Weide
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Wenn die Teilnehmer die Mail als Mail benutzen, dann ist eine Mailingliste praktischer.
In jeder Mail steht, ob und ggf. worauf sie eine Antwort ist. Man kann alles im Betreff oder im Text oder sogar in der Zieladresse ändern … es ist trotzdem noch eine Antwort auf die Mail, in der man den “Antworten”-Button geklickt hat. Und wenn man den Antworten-Button nicht benutzt, dann ist es keine Antwort … egal was man in den Betreff schreibt oder was man zitiert.
Jetzt gibt es zwei Arten von Mailinglisten. In den einen wird die o.g. Tatsache ignoriert und in den anderen ausgenutzt.
Bei den einen wird der Antwort-Button benutzt, um die Adresse nicht abtippen zu müssen und Mails werden von den Teilnehmen nach Betreff sortiert. Auch werden Antworten durch den Knopf “Verfassen” erzeugt und einfach der Betreff passend gemacht. Dann ist die Mailingliste nur ein umständlicher Ersatz für ein Forum.
Bei den anderen wird der Antwort-Button nur zum Antworten benutzt und Antworten werden immer mit dem Antwort-Button in der zu beantwortenden Mail erzeugt. Es gilt dort als sozialverträgliches Verhalten, wenn man davon abweichenden Leuten Leuten in den Hintern tritt. Die Anzeige ist bei allen Teilnehmern auf “Sortierung nach Thread” statt “Sortierung nach Betreff” eingestellt. Jetzt ist ein sich verzweigenden Diskussionsverlauf mit Anpassung des Betreffs an die sich langsam verändernden Themen möglich. Das ist die flexiblere und bessere Lösung.
Wenn das hier eine Mailingliste der zweiten Art wäre hätte ich Dir also ohne Zitat anworten können und hätte den Betreff für meine Antwort z.B. auf “zwei Sorten Mailinglisten” ändern können und trotzdem wäre klar gewesen, worauf ich da geantwortet habe. Man hat einen Diskussionbaum (Nein: viele Bäume: also Wald) statt einfachen Betreff-Schubladen.
Weide