Slomox
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“Vororte” mitzuzählen ist ja richtig, aber Hennen oder Kesbern kann man nicht als Vororte auffassen. Noch deutlicher wird es, wenn man Dörfer statt Städte betrachtet. Aufgekommen ist meine Frage nämlich beim Dorf Estorf, Gemeinde Estorf, Landkreis Stade. Das wird mit 1478 Einwohnern geführt. Das Dorf hat aber nur 650 Einwohner und ist hinter Gräpel mit 670 Einwohnern sogar nur der zweitgrößte Ort in der Gemeinde. Die restlichen Einwohner entfallen auf das dritte Dorf in der Gemeinde, Behrste. Alle drei Orte sind, abgesehen von der Gemeindezugehörigkeit, völlig unabhängig voneinander, sind baulich klar voneinander getrennt etc.
Trage ich jetzt nur die Zahlen bei Gräpel und Behrste ein, sind die Zahlen inkonsistent und die Gesamtbevölkerung der Region würde falsch wiedergegeben. Trage ich die Zahlen bei allen drei Orten ein und lösche die Zahl 1478, dann stimmen die Zahlen für die drei Dörfer, sind aber trotzdem noch inkonsequent mit den Zahlen im ganzen Rest von Deutschland.
Persönlich würde ich es begrüßen, wenn man konsequent bei den Orten die realen Einwohnerzahlen verwendet und nicht die der politischen Einheiten, die meistens vollkommen willkürlich zugeschnitten sind. (Die Gemeinde-Einwohnerzahl sollte vielleicht eher bei der Gemeinde-Boundary eingetragen werden, da ist sie zumindest logisch besser aufgehoben als beim Ortsmarker.) Problem dabei ist nur, dass die realen Einwohnerzahlen nirgends zentral erfasst werden und in manchen Gemeinden überhaupt nicht erfasst werden.