Interesse.

Sven

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Wir haben aber keinen Einfluss darauf, ob und wann die Schilder korrigiert werden. Natürlich mappen wir nach dem vor Ort vorgefundenen Schild. Wenn dann ein Experte mit Detailkenntnis der Versorgungsleitungen kommt und den diameter abweichend vom Schild korrigiert, ist das m.E. völlig legitim solange eine entsprechende description oder note zugefügt wird, die genau diese Abweichung dokumentiert. Dann steht diese Information auch jedem späteren Betrachter zur Verfügung.

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