Du bist Openstreetmapper, wenn

Wenn du dich wunderst, wer oder was hier so viel Wasser braucht.

Ja, so ein vermurkstes Schild fällt nur einem Mitarbeiter der Stadtwerke oder einem Mapper auf. In meinem Vor-Mapperleben hätten da auch Strichmännchen draufgeklebt sein können und ich hätte es nicht bemerkt. Heute registriert der messerscharfe Mapperblick jedes VKZ, jeden Wegweiser, jedes Hydrantenschild usw. usw. … :wink:

wenn du in einer neu eröffneten Pizzeria essen gehst und beim warten auf das Essen die Telefonnummer und Öffnungszeiten notierst, um das Restaurant später zu mappen - war übrigens sehr lecker :face_savoring_food:

Eher dem Mapper als den Stadtwerken …

… wenn man erkennt, dass ein Luftbild was anderes andeutet als die Vor-Ort Beschilderung aussagt, und man dann versucht

  • die offizielle aber nicht offensichtliche Nutzung - welche man bei Ämtern und Behörden erfragt hat
  • und die nicht offizielle aber dafür offensichtliche Nutzung - was die Bürger halt so daraus machen

in den OSM Daten vernünftig und nachvollziehbar abzubilden:

… wenn Du so einen Stein siehst

und sofort weißt, dass der an der falschen Stelle steht, weil die hessische Grenze (samt der Landkreisgrenze) 500-600 Meter weiter östlich verläuft:

Blauer Marker: Stein - Roter Pfeil: östlichster Punkt

Action taken

Habe das Amt für Bodenmanagement Fulda, die laut Info auf dem Stein für die Koordinaten verantwortlich zeichnen, bereits angemailt und auf den Fehler hingewiesen. Heute eine freundliche Antwort erhalten, dass der Vorgang geprüft wird und die Prüfung noch einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Ich poste dann ein Update …

Schaufel dabei? OSM-Mapper korrigieren die Realität, wenn sie mit OSM nicht übereinstimmt.

Du willst doch jetzt nicht im Ernst die Grenze verschieben?
:thinking:

Doch, klar. Ist in JOSM schon bereit zum Hochladen. Ganz nach OTG-Regel. Wenn @Map_HeRo nicht bis 20 Uhr ein Foto mit Schaufel hochlädt, lade ich die korrigierte Grenze hoch.

Die Schaufel habe ich immer im Auto, aber so einfach ist das dort nicht, habe mir das im Vorfeld schon angeschaut. Ich müsste ja die gesamte Grenze, die östlich des Steins liegt, nach Westen verschieben, das sind etwa 3,5 Kilometer mit rund 40 Grenzsteinen drauf. Die Grenze selber ist kein Problem, aber die Steine schon. Da sind ein paar amtliche Klopper dabei.

Ich will mich ja nicht vor so einer ehrenvollen Aufgabe drücken und habe auch schon mit dem Ortvorsteher von Kleinfischbach gesprochen, die würden da mitmachen, aber sie meinen, wir sollten zumindest mal abwarten, was bei der Überprüfung durch die Herren vom Amt in Fulda rauskommt. Nicht, dass wir hinterher die 40 umgesetzten Steine wieder zurück an ihren alten Platz schleppen müssen. Das macht schon Sinn, also haben wir uns jetzt erstmal so geeinigt. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

… wenn Du Deine Telefon-Check-Tour 250 km von zu Hause weg kurzentschlossen modifizierst, um Dir eine Gießwasserstelle, die vor einer Woche im Forum angesprochen wurde anzuschauen und danach noch Bilder von einer Kreuzung machst, zu der es heute drei Hinweise gab, unter anderem Note: 5482441 | OpenStreetMap, wobei die Änderung: Ampel → Zebrastreifen im Luftbild noch nicht zu sehen ist.

du dich fragst, was sich ein anderer Mapper dabei gedacht hat :thinking:

key value
description lohnt leider nicht, total zugewachsen
name (lohnt überhaupt nicht)
tourism viewpoint

… wenn Du an einer Geodatensache, die Du einmal in Angriff genommen hast, dranbleibst, auch wenn bürokratischen Hürden zu überwinden sind … :wink:

Hier das Update zu Post #426 :slight_smile:

Details

Heute ging auf meine Anfrage an das Amt für Bodenmanagement Fulda folgende Nachricht ein:

Unsere Recherchen haben ergeben, dass es sich bei dem von der Sparkasse Fulda und der damaligen ÜWAG Fulda AG finanzierten Stein – wie von Ihnen bereits richtig vermutet – in der Tat nicht um den exakten geografischen östlichsten Grenzpunkt des Landkreises handelt.

Unsere Behörde hat dem Landkreis für dieses Projekt im Jahr 2008 die genauen Koordinaten des tatsächlichen östlichsten Punktes übermittelt. Der Landkreis hat sich jedoch dafür entschieden, den Stein anhand unserer Daten öffentlichkeitswirksam in „unmittelbarer Nähe“ am gut zugänglichen Wegesrand aufzustellen. Dies war so auch der damaligen Berichterstattung zu entnehmen.

Bezüglich Ihrer guten Anregung, vor Ort eine erklärende Infotafel anzubringen, möchten wir Sie bitten, sich direkt an den Landkreis Fulda zu wenden. Die Zuständigkeit und Mitwirkung des Amtes für Bodenmanagement Fulda beschränkte sich bei diesem Projekt ausschließlich auf die Ermittlung und Übermittlung der Koordinaten.

Wir danken Ihnen für Ihr aufmerksames Interesse an den historischen Grenzverläufen und stehen für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung.

Dann werde ich als nächstes mal die Landkreisverwaltung anschreiben. Melde mich wieder, wenn es etwas Neues gibt.

Vielleicht kannst du einen Kompromiss vorschlagen: Ihr belasst die Grenze und den Stein an Ort und Stelle, aber ändert die Inschrift in: “Einer der 0,05536% östlichsten Punkte des Landkreises Fulda.”

(Wobei es hier ein mathematisches Problem geben könnte: Schließlich befinden sich ja unendlich viele Punkte im Landkreis Fulda östlich davon – aber die Landkreisverwaltung nimmt es ja ohnehin nicht so genau…)

:+1:
Sorry, bin ein bisschen spät dran, aber wenn wir ein Topic “Spruch des Monats” hätten, wäre das ohne jeden Zweifel mein Kandidat für den Monat August!