Dieses Argument kann ich so nicht gelten lassen: Die Rettungssektoren sind vor Ort ausgeschildert, es braucht also keine gerenderten Karten. Und wer mit nem Smartphone und (on- oder offline) gerenderten Karten auf OSM-Basis unterwegs ist, wird eher seinen GNSS Standortkoordinaten durchgeben als den Sektor.
Ich habe mir das noch einmal angesehen und habe, anknüpfend an FraukeLeo folgende Überlegungen zur Lösung:
- wir verwenden ein zusätzliches Tag am vorhandenen way wie von FraukeLeo vorgeschlagen, z.B. emergency_access_section=F
Vorteil: klare und eindeutige Daten
Nachteil: das System von Rettungssektoren lese ich zum ersten Mal, es scheint mir etwas sehr exotisches zu sein. Jedenfalls meine ich, dass Rettungspunkte wesentlich verbreiteter sind. Und selbst die werden nur von sehr wenigen ausgewertet. Ein exotisches (vielleicht sogar singuläres) System von Rettungssektoren als Wegabschnitte wird dann wohl niemals jemand auswerten.
Sollte es aber noch (viel) mehr solcher Rettungssektoren in anderen Gegenden der Welt geben, wäre es unsere Aufgabe ein passendes Taggingschema zu entwickeln und zu etablieren.
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wir definieren, dass highway=emergency_access_point auch an ways zulässig ist (immerhin 155x verwendet)
Vorteil: ?
Nachteil: stiftet wahrscheinlich eher Verwirrung: points vs. ways -
an jede Stelle, wo vor Ort ein Sektoren-Schild hängt, setzen wir in den Daten ein highway=emergency_access_point. Ein Rettungssektor F taucht dann u.U. mehrmals als Punkt auf.
Vorteile: nutzt ein bestehende System, das zumindest von einigen Auswertern bereits genutzt wird. Ist dabei am einfachsten umzusetzen.
Nachteile: ist halt auch nur ein Kompromiss.
- soweit ich Bilder von den Rettungssektoren-Schildern gefunden habe, sind die alle an einem Ende eines solchen Rettungssektor, mit einem Pfeil in Richtung, der entsprechende Sektor gilt (wie datentechnisch korrekt abbilden). Ich habe keine Ahnung, ob es solche Schilder auch zwischendurch an den nicht gerade kurzen Wegstrecken gibt. (Hilfe, da muss man sich ja merken, in welchem Sektor man sich gerade befindet, und das im Falle eines Falles unter erheblichem Stress - ist das nicht ungünstig?)
- oft sind an einer Stelle zwei Schilder von zwei benachbarten Sektoren mit Pfeilen in de entgegengesetzte Richtung - wie soll das abgebildet werden? Zwei benachbarte Punkte setzen?
Für mich persönlich wäre dies aber der sinnvollste und praktikabelste Kompromiss und von OSM Community umsetzbar.
- Die Bergwacht überdenkt noch einmal das System der Rettungssektoren und schwenkt in Zukunft um auf das national wie international verbreitetere System der Rettungspunkte um
Vorteile:
- international verbreitetes und akzeptiertes System
- unter Verwendung eines Alphanumerischen Systems können die Buchstaben weiter genutzt werden, die bisherigen Sektoren bleiben faktisch erhalten und werden nur um die Nummern der einzelnen Rettungspunkte erweitert (wenig Umgewöhnung für die Bergretter)
- gezieltere Suche im Notfall möglich
- es lässt die Option offen, auch etwas in die Breite zu gehen (auch wenn es nur wenige Abzweigungen und Parallelwege gibt)
- und natürlich ist es letztlich kompatibel zum bestehenden Tagging-Schema
Nachteile: - Überzeugungsarbeit bei der Bergwacht leisten
- Kosten für neue Schilder
Für mich die ideale Lösung, aber wohl kaum praktikabel umsetzbar, weil von anderen abhängig.
PS: warum eigentlich highway=emergency_access_point? Ach so, da war ja was:
highway=emergency_access_point >42.000 pois
emergency=access_point >10.000 pois
also Alternative zu 1. dann auch
emergency=access_section; ref=F (usw.)