de_muur
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Ich kenne nun nicht den Hardtwald, und will dir auch nicht zu nahe treten, aber meine Erfahrungen von Wald- und Feldwegenabseits der staedtischen Naherholungsgebiete widersprechen deinen Aeusserungen recht deutlich. Abgesehen von Durchgangswegen sieht in meiner Gegend der typische Wald- und auch Feldweg so aus, dass er erstmal relativ ordentlich beginnt und dann bei jeder Feldeinfahrt oder Schneise im Zustand nachlaesst, bis man irgendwann die Entscheidung dreffen muss, dass man es gar nicht mehr mit einem Weg zu tun hat. Einen derartigen Weg auch nur grob mit grade3 bis grade5 erfassen zu wollen, ist eigentlich nur symbolisch moeglich, da die Verschlechterung nicht in Stufen sondern eher fliessend passiert. Das irgendwie noch genauer beschreiben zu wollen ist m.E. praxisfern. Der Grasbewuchs (also Surface) eines Weges haengt von zwei Faktoren ab: Die Haeufigkeit der Nutzung durch Kraftfahrzeuge und die einfallende Lichtmenge. D.h. als, dass man es unter den Baeumen oder zwischen Knicks mit einer Sandoeberflaeche zu tun hat, an Lichtungen oder bei Luecken im Knick ist es dagegen eher eine Grasoberflaeche. Wer das getrennt erfassen will, kann sich alle paar hundert Meter eine Wegmarke setzen, viel an Wegstrecke wird er dann aber im Laufe eines Tages nicht schaffen. Und ich kenne auch genug unpaved Wege, bei denen der Oberflaechenzustand und damit die Nutzbarkeit stark von der Witterung abhaengt, ohne dass man das den Wegen jeweisl ansieht. Als Beispiel fallen mir da Sandwege ein, die bei typischer Witterung gut mit einem Fahrrad zu befahren sind. Bei einer laengeren Trockenheitsphase im Sommer bleibt man da aber im losen Sand stecken. Oder umgekehrt gibt es Wege, die sich bei trockenem Wetter zwar leidlich mit dem Rad befahren lassen, nach drei Tagen Regen bleibt man aber bis zur Achse im Schlamm stecken. Wie will man das im Detail erfassen? und wie soll man das bei einmaligem Befahren erkennen, wenn kurz zuvor auch noch die Wildschweine den Weg frisch umgegraben haben? Letztendlich ist es so, dass es nur schwer moeglich ist, ein tagging-Schema zu definieren, was fuer alle Regionen gleich gut geeignet ist. So hat man im staedtischen Umfeld sicherlich andere tagging-Probleme als im laendlichen Raum, und im Gebirge wird sich wiederum anders beschreiben lassen als ein Moor. Insofern finde ich den relative groben Ansatz mit tracktype grade1 bis grade5 schon ganz ok, feinere Aufschluesselung laesst sich allgemein gueltig da wohl kaum erreichen. Gruss Torsten