Tordanik
(Tobias Knerr)
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Was ein Programm auswertet, entscheiden die Entwickler des jeweiligen Programms. Das wars dann eigentlich auch schon.
Interessant wird es natürlich deshalb, weil so ein Entwickler seine Ideen ja auch irgendwo her hat. Aus anderen Auswerte- oder Editierprogrammen, aus Wiki-Proposals, Diskussionsbeiträgen oder einfach Tag-Verwendungsstatistiken - und diese Faktoren beeinflussen sich natürlich auch gegenseitig wieder. Man könnte diesen Prozess auch einfach als “Chaos” beschreiben und läge nicht gar so falsch. 
Insbesondere die Wiki-Abstimmungen sehen zwar “offiziell” aus, aber haben keine verbindlichen Resultate. Sie können natürlich zu einer höheren Zahl von Verwendungen führen, und vielleicht halten sich manche Entwickler auch freiwillig daran - aber das sind indirekte Wirkungen. Die Qualität der Tags fördern sie allerdings m.E. sehr wohl.
Ich glaube nicht, dass die Entwicklungsgeschwindigkeit momentan das Hauptproblem ist. Ich fände eher ein wenig Stabilität in den “alten” Bereichen und eine bessere Definition mancher Themenkomplexe wünschenswert.
Da du aber jederzeit beliebige Tags verwenden kannst, hält dich natürlich auch keiner davon ab, dich mit anderen Leuten aus der Gegend zusammenzuschließen und ein lokales Tagging-Schema zu erfinden. Ob das sinnvoll ist, musst du eben selber beurteilen.
Das sind auch meine “Lieblingsbaustellen”. Ideen gibts ja genug, und funktionieren würden die meisten davon auch. Ich glaube allerdings, dass es hier weniger an Entscheidungsfähigkeit mangelt, sondern an Arbeitszeit, um
- so ein Schema mal bis zum Schluss durchzudefinieren (bis jetzt beschreiben zwar alle detailliert, was entlang eines Ways vorhanden ist, aber wie die Verbindungen an Kreuzungen aussehen, bleibt außen vor)
- Programme zu schreiben, die das verwenden
- Editor-Hilfen zu schreiben
Wenn du zumindest zwei der genannten Dinge anzubieten hättest, dann würde ich fast garantieren, dass sich das Schema durchsetzt.