Nop
(Nop)
11
Das sehe ich ein wenig anders. Was könnte passieren? Die Hauptseite openstreetmap.org wird mit Like-Buttons ausgestattet und in das Überwachungsnetzwerk von FB eingegliedert. Aus der Information wer sich welche Gegend auf der Karte wann angesehen hat und wer wo gemappt hat, werden schöne Interessen- und Bewegungsprofile für die Werbebranche abgeleitet. Im Interesse eines Single-Sign-On braucht man dann zur Anmeldung bei OSM einen FB-Account zum Mappen oder um im Forum zu schreiben. Die Bilder auf FB werden per Gesichtserkennung und Timestamp mit den von Dir hochgeladenen Tracks verknüpft und gleich an der richtigen Stelle dargestellt. Die meisten Leute haben eh schon seit Jahren einen FB account und finden die neuen Features toll.
Theoretisch kann man natürlich immer einen fork machen. Aber das ist mit einem enormen technischen und organisatorischen Aufwand verbunden. Genügend Leute müßten sich einig sein daß man es tun muß und vor allem wie der fork aussehen soll. Mehrere uneinige Forks würden das Ende eines freien OSM bedeuten, wenn keiner die kritische Masse erreicht um überlebensfähig zu bleiben und sich als DIE Nachfolgerdatenbank zu etablieren, an der freiheitsliebende Mapper weiterarbeiten sollten. Die nötige Infrastruktur muß erst mal finanziert werden, Server kosten von der ersten Minute an Geld und die ganzen offiziellen Spenden und Beiträge fließen weiter zu dem offiziellen OSM. Und der fork müßte es erst mal schaffen, gegen die etablierten URLs und Links und zusätzliche Werbung von und auf FB überhaupt bekannt und öffentlich wahrgenommen zu werden.
Oder in Kurzfassung: Es gab ja bereits einen fork von OSM aufgrund der Lizenzumstellung. Wo steht dieser fork heute?
bye, Nop