Ich bin der Meinung, die aktuelle Krise sollte im Tagging in Mitteleuropa keinen Niederschlag finden.
Zwar ist die Idee, abweichende Öffnungszeiten in OSM zu erfassen ob der Aktualität, die OSM bietet, auf den ersten Blick verlockend. Doch muss man sagen, dass
a) das aktuelle Leben eingeschränkt wurde/ist und
b) OSM hier gegenüber anderen Informationsdienstleistern (allen voran google) kaum die erste Anlaufstelle dafür sein wird
c) der weitere Verlauf der Krise völlig offen ist (es kann sowohl schlimmer wie auch besser werden - wenn es besser wird, muss man dann schlagartig all diese Tags wieder entfernen oder wie?)
d) trotz Krise die Anzahl der Aktiven in AUT sich nicht verändert (sie müsste wohl steigen, damit das bewältigbar wird)
e) der Nutzen solcher temporär gültiger Tags für einen Zeitraum von etwa 2-3 Monaten äußerst fraglich ist.

Man sieht auch auf hdyc.neis-one-org, dass momentan - trotz Krise (viele Menschen bleiben zu hause) - nicht mehr Leute beitragen bzw. in OSM aktiv sind, als sonst üblich. (am Woe sind es so um die 70-80 und unter der Woche 20 weniger etwa, die einen Edit machen). Was bedeutet das dann faktisch: dass diese 50-60 Menschen kurzfristig in AUT irgendwelche Öffnungszeiten/Sperren/Behinderungen/Orte in Quanrantäne eintragen sollen? Einrichtungen (POIs), die per se großteils noch gar nicht in OSM drinnen sind? Ich halte das für völlig unpraktikabel, möchte jetzt aber niemanden vom beitragen abhalten. Es gibt in OSM, wohl nicht nur in DE, sondern auch in AUT, sehr viel zu tun - Adressen, POIs, landuses, niederrangige Straßen/Wege usw.