Nein. Ich bin da ein anhaenger der Patch-Work-Fraktion. D.h. ich zerschneide auch grosse Waelder in handhabbare Teile. Da in “meinem Revier” auch andere taetig sind, habe ich schon haeufiger erlebt, wie jemand in 20km Entfernung von seiner eigentlich Aenderung was ausversehen kaputt gemacht. So grosse Elemente sind einfach nur unuebersichtlich und deshalb fuer die Zusammenarbeit vieler laien einfach nicht geeignet. Und wenn man einmal akzeptiert hat, dass man grundsaetzlich grosse Elemente manchmal zerschneiden muss, dann kann man das auch zum Wohle der Innenliegenden flaechen. Die zerschnittenen Flaechen markiere ich alle als outer-Polygone in einer gemeinsamen Relation. Falls ein Renderer das auswerten kann, dann erkennt er, dass die zusammengehoerne. und wenn er e nicht kann, so stellt er sie immerhin noch ordentlich als Einzelflaechen da.

Im gewissen Sinne ja. OSM sollte meiner Meinung nach nicht durch die Moeglichkeiten von JOSM definiert werden. So tauchen in JOSM durchaus auch Vorlagen auf, die nicht den Mapfeatures oder den Approvals entsprechen. Es ist natuerlich nicht verboten, sowas zu benutzen, aber im Sinne eines moeglichst konvergenten OSM verzichte ich darauf.

Anerkannt durch wen? Und die Nutzung ergibt sich ja haeufig erst dadurch, dass ein feature in JOSM eingebaut wird. Fuer meinen Geschmack ist das aber die falsche Vorgehensweise.

Naja, nur weil etwas dokumentiert und anerkannt ist, heisst das ja noch lange nicht, dass es gut ist. Und wenn ich etwas als schlecht erkenne, dann nutze ich es auch nicht. Unabhaenig davon ware es nateurlich schoen, wenn die multipolygon-Relationen ueberall sauber ausgewertet wuerden. Das ist aber nicht unbedingt eine Sache, dass die Entwickler das vergessen und man sie daran erinnern muss, z.T. gibt es auch druchaus handfeste technische Gruende, warum die Umsetzung scheitern kann. nebenbei bemerkt: Ich kenne kein einziges Tool, wo die multipoligon-Relationen wirklich komplett realisert worden sind. So aht Mapnik ja noch seine Probleme je nach Richtung der Polygone. Und auch Attribute muessen (faelschlicherweise) immer an das outer-Polygon geschrieben werden und werden nicht von der Relation selber uebernommen.

ICh denke eher, man muss sich damit abfinden, dass OSM nunmal nicht in Einerreihe maschiert wird, sondern man sich eher in mehr oder minder breiter Front in etwa in die gleiche Richtung bewegt. Wer mehr Praezision erwartet, duerfte auf absehbare zeit von OSM enttaeuscht werden.

Yep, das ist ganz klar ein Bug im Validator. Allgemein bin ich ueber all die Qualitaetsverbesserunsgwerkzeuge nicht sonderlich gluecklich. Solange wir kaum/keine festen Regeln haben, kann man halt schwer entscheiden, was richtig oder falsch ist. Da kann dann ein Aussenstehender, der strickt nach dem Validator meint die Daten zu verbessern, schnell einiges an Schaden anrichten.

Auch wenn du es so explizit nicht formuliert hast, so denke ich doch, von einer derartigen Optimierung sprechen zu koennen. So richtest du dich z.B. bei den Polygonen nach Mapnik und nicht nach der offiziellen Definition, nach der die Richtung egal waere. Und auch beim landuse=gras nutzt du eine Kennzeichnung, die vom Renderer dargestellt wird, aber in den offiziellen Feature-Listen nicht existiert. Auf der anderen Seite gibt es bei dir (soweit ich gesehen habe) z.B. kein Gestruepp/Buschland (natural=scrub), was Mapnik nun wieder nicht darstellet, obwohl es in den Mapfeatures definiert ist. Nun kenne ich deine Gegend nicht, aber ueberall wo ich bisher in Deutschland war, habe ich eigentlich Flaechen gesehen, die man am besten damit beschreiben koennte. Also auch wenn du es nicht vorsetzlich so machst, so scheint die Entwicklung deines Mappings doch daran ausgerichtet, wie anschliessend das Ergebniss bei den Renderern aussieht. Ist ja auch ein legitimer Ansatz. Gruss Torsten