seichter
(Seichter)
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Die zusätzlichen Frequenzen bringen nur dann einen deutlichen Gewinn, wenn die Rohdaten (Pseudorange etc.) mit Werkzeugen wie RTKLIB verarbeitet werden. Nur dann wird im Postprocessing z.B. eine genauere Ionosphären-Korrektur gemacht. Da kann man auch ohne kostenpflichtige externe Daten auf Genauigkeiten unter einem Meter kommen. Ich habe aber noch nichts gesehen, wo man als Ergebnis unkompliziert simple gpx-Dateien bekommen kann.
Die Standard-API mit vom Chip berechneten Koordinaten, die üblicherweise von den Logging-Apps verwendet wird, liefert nach meiner Erfahrung mit Xiaomi Mi8 und Samsung S20 bisher kaum bessere Koordinaten.
Die Satelliten senden übrigens schon immer auf mehr Frequenzen, die von Vermessern (und vom Militär) verwendet werden, neu ist nur, dass weitere jetzt von Consumer-Geräten ausgewertet werden können.
Die absolute Messgenauigkeit kann man übrigens an den Stellen ermitteln, an denen die WGS84-Koordinaten auf Plakette o.ä. aufgeführt sind. Auch auf Orthofotos genau bestimmbare Punkte lassen sich verwenden, in BaWü z.B. auch die Hausumrisse in Maps4BW, die aus den Katasterdaten kommen.
Für einen ersten Eindruck reicht es aber schon, GPSTest im Modus Genauigkeit ein paar Minuten laufen zu lassen und dem Wandern der Position zuzusehen
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