Nadjita
(Nadjita)
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Ein ähnliches Problem gibt es auch mit Inline-Skates: sie gehören auf den Fußweg, müssen dort aber besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen. Sind sie auf Radwegen erlaubt, müssen sie auch dort besondere Rücksicht nehmen und dafür sorgen, dass man sie gut überholen kann. Wenn das Schild auf einem gemeinsamen Fuß/Radweg steht, muss auf Fußgänger Rücksicht genommen werden und sich von Fahrrädern leicht überholt gelassen werden. Auf gut Deutsch: Die Priorität ist: foot → bicycle → inline_skates.
Ich bin noch mal ein wenig in mich gegangen, was genau denn diese Rücksichtnahme konkret bedeuten und die eigentliche Konsequenz ist, dass die Geschwindigkeit eventuell angepasst werden muss, bis hin zum Anhalten. Aber das muss sie dort, wo sich verschiedene Verkehrsteilnehmer eine Verkehrsfläche teilen, ja sowieso. Von daher weiß ich nicht, ob man das überhaupt erfassen muss, oder der Router nicht einfach grundsätzlich Wege, wo z.B. Fahrrad und Fußgänger sich eine Verkehrsfläche teilen (segregated=no) niedriger priorisieren sollte, als solche, wo die Verkehrsteilnehmer getrennt sind. Das gleiche gilt im Umkehrschluss aus Sicht von Autofahrern auch auf Straßen wo Fahrräder fahren dürfen und die zu schmal zum Überholen sind (die Straßen, nicht die Fahrräder).
Außer dem Spezialfall Fußweg + Radfahrer frei weiß ich nicht, ob man diese Rücksichtnahme deswegen überhaupt erfassen will. Ich für meinen Teil wäre mittlerweile eher dagegen, es sei denn es führt zu konkreten Anweisungen wie „immer Schrittgeschwindigkeit fahren“.
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