Mammi71
(One feature, Six mappers and still More ways to map it)
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Weil es hier glaube gut passt: ich habe eun wenig Schwierigkeiten damit, dass mehr oder weniger an jeder Querungsmöglichkeit ein Crossing gesetzt wird. Ursprünglich, aus der zugegebenermaßen eher autofahrerzentrierten Sicht wurde crossing an echten Fußgängerüberwegen verwendet und Router konnten damit auch Warnungen ausgeben:“Achtung Fußgängerübergang” so als Hinweis, hier besonders aufmerksam zu sein. OSMAnd macht das z.B., aber nur (noch) an Zebrastreifen. Die inflationäre Verwendung an jeder Stelle mit abgesenktem Bordstein ist gut für diejenigen Anwender, die diese Information brauchen, verwässert aber das Tagging insofern, dass z.B. in Wohngebieten an jeder Kreuzung zweimal so eine Ansage kommen müsste, nur weil an den Ecken die Bordsteine abgesenkt sind. Das erhöht die Aufmerksamkeit nicht mehr, sondern ermüdet bzw. nervt. Also wird eine solche Ansage ausgeschaltet, abgeschafft oder eingeschränkt. Die Folge ist aber, dass es so dann auch keine Ansagen mehr gibt an Stellen, die tatsächlich erhöhter Aufmerksamkeit bedürften, weil man vielleicht kreuzende Fußgänger nicht unbedingt erwartet, z.B. bei Wanderwegen, die Landstraßen kreuzen, gerne imWald, oft unbeschildert und unmarkiert. Leider hat man dies bisher scheinbar nicht bedacht. Aus meiner Sicht wäre es vielleicht besser gewesen, für z.B. rollstuhl-/kinderwagengereechte Querungsmöglichkeiten ein anderes Tagging zu verwenden, ohne dass zwingend imme rein crossing auf der Straße sitzt.
Auch beim Separatmappen von Fußwegen muss man nicht an jedem Punkt, wo sich Fußweg und Straße kreuzen, ein crossing setzen, wenn dies kein baulich explizit gestalteter Fußgängerüberweg ist. Das “crossing” ergibt sich in solchen Fällen ja schon durch den gemeinsamen node.
Aber ich fürchte, der Zug ist bereits abgefahren … 